Lokalsport | 25.01.2023

LG Rhein-Wied

13 Titel bei Landeshallenmeisterschaften gewonnen

Robin Franz gelangen hohe (1,80 Meter) und weite (6,41 Meter) Sprünge auf die Plätze drei (Zweiter im LVR) beziehungsweise eins. Foto: Dieter Lösch/LG Rhein-Wied

Neuwied. Nach dem bereits erfolgreichen Abschneiden der Jugend U18 vor einer Woche haben die Aktiven und U20-Leichtathleten der LG Rhein-Wied bei der rheinland-pfälzischen Hallenmeisterschaft mit separater Rheinland-Wertung in Ludwigshafen noch einen drauf gesetzt. Sage und schreibe 57 Medaillen gingen an die Rhein-Wieder. 13 Athleten dürfen sich frischgebackener Landes-, sogar derer 17 Verbandsmeister nennen.

Männer/Frauen: In Mannheim waren Pascal Kirstges, Lennert Kolberg und Reiko van Wees schon schnell, in Ludwigshafen steigerten sich die Sprinter erneut. Kirstges stellte bei seinem 60-Meter-Titellauf den vor drei Jahren in Sindelfingen erzielten Hausrekord von 6,84 Sekunden ein, Silbermedaillengewinner Lennert Kolberg steigerte sich auf 6,87 Sekunden und verbesserte seine persönliche Bestleistung damit genauso wie der Rheinland-Dritte Reiko van Wees (7,05). Umgekehrt sah die Reihenfolge diesmal auf der Hallenrunde aus: Kolberg gewann mit seiner zweiten Bestleistung des Tages (21,62 Sekunden) vor Kirstges (21,96). Das ewig junge Duell bestimmte den Kugelstoß: Dennis Lukas hatte gegenüber Leon Schwöbel (17,08 Meter) dabei die Nase vorn. Schwöbel und Kolberg erfüllten mit ihren Leistungen die B-Norm für die Deutschen Meisterschaften, welche Kirstges bereits in der Tasche hat. LG-Neuzugang Leon Mürtz komplettierte das Abschneiden bei den Männern mit Platz drei in der LVR-Wertung über 60 Meter Hürden. Die Uhr blieb nach einem Sturz bei 16,21 Sekunden stehen. Anschließend musste er einen dabei erlittenen Bruch des Ellenbogen operativ versorgen lassen.

Die erhofften Ergebnisse lieferten auch die schnellen Frauen ab: Lena Brunnhübner erreichte eine Saisonbestleistung von 7,57 Sekunden, sodass sie die 60 Meter für sich entschied, und über die Hürden war erneut nicht am Thron von Viktoria Müller zu rütteln (8,46 Sekunden). Bei den Rheinlandmeisterschaften belegte Kira Roscher mit zwei Hausrekorden (8,06 Sekunden über 60 Meter und 26,19 Sekunden über 200 Meter) zweimal Rang zwei, Anesa Suta sicherte jeweils Bronze (8,22 und 27,26 Sekunden). Das einzige Ergebnis im Nicht-Lauf-Bereich liest sich ebenfalls erfreulich: Lena Brunnhübner schloss die Weitsprung-Entscheidung als Rheinland-Pfalz-Zweite und Rheinland-Erste ab (5,58 Meter).

Als belohnende Anerkennung für ihre guten Leistungen in dieser Hallensaison erhielt Viktoria Müller eine Einladung zum CMCM Indoor Meeting (World Athletics Indoor Tour – Bronze Level) in Luxemburg, wo die Hürdensprinterin ihre in Saarbrücken aufgestellte Jahresbestleistung beinahe bestätigte. Müller wurde mit 8,37 Sekunden gestoppt und somit nur eine Hundertstelsekunde langsamer als im Saarland. In der aktuellen deutschen Hallenbestenliste liegt die 26-jährige Hürdensprinterin auf dem vierten Platz.

Jugend U20: Auf den kurzen Strecken gab es einmal mehr kein Vorbeikommen an der Rhein-Wieder Fraktion, die über 60 Meter, 200 Meter und 60 Meter Hürden jeweils Rheinland-Doppelsiege feierte. Sina Ehrhardt dominierte die flachen Sprintstrecken als zweifache Landesmeisterin mit zwei Hausrekorden von 7,80 beziehungsweise 25,29 Sekunden. Direkt hinter ihr lagen im LVR-Ranking über 60 Meter Vivien Ließfeld (7,92 Sekunden, persönliche Bestleistung, gleichzeitig Rheinland-Pfalz-Dritte) und über die Hallenrunde Miriam Rühle (26,41). Auch Vivien Ließfeld sollte ihre Titel bekommen. Sie entschied den Weitsprung mit 5,40 Metern und einem Zentimeter Vorsprung knapp für sich. Über 60 Meter Hürden sprintete Ließfeld so schnell wie noch nie in 9,23 Sekunden zu Gold, Marie Böckmann wurde ebenfalls mit Bestleistung Zweite (10,31). Auch als neue Hochsprung-Titelträgerin (1,60 Meter) und Kugelstoß-Rheinlandmeisterin (Rheinland-Pfalz-Zweite) mit einer Weite von 10,15 Metern stellte sie ihre Vielseitigkeit unter Beweis. Ehrhardt, Rühle, Ließfeld und die 400-Meter-Zweite Irina Fischbach (59,56 Sekunden) gewannen als schnelles Quartett nicht unerwartet die Entscheidung über 4x200 Meter in 1:44,16 Minute. Die Qualifikation zur DM gab es inklusive. Auf dem dritten Platz wurde Marie Zerwes heimisch: In beiden Hochsprung-Wertungen (1,60 Meter) und im Weitsprung der Rheinländer (4,78 Meter) schloss sie dort ab.

Im männlichen Bereich war das Rhein-Wied-Aufgebot mit vier Teilnehmern kleiner, aber nicht minder erfolgreich. Eric Kreuter gewann über 400 Meter (51,87 Sekunden), Robin Pluymackers entschied die doppelt so lange Distanz souverän für sich (2:03,17 Minuten), Robin Franz (Foto: Dieter Lösch) gelangen hohe (1,80 Meter) und weite (6,41 Meter) Sprünge auf die Plätze drei (Zweiter im LVR) beziehungsweise eins. Weil Paul Jacobi als bester rheinländischer Stabhochspringer abschloss (3,80 Meter), erhielten alle vier mindestens eine Einzelmedaille. Gemeinsam ging’s in die Staffel, die nach 1:34,60 Minute Platz zwei belegte,

Die Ergebnisse aus Ludwigshafen im Überblick

Männer, 60 Meter: 1. (Rheinlandwertung: 1.) Pascal Kirstges 6,84 Sekunden; 2. (2.) Lennert Kolberg 6,87; 6. (3.) Reiko van Wees 7,05; 8. (4.) Florian Raadts 7,07. 200 Meter: 1. (1.), Kolberg 21,62 Sekunden; 2. (2.) Kirstges 21,96. 60 Meter Hürden: 7. (3.) Leon Mürtz 16,21 Sekunden. Kugelstoß: 2. (2.) Leon Schwöbel 17,08 Meter.

Frauen, 60 Meter: 1. (1.) Lena Brunnhübner 7,57 Sekunden; 5. (2.) Kira Roscher 8,06; 6. (3.) Anesa Suta 8,22. 200 Meter: 4. (2.) Roscher 26,19 Sekunden; 5. (3.), Suta 27,26. 60 Meter Hürden: 1. (1.) Viktoria Müller 8,46 Sekunden. Weitsprung: 2. (1.) Brunnhübner 5,58 Meter.

Männliche Jugend U20, 400 Meter: 1. (1.) Eric Kreuter 51,87 Sekunden; 6. (4.) Paul Jacobi 53,31. 800 Meter: 1. (1.) Robin Pluymackers 2:03,17 Minuten. 4x200 Meter: 2. (1.) Franz/Pluymackers/Jacobi/Kreuter 1:34,60 Minute. Hochsprung: 3. (2.) Franz 1,80 Meter. Stabhochsprung: 7. (1.) Jacobi 3,80 Meter. Weitsprung: 1. (1.) Franz 6,41 Meter.

Weibliche U20, 60 Meter: 1. (1.) Sina Ehrhardt 7,80 Sekunden; 3. (2.) Vivien Ließfeld 7,92; im Vorlauf: Miriam Rühle 8,20; Marie Zerwes 8,28; Lea Kuppert 8,33. 200 Meter: 1. (1.) Ehrhardt 25,29 Sekunden; 4. (2.) Rühle 26,41. 400 Meter: 2. (2.) Irina Fischbach 59,56 Sekunden; 7. (5.) Emily Ateschrang 1:08,27 Minute. 60 Meter Hürden: 1. (1.) Ließfeld 9,23 Sekunden; 2. (2.) Marie Böckmann 10,31. 4x200 Meter: 1. (1.) Ehrhardt/Fischbach/Rühle/Ließfeld 1:44,16 Minute. Hochsprung: 1. (1.) Marie Böckmann 1,60 Meter; 3. (3.) Zerwes 1,45. Weitsprung: 1. (1.) Ließfeld 5,40 Meter; 7. (3.) Zerwes 4,78. Kugelstoß: 2. (1.) Böckmann 10,15 Meter.

Robin Franz gelangen hohe (1,80 Meter) und weite (6,41 Meter) Sprünge auf die Plätze drei (Zweiter im LVR) beziehungsweise eins. Foto: Dieter Lösch/LG Rhein-Wied

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