SC Bad Bodendorf spielte gegen Westum II
Unterhaltsames Derby endet torlos
Bad Bodendorf. Der SC Bad Bodendorf traf im heimischen Ahrstadion auf den ambitionierten Aufsteiger aus Westum. Gegen die A-Klassen-Reserve standen die Vorzeichen zunächst denkbar schlecht. Durch viele Langzeitverletzte konnte Coach Rolf Seiler lediglich auf einen arg dezimierten Kader zurückgreifen, während Westum II nahezu aus dem Vollen schöpfte.
Den ungünstigen Vorzeichen zum Trotz begann der SC Bad Bodendorf das Derby ohne langes Zögern und verbuchte bereits in der 2. Spielminute eine hochkarätige Chance durch Flügelspieler Jörg Kattner. Die Hintermannschaft der Gäste hatte im Anschluss an einen Ballgewinn das Spielgerät nur unsauber aus dem eigenen Sechzehner befördert, wo der Ball dann ein gefundenes Fressen für Andreas Knechtges darstellte. Mit einem direkten Flachpass brachte er Jörg Kattner in aussichtsreiche Schussposition, aus der er jedoch in SG-Keeper Torsten Hüppen seinen Meister fand. Auch im Anschluss an diesen Hochkaräter wirkten die Hausherren wacher und präsenter in den direkten Duellen, ohne dieses Plus jedoch in Tormöglichkeiten ummünzen zu können. Nach etwa 20 Minuten begann auch die Westumer Reserve verstärkt Anteil am Spielgeschehen zu nehmen. In der Schlussviertelstunde des ersten Spielabschnittes verfügte die SG Westum II über ein wenig mehr Spielanteil, als die SCB-Truppe, wobei beide Teams bei eigenem Ballbesitz diesen viel zu leichtfertig wieder herschenkten. Wirklich zwingende Torchancen waren über weite Strecken auf beiden Seiten Mangelware, aber dennoch sahen die zahlreichen Zuschauer ein intensives, schnelles B-Klassenspiel mit vielen direkten Duellen.
Die zweite Hälfte startete weniger ereignisreich, als die erste Halbzeit und beide Mannschaften neutralisierten sich über weite Strecken im Mittelfeld. Die Hintermannschaften hatten sich jeweils sehr gut auf die Gegebenheiten der Offensivspieler eingestellt. Nach etwa 60 absolvierten Spielminuten produzierten die Spieler des SC Bad Bodendorf in Defensivzweikämpfen eine Reihe unnötiger Fouls in aussichtsreichen Positionen. Ein Großteil der daraus resultierenden, ruhenden Bälle wurde von Torhüter Neil Villaman Vasquez oder den Verteidigern souverän verteidigt. Die Seiler-Truppe ihrerseits wurde, wie schon im ersten Durchgang, hauptsächlich nach schnellem Umschalten im Anschluss an einen Ballgewinn im Mittelfeld gefährlich. Die Zuschauer in der Schlussphase stellten sich langsam aber sicher auf ein Remis ein. In den letzten Spielminuten verflachte das Niveau der Partie und so trudelte das Spiel torlos dem Ende entgegen. Referee Markus Jüris beendete das enge und intensive, aber jederzeit faire Derby pünktlich und so mussten sich beide Teams mit nur einem Zähler zufrieden geben.
Fazit: Natürlich heißt es landläufig so schön: „In einem Derby herrschen eigene Gesetze“, aber dennoch ist dieser Punkt den ersatzgeschwächten SCB-Akteuren hoch anzurechnen. Gegen eine Westumer Zweitvertretung, die aufaddiert über ein Vielfaches an A-Klassen-Erfahrung im Vergleich zur Bad Bodendorfer Mannschaft verfügte, zeigte man eine solide und vor allem defensiv weitgehend stabile Leistung. Auch wenn die kurzfristigen Ausfälle vor allem die Variabilität im Offensivbereich einschränkte, sprangen die Ersatzleute in teils ungewohnten Rollen toll in die Bresche und sorgten für beachtliche Gefahrenmomente in und um den Westumer Strafraum. Letztendlich ein verdienter Punkt gegen einen Gegner, mit dem im oberen Tabellendrittel zu rechnen sein wird.
Ausblick:
Am Sonntag reist die Seiler-Truppe zum Tabellenführer. Voraussichtlich auf dem Rasenplatz in Antweiler wird man dann um 14.30 Uhr auf die SG Oberahrtal treffen. Hinter zahlreichen Bad Bodendorfer Akteuren steht verletzungsbedingt ein Fragezeichen, während der Abschied von Jörg Kattner vorläufig endgültig ist. In Anbetracht der Personalsituation sind die Rollen klar verteilt und neben einer gehörigen Portion Glück wird die Unterstützung zahlreicher Zuschauer nötig sein, um den Favoriten zumindest ein bisschen zu ärgern.
Für den SC Bad Bodendorf im Einsatz waren: Neil Villaman Vasquez - Sascha Schütter, Paulo Carvalho, Marc Füllmann (71. Thomas Paul) - Matthias Schmickler, Christian Richard, Andreas Knechtges©, Andreas Strohe, Björn Fiege, Jörg Kattner - André Suckow.
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