SV Rheinbreitbach - 2. Mannschaft
Abstieg bei denkbar schlechten Voraussetzungen
Rheinbreitbach. Die Voraussetzungen zu Beginn der Saison 2016/2017 waren denkbar schlecht. War die Mannschaft in den vergangenen Jahren mal mehr, mal weniger knapp dem Abstieg entkommen, musste sie schon vor dem ersten Spieltag mit einem stark veränderten Kader arbeiten. Viele Spieler verließen den Verein oder mussten aufgrund eines kleinen Kaders in die erste Mannschaft wechseln.
Folglich ging die Zweite des SV mit lediglich drei Spielern aus dem letztjährigen Stammkader in die neue Spielzeit. So galt es, einige neue - besonders sind hier die starken Debüts von Niklas Kühn und Yanis Schumacher sowie das fußballerische Debüt von Sebastian Radeiski genannt - und wiederkehrende Spieler - hier sei das wiederholte Comeback des ewig jungen Ümit Akkaya besonders zu erwähnen - ins Team zu integrieren.
Ein sich ständig verändernder Kader und stets neue Aufstellungen zogen sich wie ein roter Faden durch die gesamte Saison. So kamen viele internationale Spieler ins Team unter anderem von der FH in Bad Honnef, unter anderem Kenia, USA, Spanien, Ghana, Indien und Somalia, die sich im Laufe der Saison immer besser in den Trainings- und Spielbetrieb eingefunden haben. Mal wurden an einigen Spieltagen vor dem Spiel sowie in großen Teilen des Trainings die Anweisungen mehrsprachig gehalten, mal konnte man in der Startaufstellung nicht zwingend von einem jungen und unerfahrenem Team sprechen.
Ein weiterer Beleg für die ständigen Veränderungen im Team waren die sieben verschiedenen Torhüter in den Meisterschaftsspielen. Ein großer Dank galt den zahlreichen Spielern der Alten Herren - hier sind insbesondere Christian Mirbach, Thorsten Heiler und Thomas Rücker zu erwähnen - und der ersten Mannschaft, die die Zweite in vielen Spielen mit ihrem Einsatz unterstützt haben. So spiegelt auch die Torschützenliste den oben genannten bunten Mix wider: Ali Kaplan (2, Toptorjäger), Kai Ewers, Alexander Clauß, Haruna Sawaneh, Martin Schlüter, Jose Manuel Secanellas Correa, Yannick van Eckeren (alle 1).
Ein eingespielter Rhythmus konnte jedoch deshalb nur schwer entstehen. Zur Winterpause verließen zudem mit Patrick Werbitzky und Florian Schneider zwei wichtige Säulen und langjährige Spieler die zweite Mannschaft.
Rückblick auf die vergangene Saison
Die Geschichte der Saisonspiele ist schnell erzählt. Da die Zweite sich der spielerischen Unterlegenheit in dieser Saison sehr schnell bewusst war, galt es aus jedem Spiel Kleinigkeiten mitzunehmen. Sie verloren ein Spiel nach dem anderen, zeigten aber stets eine gute Moral und wussten den einen oder anderen Gegner zur Verzweiflung zu bringen, siehe die knappe Niederlage am vierten Spieltag gegen die SG Neuwied 0:1 mit verschossenem Elfmeter aufseiten des SVR.
Auch wenn mitunter hohe Niederlagen auf dem Zettel standen - zwischenzeitlich verlor die zweite Mannschaft mal 0:10 gegen Güllesheim und 0:8 gegen CSV Neuwied - wischte sich schnell den Mund ab und stand in der nächsten Woche wieder auf dem Platz, um sein Bestes zu geben.
Den ersten Punkt der Saison konnte die Mannschaft durch ein torloses Remis am achten Spieltag in Melsbach einfahren, der natürlich wie ein möglicher Klassenerhalt gefeiert wurde. Es sollte jedoch nur noch ein weiterer Punkt durch ein sehenswertes Weitschusstor durch Alexander Clauß in der Nachspielzeit zum 2:2 gegen Neustadt geholt werden. So liest sich die Bilanz nach 26 Spieltagen eher ernüchternd: zwei Punkte, 8:100 Tore und der folgerichtige Abstieg in die C-Klasse.
Die Stimmung auf und neben dem Platz war in der gesamten Saison deutlich besser als die Leistung und erzielten Ergebnisse. In den letzten Saisonspielen zeigte die Zweite jedoch einen leichten Aufwärtstrend. Gegen einige Gegner konnte man durch eine kompakte und kämpferische Leistung die Spiele eng gestalten und einigen, der sich „championsleague-reif“ fühlenden Mannschaften, das Leben gewaltig schwer machen.
Es wird sich sogar erzählt, es wurde spielerisches Potenzial entdeckt, das für die kommende Saison 2017/2018 hoffen lässt. Die Zuschauer dürfen also gespannt sein, wie und mit welchem Personal, sich die Mannschaft im nächsten Jahr eine Liga tiefer schlägt.
