Allgemeine Berichte | 13.07.2014

Der Eifelverein Sinzig war bei Höhr-Grenzhausen unterwegs

Wandern im Kannenbäckerland

Inn Grenzau startete die Tour im Kannenbäckerland.  Privat

Sinzig. Das Kannenbäckerland liegt im Westerwald im Gebiet von Höhr-Grenzhausen. Seinen Namen hat es von den Töpfereien, die dort aus Ton Töpfe und Kannen, Geschirr und Skulpturen herstellen. In dieser Region zeigte Wanderführer Wilfried Arenz vom Sinziger Eifelverein 21 Wanderern den vom Deutschen Wanderinstitut als Premiumweg anerkannten Brexbachschluchtweg. Auch unter den Teilnehmern in dieser Eifelvereins-Gruppe waren viele Fußballfans, von denen einige Wanderinnen sogar ihre Rucksäcke mit schwarz-rot-goldenen Fähnchen geschmückt hatten. Trotz einiger Regenschauer waren die Eifelfreunde gut gelaunt und unternehmenslustig. Die Tour startete im malerischen Ort Grenzau mit seinen hübschen Fachwerkhäusern, Blumen und Figuren aus Ton, wo es gleich zu Beginn an der trutzigen Burgruine und dem Felsvorsprung Kaiserstuhl vorbeiging. Nach einem Abstieg erreichte die Gruppe den lustig plätschernden Brexbach, dem sie einige Zeit lang durch ein waldreiches Tal folgte. Einmal wurde sie von ein paar Wanderern mit dem Ausruf: „Hui, Wäller!“ begrüßt, auf den man mit „Allemol!“ antwortet. Hin und wieder stießen die Wanderfreunde auf Schienen und Viadukte der ehemaligen Brexbachtalbahn. Auch ein Tunnel dieser Bahn lag am Wegesrand. An den Hängen blühten zahlreich Glockenblumen und Margeriten, reife Himbeeren luden zum Naschen ein, häufig wurde der Bach von der munteren Schar auf kleinen Brückchen überquert. Schließlich ging es bergan zum Teufelsberg. Vom höchsten Punkt bot sich eine eindrucksvolle Fernsicht über den Westerwald und bis jenseits des Rheins in Eifel und Neuwieder Becken. Der Weg verlief bald an der Ortschaft Nauort vorbei, breitere Wiesenwege führten dann zum schmucken Dorf Alsbach. Hier stärkten sich die Eifelfreunde im Dorfgemeinschaftshaus mit Kaffee und Kuchen. Wanderführer Wilfried Arenz hatte mit den fleißigen Helfern dort schon bei der Vorwanderung Kontakt aufgenommen, und diese Einkehr arrangiert. Mit frischer Kraft wanderte die Gruppe über Feldwege zwischen wogendem, reifendem Korn, vorbei an Wiesen mit duftigem Heu. Auch hier bot sich wieder eine Fernsicht bis weit hinüber zu den höchsten Bergen des Westerwaldes. Gegen Ende der Wanderung waren dann noch einmal ein paar kleinere Auf- und Abstiege zu bewältigen, die den Weg aber abwechslungsreich machten, bis schließlich der historische Bahnhof von Grenzau passiert wurde. Nach einem weiteren Kilometer durch das schöne Grenzau, waren die Wanderer wieder am Ausgangspunkt, wo sie am Morgen losmarschiert waren. Diese Tagestour im Kannenbäckerland, wo der Eifelverein selten unterwegs ist, hatte viel Abwechslung und Wanderspaß geboten. Eine Mitwanderin meinte überzeugend: „In diesem Gebiet möchte ich gern öfter mal wandern gehen!“ Informationen über geplante Wanderungen des Eifelvereins Sinzig findet man in dieser Zeitung und im Internet unter www.ev-sinzig.de.

Inn Grenzau startete die Tour im Kannenbäckerland. Foto: Privat

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Imageanzeige
Dauerauftrag Imageanzeige
Dauerauftrag 2026
Dauerauftrag 2026
Anzeige Andernach schmeckt
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel
Ein Fahrzeug fuhr aus bislang ungeklärter Ursache von der Bismarckstraße kommend über die Breitestraße/Beckstraße in die gegenüberliegende Fußgängerunterführung.
1102

Andernach. Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich am Donnerstag, den 09.07.2026, gegen 10:50 Uhr in der Innenstadt von Andernach. Ein Fahrzeug fuhr aus bislang ungeklärter Ursache von der Bismarckstraße kommend über die Breitestraße/Beckstraße in die gegenüberliegende Fußgängerunterführung. Bei dem Unfall wurden mindestens zwei Personen verletzt.BA

Weiterlesen

Ein Symbol für einen besonderen Menschen: Seinen Einkaufswagen schob Rudolf Schwab Tag für Tag durch Sinzig, half, wo Hilfe gebraucht wurde, und sorgte mit großem Engagement für Sauberkeit und Ordnung.
509

Engagierter Bürger Sinzig

Nachruf auf Rudolf Schwab

Sinzig. Mit großer Trauer nehmen wir Abschied von Rudolf Schwab, einem Menschen, der über viele Jahre das Gesicht unserer Stadt mitgeprägt hat – nicht durch laute Worte oder großes Aufsehen, sondern durch sein tägliches, selbstloses Handeln.

Von Reiner Friedsam aus Sinzig

Weiterlesen