SV Rot Weiß Queckenberg in der Kreisliga D
Acht Minuten Finsternis
FC Pech II - SV Rot Weiß Queckenberg 7:1 (5:0)
Queckenberg. Wieder ist der Rückrundenauftakt des SV Rot Weiß Queckenberg misslungen. Seit nunmehr 60 Monaten wartet der Verein vergeblich auf wenigstens ein Pünktchen zu Beginn des neuen Fußballjahres. Dabei hatte die Mannschaft doch eine intensive und fordernde Vorbereitung auf die Rückrunde am abgeschlossen, wartete mit teilweise sogar sehr guten Leistungen in den Testspielen auf und war folglich felsenfest davon überzeugt, die kleine Serie von zwei ungeschlagenen Spielen aus weiter auszubauen.
Bereits nach fünf Minuten ging der Plan schief. Der frühe Rückstand lähmte alle Mannschaftsteile. Zwar bissen sich die Queckenberger dann regelrecht in die Partie hinein, konnte die Pecher Defensive etwas mehr beschäftigen und den Ball vom eigenen Sechzehner fernhalten. Und als Lohaus so langsam Gefallen fand an den Leistungen seiner Madbachbuben, ergoss sich zwischen der 32. und 40. Spielminute trotz strahlenden Sonnenscheins über dem Watty-Gehäuse ein wahres Torgewitter mit vier Treffern. Der Halbzeitpfiff war denn wie eine Erlösung für die jetzt traumatisiert wirkende Gästeelf.
Zweite Halbzeit
Nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Voreifler wesentlich wacher, engagierter und suchten nun, wenn auch etwas zaghaft, ihr Heil in der Offensive. Dabei nahm die Mannschaft in Kauf, dass sich dem FC dadurch mehr Räume boten, in die diese auch immer wieder geschickt hineinstießen. In der 48. Minute traf n Becker aus spitzem Winkel leider nur an den Pfosten, und quasi im Gegenzug konterte der Gastgeber eiskalt zum 6:0. Doch die Queckenberger fighteten weiter, wollten unbedingt den vergeigten ersten Durchgang vergessen machen.
In der 59. Spielminute konnte ein abermals überfallartiger Konter nur durch Foul unterbunden werden, zu allem Überfluss im Strafraum. Der fällige Elfmeter bedeutete das 7:0. Bis in die letzte Spielsekunde gab die Mannschaft sich jedoch nicht auf, wollte hier unbedingt wenigstens den zweiten Spielabschnitt mit Ehre im Leib und Charakter bestreiten. So gelang Klemm kurz vor Schluss aus etwa 20 Metern der sehenswerte Ehrentreffer.
Es bleibt zu konstatieren, dass nach wie vor viel Arbeit vor der kompletten Lohaus-Truppe liegt, will sie in der Rückrunde den ein oder anderen Gegner etwas ärgern. Dass dies in den nächsten Wochen ohne den verletzten Commer geschehen muss, macht die Sache nicht wesentlich einfacher. Trotzdem und jetzt erst recht, ist Queckenberg bereit, am Sonntag, 19. März dem derzeitigen Spitzenreiter Galicia Bonn ab 15 Uhr in heimischen Gefilden möglichst viele und auch große Steine in dessen Aufstiegsweg zu legen.
Aufstellung: Watty – Wappenschmidt, von Sturm, Jentsch, Heinrichs – Becker, Rau, Arlt, Klemm, Commer – Klimaszewski. Verstärkung: Leifer, Degirmen, Mücklich. Eiserne Reserve: Declair.
