Bei „Rad am Ring“ starteten fast 10.000 Sportler
24 Stunden in der Grünen Hölle
Wo alles begann: Der junge Verein „Team flott.“ gründete sich 2014 nach erfolgreicher Teilnahme am 24h-Radmarathon
Nürburg. Welcher Motorsport-Fan kennt sie nicht die legendäre Nordschleife und die zurzeit wohl populärste Motorsportveranstaltung auf dem Kurs durch die Eifelwälder, das 24-Stunden-Rennen für Tourenwagen. Ende Juni hatten wieder Zehntausende Fans, begleitet vom Dröhnen der PS-Boliden die Nacht zum Tage gemacht. Auch am vergangenen Wochenende wurde am Ring die Nacht erneut zum Tag. Dabei verzauberten aber nicht die Motorengeräusche die Fans, sondern das leise Surren der Fahrradketten von den Teilnehmern des 24h-Radmarathons bei „Rad am Ring“. Fast 10.000 radsportbegeisterte Teilnehmer lockten auch in diesem Jahr wieder die verschiedenen Raddisziplinen in die „Grüne Hölle“.
Bereits am Freitagabend wurde die 17. Ausgabe des Radsportevents mit einem Zeitfahren über die Nordschleife eröffnet. Am Samstagvormittag folgten die Rennen der Mountainbiker, bevor ab 12.30 Uhr das Startfeld der Jedermannrennen über 25, 75 und 150 Kilometer in die Pedale traten. Das 24h-Langstreckenevent für Rennrad und Mountainbike bildete mit rund 6.000 Athleten auch in diesem Jahr das Herzstück der Veranstaltung. Während es für die Straßenradfahrer hieß, die 25 km auf der Nordschleife mit Teilen des GP-Kurses so oft wie möglich in den 24 Stunden zu umrunden, war die Strecke der 24-Stunden-Mountainbiker mit rund 8 km zwar um ein Drittel kürzer, aber auch nicht weniger anspruchsvoll. Sie führte nach einem kurzen Abstecher über die Grand Prix-Strecke hoch zur historischen Nürburg und teilweise über Singletrails zurück zur Rennstrecke.
Die „Grüne Hölle“macht ihrem Namen alle Ehre
Hatte der Sommer in der Woche vor der Veranstaltung die Region noch fest im Griff, schlug das Wetter am Samstag um. Während die Teilnehmer der Jedermannrennen noch weitestgehend vom Wetterumschwung verschont blieben, stellte der Regen für die Athleten der beiden 24h-Rennen über fast zweidrittel der Renndistanz eine zusätzliche Herausforderung dar. Was tagsüber eine Herausforderung war, wurde in der Nacht durch den Regen zu einem richtigen Abenteuer. Besonders die Abfahrten mit Geschwindigkeiten von um die 100 km/h stellten bei diesen Bedingungen eine zusätzliche Anforderung an das fahrerische Können der Rennradfahrer. Unvermeidbar auch der Anstieg zum Streckenabschnitt „Hohe Acht“ mit bis zu 17 Prozent Steigung. Spätestens hier wurde auch für viele der Sportler der von Formel 1-Legende Jackie Stewart dem Nürburgring verliehene Beiname „Grüne Hölle“ zur Realität.
Hier begann die Reisefür das junge Team flott.
Vierzehn Akteure vom Team flott. e. V. aus Schalkenbach stellten sich diesem Abenteuer. Für die Sportler des jungen Sportvereins aus dem Kreis Ahrweiler hatte neben der Teilnahme bei Rad am Ring die Veranstaltung noch eine grundlegende Bedeutung. „Nach der erfolgreichen Teilnahme bei Rad am Ring wurde im Sommer 2014 die Idee geboren, unseren eigenen Verein zu gründen. Gesagt, getan – und schon ein Jahr später waren wir mit unseren neuen flott.-Trikots unterwegs“, weiß der erste Vorsitzende Raphael Gilles zu berichten. Ein Vierer- und ein Achterteam sowie ein Einzelstarter vertraten beim 24-Stunden-Rennen in diesem Jahr die Farben des mittlerweile siebenundzwanzig Mitglieder zählenden Vereins. Zusätzlich rollte noch Klaus Schmitz an den Start des 75km-Rennens, in dem er den hundertsiebenunddreißigsten Rang von fast achthundert Startern belegte. Das Viererteam von flott. wurde am Ende mit dreiundzwanzig absolvierten Runden in der Altersklasse Master 1M auf dem siebzigsten Platz geführt. Zur Mannschaft gehörten Fabian Deidenbach, Raphael Gilles, Philipp Mies, und Erik Van Breda.
Die befreundete Mannschaft vom Triathlon Team Sinzig belegte in der gleichen Klassenwertung die hundertdreiundzwanzigste Position. Auch wenn für die Teilnehmer des Achterteams der Spaßfaktor im Vordergrund stand, durften sich Julia und Thomas Enke, Jens Birkelbach, Mitch Hoss, Kilian Gödderz, Martin Reiher und Steffen Still über den siebten Rang in ihrer Altersklasse und den zweiundfünfzigsten Gesamtrang nach einundzwanzig gefahrenen Runden freuen. Die anspruchsvollste Leistung der flott.-Mannschaft dürfte aber Thorsten Mayer vollbracht haben, der als Einzelfahrer über 250 km nach 24 Stunden in den Beinen hatte und damit nach zehn gefahren Runden den siebenundfünfzigsten Platz in seiner Klasse belegte. BURG
Anspruchsvoll Anstiege fordern die Mountainbiker bei Rad am Ring. Foto: Peter Burggraf / PeBuMedia
Faszination Mountainbike bei Nacht . Das 24-Stunden-Rennen bei Rad am Ring macht es möglich. Foto: Peter Burggraf / PeBuMedia
Auch in der Nacht stiegen die Athleten weiter kräftig in die Pedale. Foto: Peter Burggraf / PeBuMedia
Angespanntes warten die Akteure auf den Start zum 24-Stunden-Rennen bei Rad am Ring. Foto: Peter Burggraf / PeBuMedia
Foto: Peter Burggraf / PeBuMedia

Danke für euer Interesse am Verein! Wir hatten viel Spaß trotz des Wetters :)