Neuenahrer Segelflieger holen Rundensieg in der Landesklasse
525 Kilometer in sechs Stunden
Bengen. Der Sieg in Runde elf der Segelflugliga in der Landesklasse Rheinland-Pfalz ging mit großem Vorsprung an die Piloten vom Luftsportverein Bad Neuenahr-Ahrweiler e.V. (LSV). Dietmar Spranger (99km/h), Jürgen Koch (101 kmh) und Peter Metzen (97 km/h) segelten im Team von der Bengener Heide hinauf ins Bergische Land mit Bergneustadt als nördlichste Wende, durchflogen den Segelflugkorridor zwischen den Lufträumen der Flughäfen Köln/Bonn und Düsseldorf und zogen ihre Bahn durch Belgien bis an die französische Grenze und zurück zur Bengener Heide. 525 Kilometer in sechs Stunden konnten die drei Segelflieger in ihren Flugbüchern vermerken. Für die Geschwindigkeitswertung werden die besten zweieinhalb Stunden des Fluges herangezogen. Da sich die Segelflugzeuge in ihren Leistungen unterscheiden, jedoch die Pilotenleistung bewertet werden soll, werden die realen Ergebnisse mit Faktoren multipliziert, die sich aus der sogenannten Indexliste des Deutschen Aero Clubs e.V. ergeben. Die Rechnerei erledigt www.onlinecontest.org. Noch vor ein paar Jahren mussten Start, Landung und die Wendepunkte auf der Flugstrecke durch Fotos dokumentiert werden, die sogar noch von einer zentralen Luftbildstelle freigegeben wurden und dann durch einen Sportzeugen bewertet wurden. Zusätzlich dokumentierte ein Barograph die Flughöhe über der Zeit auf einem Stück berußten Papier. Die Auswertung hat damals schon etwas gedauert. Heute werden die Flüge immer von den Kollisionswarnsystemen aufgezeichnet und das Hochladen ins Internet ist ein Kinderspiel geworden. Die Auswertung eines Flugtages steht heute, wenn der letzte seinen Flug hochgeladen hat. Jeder kann nachsehen, wie gut er heute war und wie andere geflogen sind. Diese Transparenz ermöglicht ein hohes Maß an Sicherheit und das Lernen voneinander. Doch zurück zur Segelflugliga: Die Segelfluggruppe Wershofen e.V. (SFG) landete in der elften Runde auf dem vierten Platz der Landesklasse RP. Gerhard Krautwig (103 km/h), Thomas Hoffmann (75 km/h) und Norbert Peter (62 km/h) punkteten für die Eifeladler. Die Tabelle sieht nach Runde elf folgendermaßen aus: Den Paradiesvögeln aus Ludwigshafen Dannstadt ist der Gesamtsieg wohl jetzt schon nicht mehr zu nehmen. Der LSV hat wetterbedingt volle zwei Runden ausgesetzt und steht auf Rang vier. Durch kontinuierliche Leistungen für den Rest der Saison wäre noch Rang drei möglich, jedoch steht die Urlaubszeit noch aus und erfahrungsgemäß herrscht da stets Pilotenmangel. Die SFG behauptet sich aktuell mit Rang neun im ersten Drittel der Landesklasse RP. Auch wenn die Segelflieger oft den ganzen Tag unterwegs sind, gibt es immer die Möglichkeit den Luftsport hautnah zu erleben. Die Vereine freuen sich über Besucher und über künftige Piloten, die diesen wunderschönen Sport teilen wollen.
