Allgemeine Berichte | 14.11.2014, 15:20 Uhr

Begegnungstage des Rhein-Gymnasiums

Tage der Herausforderung für die Fünftklässler

Beim Spinnennetz lernten die Kinder, dass man mit Zutrauen und gegenseitiger Hilfe fast jede Aufgabe bewältigen kann. Privat
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Sinzig. Eigentlich müssten die Begegnungstage der fünften Klassen des Rhein-Gymnasiums Sinzig „Herausforderungstage“ heißen. Denn die drei Tage beginnen mit dem gut zwölf Kilometer langen Fußmarsch von Sinzig bis zum Jugendgästehaus in Bad Neuenahr-Ahrweiler, für viele Kinder eine erhebliche Herausforderung. „So weit bin ich noch nie gewandert“, war dann auch aus so manchem Kindermund zu hören.

Gruppenspiele wie die „Sumpfüberquerung“ oder der „Regenrinnenparcours“ gerieten in dem eher feuchten Novemberwetter zwar zu einer besonderen Herausforderung, die aber alle Gruppen am Ende mit Bravour und viel Spaß meisterten. Bei der Nachtwanderung gab es noch eine kleine Mutprobe zu bewältigen und so fielen Kinder; betreuende ältere Schüler und Lehrer am Ende eines jeden Tages erschöpft aber stolz ins Bett.

Den inneren Schweinehund besiegen

Genau dieses Gefühl, stolz sein zu können auf gemeinsam gelöste Probleme, darauf den eigenen „inneren Schweinehund“ besiegt zu haben und sich trotz persönlicher Ängste und Unsicherheiten auf Herausforderungen einzulassen, steht im Zentrum der erlebnispädagogisch ausgerichteten Begegnungstage. Dies stärkt nicht nur nachhaltig das Gemeinschaftsgefühl in der Klasse, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag zur eigenen Persönlichkeitsbildung. Orientierungsstufenleiterin Antje Hinrichs: „Die Erkenntnis, dass nicht jeder alles können muss, aber dass mit etwas Zutrauen und gegenseitiger Hilfe auch schwierige Situationen überwunden werden können, trägt oft weit in den Schulalltag hinein.“

Besondere Erfahrungen

Besonders kann man diese Erfahrung beim „Spinnennetz“ machen, einer Herausforderung, die sich nur dann erfolgreich meistern lässt, wenn die ganze Klasse gemeinsam nach Lösungen sucht und diese dann im wahrsten Sinne des Wortes „mitträgt“. Leicht ist das nicht und so dauert es in der Regel auch eine gute Stunde, bis der letzte Schüler das Hindernis ohne in den Klebefäden hängen zu bleiben überwunden hat. Dabei lernen die Schülerinnen und Schüler ganz automatisch, Misserfolge als notwendige Schritte zur Lösung zu sehen und auch Frustrationstoleranz lässt sich so spielerisch trainieren. Hinrichs: „Nun gilt es, das gemeinsam Erlebte und Gelernte auf den Schulalltag zu übertragen und weiter zu führen. Die ersten Schritte auf dem Weg zu einer erfolgreichen Schullaufbahn sind gemacht.“

Beim Spinnennetz lernten die Kinder, dass man mit Zutrauen und gegenseitiger Hilfe fast jede Aufgabe bewältigen kann. Foto: Privat

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