Pänz der Sinziger Regenbogenschule erkundeten den Wochenmarkt
Zwischen Flönz, Bückling und der Familie „Frisch und fruchtig“
Sinzig. „Fischstäbchen wachsen an Sträuchern auf dem Meeresgrund“, es gibt Antworten aus dem Kindermund, die selbst einen erfahrenen Pressesprecher wie Sinzigs Johannes Büchel noch sprachlos machen können. Denn just diese Antwort erhielt der Mann aus dem Sinziger Rathaus auf seine Frage, ob es einen Unterschied zwischen Fisch (mögen wir nicht) und Fischstäbchen (ganz lecker) gebe. „Up de Maat“ ging es für fast 100 Kinder der ersten Klassen und aus dem Schulkindergarten. Zwischen Flönz, Bückling und Sonnenblumenhonig sorgten gleich zwei Gruppen der Grundschule Regenbogenschule für eine turbulente Belebung des Marktgeschehens. Bei einer kleinen Führung entlang der Marktstände war eine Mischung zwischen Ernährungslehre und Heimatkunde angesagt. Die Aktion wird von der Stadt Sinzig und der Regenbogenschule übrigens in jedem Jahr durchgeführt. Und so erwiesen sich die 21 Erstklässler der Klasse 1 C von Lehrerin Angelika Kallenbach ebenso putzmunter, wie wissbegierig.
Und auf dem Markt gab es natürlich viel zu entdecken. So bei der Familie „Frisch und fruchtig“, die Bezeichnung der Schüler für den großen Obststand auf dem Sinziger Wochenmarkt. Produkte aus der Region, Äpfel von der Grafschaft oder aus Franken etwa. „Die roten Trauben kommen von der Ahr, die Weißen aus Italien“, war da zu erfahren. Und es ließ sich auch klären, dass es sich beim goldenen Glanz in den gut gekühlten Auslagen des Fischstandes um Bücklinge und geräucherte Makrelen handelte und nicht etwa um Goldfische. Beim Brotstand der „Demeter“ konnten die interessierten kleinen Wochenmarktforscher ein leckeres Brötchen ergattern. Heimatkundlich durchaus fit konnte die kleine „Laufkundschaft“ die Bezeichnung „Flönz“ durchaus einer Blutwurst zuordnen.
Die Blutwurst für die Pfanne, die nicht nur in Sinzig schlicht unter „Füllses“ auf dem Wochenmarkt bei der Löhndorfer Metzgerei Gemein als traditionelle Spezialität gehandelt wird, war dann aber längst nicht mehr so geläufig. Johannes Büchel sowie die Markthändler hatten in jedem Fall eine ganze Menge zu erklären. Der Schulunterricht zum Anfassen erwies sich in jedem Fall als ebenso informativ wie spaßig. Besucht wurde auch der Info-Stand der Sinziger Fair-Trade Initiative. Für die alle Marktbesucherinnen gab es da übrigens eine Rose aus fairem Anbau, wie Florist Jürgen Meyer sei schon seit drei Jahren verkauft.
