Allgemeine Berichte | 04.01.2016

Der Eifelverein Sinzig wanderte von Weißenthurm nach Mayen

Vom Rhein zur Eifel

In zwei Etappen auf dem Rhein-Kyll-Weg unterwegs gewesen

Unweit der Rauschermühle legte die Wandergruppe eine Rast ein. privat

Sinzig. Eine abwechslungsreiche Strecke hatte Wanderführer Guido Reckhaus vom Sinziger Eifelverein für zwei Etappen auf dem Rhein-Kyll-Weg ausgewählt. Los ging es mit der ersten Teilstrecke in Weißenthurm, wo die Nette in den Rhein mündet. Der kleine Eifelfluss ist rund 59 Kilometer lang und begleitete die Eifelfreunde auf beiden Etappen. Gleich zu Beginn der ersten Wanderung streifte die Gruppe den Ort Miesenheim und erreichte dann den Vulkanpark an der Rauschermühle, wo die Nette zwischen großen Basaltbrocken über Felsen talwärts rauscht. Ganz in der Nähe befindet sich das interessante Informations-Zentrum des Vulkanparks mit zahlreichen Exponaten. Die Wanderer folgten nun weiter dem Nettetal und genossen hinter Plaidt einen eindrucksvollen Blick auf die Burgruine Wernerseck, deren Turm erst vor kurzem restauriert worden war. Auf dem weiteren Weg entlang der Nette kamen die Tourengänger an mehreren Mühlen vorbei. Schließlich lag Ochtendung vor den Wanderfreunden, die damit das Ziel der ersten Etappe erreicht hatten. Vierzehn Tage später nahm man den zweiten Teilabschnitt der Strecke in Angriff, der von Ochtendung nach Mayen führte. Wieder ging es ins Nettetal, wo der Fluss aufgrund der vorangegangenen Regenfälle recht viel Wasser führte. Auch auf diesem Teilstück an der Nette entlang wanderten die Eifelfreunde an ein paar ehemaligen Mühlen vorbei, darunter die Flöcksmühle, die bewohnt ist. Links und rechts des Tales erhoben sich hier und da Schieferfelsen; Flussauen und kleine Wäldchen wurden durchstreift. An den Hängen zeigten sich schon häufiger die blassgrünen Blätter und Knospen der Nieswurz. Einige Zeit später lag dann der kleine Ort Trimbs mit seiner Pfarrkirche vor den Eifelfreunden. Schließlich brachte sie nach einer Weile ein steiler Anstieg auf den Katzenberg, der sich unweit einer großen Schiefergrube erhebt. Von der Anhöhe hat man bei gutem Wetter einen weiten Panoramablick auf die Stadt Mayen und das Umland. Hier auf diesem Hügel kann man auch die rekonstruierten Wehrmauern einer spätrömischen Höhenbefestigung besteigen und in einer geräumigen Hütte rasten. Die Eifelmetropole Mayen wurde an diesem Tag nur an der Peripherie durchquert. Mit dem Bus fuhr die Gruppe von Mayen-Ost nach Ochtendung, wo die Wanderer wieder in Privat-Pkws umstiegen und in Fahrgemeinschaften nach Hause fuhren. Wanderer, die bei beiden Touren dabei waren, zeigten sich begeistert vom idyllischen Nettetal und dem gut markierten Wanderweg, der sie vom Rhein entlang der Nette bis nach Mayen geführt hatte.

Gerd Lüttgen, Eifelverein Sinzig

Unweit der Rauschermühle legte die Wandergruppe eine Rast ein. Foto: privat

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