Überraschung: Bad Bodendorf gegen Remagen - erneut Unentschieden
„TED“ schipperte beim 25-Jährigen auf der Mosel
Remagen/Sinzig. Seit Jahren kreuzen sie die Rackets auf dem roten Sand: die Cracks aus der Goldenen Meile und die vom Bad Bodendorfer Ahrufer. Trotz aller Bemühungen konnten die Mannen um Heinrich Dräger und Franz Pira noch niemals über ein Unentschieden hinaus kommen. So sollte es auch in diesem Jahr sein, als die Bodendorfer TED-Gruppe, was für „Tennis-Elite-Deutschland“ steht, im 25. Jahr des Bestehens zum Duell nach Bernkastel an der Mosel eingeladen hatte. Neben dem Kräftemessen auf dem roten Sand sollten im Jubiläumsjahr natürlich die Feierlichkeiten ganz oben auf der Prioritätenliste stehen. Auf der Steganlage des „WC St. Nikolaus“, an der Remagener Spieler Rolf Plewa seine „MB Ricomagus“ liegen hat, fand der kleine Sektempfang statt. Wenig später hieß es auf der „MB-Poseidon“ Leinen los.
Mosel-Rundfahrt
Eine erste Mosel-Rundfahrt am romantischen Städtchen Bernkastel vorbei, dem Geburtsort von Nikolaus Cusanus, sollte das Festwochenende einläuten. Skipper Siggi Brunner konnte dabei als ehemaliger Lehrer auf vorzügliche Art und Weise die Historie des „Doktorweines“ und des Werdeganges der Traube bis zur Tonne erläutern. Ganz praktisch erlebten die Kölsch gewohnten Rheinländer dann an der Mosel die Vorzüge der Rieslingtraube im Weingut „Dillinger“. Dieser Weinprobe, so die Erklärung von Wolfgang Hanses am nächsten Tag, sei es zu verdanken, dass er mit seinem Partner Werner Meuter gegen Peter Hertweck und Rolf Plewa im Doppel in zwei Sätzen ein Gastgeschenk abgeben musste. Dieses allerdings auch nur, weil Meuter im entscheidenden Augenblick des Satzverlustes der Bitte der Remagener um Vermeidung eines Doppelfehlers nicht nachkam. Die Oberschiedsrichter Erhard Duda und Peter Lüdtke sahen das als „unerlaubte Spielbeeinflussung im Turnierbetrieb“ an und werteten das Endergebnis „unentschieden“. Im zweiten Doppel aber hatten die Bad Bodendorfer mit dem stark aufspielenden Gerd Wischnewski und Dauerläufer Heinrich Dräger gegen Franz Pira und Michael Schmickler alle Trümpfe in der Hand. Erst Einwechseljokerin Silke Hopfeld konnte mit starker Vorhandtechnik einen Sieg der Noch-Badestädter verhindern. Allerdings schritten auch hier die Oberschiedsrichter ein, weibliche Beeinflussung auf dem Spielfeld könne höchstens zu einem Unentschieden führen, so ihr weises Urteil. Viel Raum für sportliche Diskussionen blieb so auf der erneuten Moseltour mit Besichtigung der Zeltinger Schleuse und Fahrt zum Biergarten des „Weißen Bären“, bei dem Freizeitkapitän Hanses sein Können um die christliche Seefahrt unter Beweis stellte. In dem „Vier-Sterne-Hotel“ am Moselbogen zu Mühlheim erholten sich die Cracks vortrefflich beim „Bärensteak“ und Gerstensaft von den Strapazen des Wettstreites auf dem roten Sand. Klaus Hesse hielt die Festansprache zum 25-Jährigen und ließ die Ereignisse des Vierteljahrhunderts der „Tennis-Elite-Deutschland“ aus Bad Bodendorf launig Revue passieren. Der Applaus der Truppe war ihm sicher. Die nächsten 25 Jahre will die noch recht junge und unternehmungslustige Gruppe nun mit erneutem Elan angehen.
Ein Abstecher zur Schleuse in Zeltingen, die Skipper Siggi ausführlich erklärte, stand auf dem Programm der Jubiläumstour.
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