Lokalsport | 15.05.2017

Fighting Farmers Montabaur

16 Rogawski-Punkte ebnen den Weg zum Auswärtssieg bei den Pirates

Pascal Rogawski, hier bei einem Fieldgoal gegen Darmstadt in der Vorwoche, steuerte in Frankfurt 16 Punkte zum Sieg bei. Fighting Farmers Montabaur/fischkoppMedien

Montabaur. Der nächste Schritt ist gemacht. Ein wichtiger, denn die Aufgabe war alles andere als einfach. Die Fighting Farmers aus Montabaur springen mit dem zweiten Saisonsieg an die Tabellenspitze der Regionalliga Mitte, standen sich beim 32:20 (0:14, 12:3, 0:8, 8:7)-Erfolg bei den Frankfurt Pirates aber phasenweise selbst im Weg. Erfolgreichster Scorer im Team der Westerwälder war Pascal Rogawski, der die Hälfte der Punkte (16) auf das Scoreboard brachte.

„Ganz ehrlich, das nervt mich schon“, sagte Sebastian Haas mit Blick auf die Partie. Der Headcoach hatte einen guten Start seiner Mannschaft gesehen. Da war zunächst ein Touchdown-Lauf von Running Back Zain Gower (6 Yards) zum 6:0. Dass die Two-Point-Conversion (Haas: „Haben wir oft ausgespielt, weil wir damit unsere physische Präsenz unterstreichen wollten.“) nicht funktionierte, klang wenig dramatisch. Zumal wenig später der nächste Touchdown folgte nach Pass von Quarterback Christian Baader auf Markus Wenning (25 Yards). Samt diesmal gelungener Two-Point-Conversion von Matthias Pitsch führte Montabaur nach dem ersten Quarter mit 14:0.

Der perfekte Nährboden für eine der größten Schwächen der Westerwälder: „Wir liegen früh vorne und denken dann, wir können einen Gegner wie Frankfurt auf die leichte Schulter nehmen“, sagte Haas. Das geht aber nicht. Zum Beweis reicht der Blick auf das zweite Quarter, in dem die Pirates mit zwei langen Touchdown-Pässen auf 12:14 herankamen. „Da war dann wieder der Schlendrian drin“, ärgerte sich Haas. „Da erwarte ich einfach mehr von der Mannschaft.“ Die brachte mit Pascal Rogawski noch ein Fieldgoal auf das Scoreboard und ging mit einer 17:12-Führung, aber nicht überglücklich in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel bekam man die Gastgeber wieder besser in den Griff, soweit man bei vier starken US-Imports im Team der Hessen von „in den Griff bekommen“ sprechen kann. „Das sind schon wirklich richtig gute Athleten. Die werden auch andere Teams noch vor größere Probleme stellen.“ Obendrein versuchte es Frankfurt mit unorthodoxen Plänen. So wurde jeder Kick als Onside-Kick ausgeführt, was nur im letzten Quarter einmal zu Ballbesitz für die Hessen führte. Ansonsten brachte man sich in schöner Regelmäßigkeit selbst und freiwillig in eine schlechtere Feldposition.

Montabaur wusste das noch zwei Mal zu nutzen, und beide Male war Receiver Pascal Rogawski erfolgreich. Einmal mit einem kurzen Lauf aus fünf Yards (Zusatzpunkte Matthias Pitsch), einmal aus zwei Yards Distanz (Zusatzpunkt ebenfalls Rogawski). Machte in der Summe 32 Zähler für die Farmers. Das reichte zum am Ende doch noch deutlichen Erfolg, weil die Hessen auf der Gegenseite nur noch auf 20:32 verkürzen konnten.

„Unterm Strich ist es natürlich sehr gut, dass wir das Spiel gewonnen haben“, sagte der Headcoach. Aber es blieben, wie schon nach dem Auftaktsieg gegen Darmstadt, auch dieses Mal Hausaufgaben übrig. An denen gilt es nun zu arbeiten, denn schon am kommenden Samstag steht das nächste Spiel an. Dann treffen die Farmers um 16 Uhr im heimischen Mons-Tabor-Stadion auf den starken Aufsteiger Kassel Titans. Die Hessen hatten ihr Heimspiel gegen die Frankfurt Pirates ebenfalls gewonnen und waren zuletzt auch auswärts bei den Kaiserslautern Pikes erfolgreich. Es wird also zum Duell Spitzenreiter (Montabaur) gegen Verfolger (Kassel) kommen - das macht die Sache noch reizvoller, als sie ohnehin schon ist.

Der Ausblick

Samstag, 20. Mai, 16 Uhr: Fighting Farmers Montabaur vs Kassel Titans

Pressemitteilung

Fightng Farmers Montabaur

Pascal Rogawski, hier bei einem Fieldgoal gegen Darmstadt in der Vorwoche, steuerte in Frankfurt 16 Punkte zum Sieg bei. Foto: Fighting Farmers Montabaur/fischkoppMedien

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