Allgemeine Berichte | 22.09.2014, 17:56 Uhr

Eifelverein Sinzig durchstreifte das Godesberger Ländchen

Wandern mit Kultur verknüpft

Unweit des Venner Bachs schlängelte sich ein Wiesenweg.privat
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Sinzig. Eine Wanderung mit einer ganzen Reihe kultureller Höhepunkte stand am vergangenen Samstag auf dem Programm des Sinziger Eifelvereins.

Trotz der Regenprognose konnte Wanderführer Guido Reckhaus am Sinziger Bahnhof zehn Wanderer begrüßen. Mit der Bahn ging es bis Bad Godesberg. In Bahnhofsnähe beginnt der ausgedehnte Bad Godesberger Kur- und Redoutenpark. Einst für den Adel geschaffen, bietet er heute Erholung für jedermann mit seinen wunderschönen, prächtigen Bäumen, Anlagen und Weihern.

Bemerkenswert sind dort die Kurfürstenquelle, der Bismarckturm und die Redoute, die im 18. Jahrhundert auf Veranlassung von Erzbischof und Kurfürst Max Franz erbaut wurde und den höfischen Gästen als Gesellschaftshaus diente.

Durch diese Eindrücke gut auf die Wanderung eingestimmt, zeigte der Wanderführer den Eifelfreunden den Weg zum früheren Kloster Marienforst, das bereits im 13. Jahrhundert erwähnt wurde. Heute befindet es sich in Privatbesitz.

Noch erfreute sich die Gruppe am Sonnenschein, als sich ein Pfad am Venner Bach entlangschlängelte und schließlich der Venner Ringwall erreicht wurde, der auf das frühe Mittelalter datiert wird. Umgeben von Palisaden, diente die Befestigungsanlage als Fliehburg. Vorbei am Hermann-Löns-Gedenkstein wurde ein Stück des Kottenforstes durchquert und Friesdorf erreicht, wo die Wanderfreunde das historische Turmhaus passierten, das als eines der ältesten erhaltenen Wohnhäuser des Rheinlandes gilt.

Auch geschichtlich von hohem Interesse ist der alte Klufterhof, der nach einem Brand im 17. Jahrhundert wieder aufgebaut wurde. Beide Objekte sind sehr malerisch.

Nun ging ein leichtes Gewitter nieder, aber die Wanderer waren gut mit Jacken und Schirmen ausgerüstet und blieben heiter und gelassen. Über den Godesberger Burgfriedhof gelangte die Gruppe zur barocken Michaelskapelle, wo gerade eine Trauung vollzogen wurde, weshalb das Gotteshaus nicht besichtigt werden konnte. Es folgte ein Anstieg zur Godesburg: Der 32 Meter hohe Bergfried gewährt einen fantastischen Rundblick. Die Burg wurde Anfang des 13. Jahrhunderts errichtet und sollte die Südgrenze des Erzbistums Köln schützen. Als dann die Innenstadt und der Theaterplatz erreicht wurden, gönnten sich die Eifelfreunde nach der langen Wanderung und so viel Kultur erst einmal eine Einkehr. Während die Wanderer gemütlich bei Kaffee und Kuchen saßen, entlud sich ein starkes Gewitter. Als sie anschließend wieder durch den Kurpark Richtung Bahnhof marschierten, hatte es aufgeklart. Die Sonne schien erneut.

Ein abwechslungsreicher Wandertag endete so, wie er begonnen hatte.

Unweit des Venner Bachs schlängelte sich ein Wiesenweg.Foto: privat

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