Peter Schweda startete beim Mayrhofen Ultras in Österreich

Am Ende stand ein gutes Ergebnis

Am Ende stand ein gutes Ergebnis

Peter Schweda startete beim Mayrhofen Ultras in Österreich.Fotos: privat

20.09.2021 - 11:03

Vallendar. Am 11.09.2021 startete Peter Schweda beim Mayrhofen Ultras in Österreich. Die Strecke hat eine Länge von ca. 52 km und es werden 3250 Höhenmeter im Anstieg überwunden.


Letztes Jahr lief Peter die Strecke in 07:56:27 Stunden. Um zu sehen, ob bei der Gesamtzeit noch was zu machen sei, bereitete sich Peter dieses Jahr noch besser auf den Lauf vor. Angefangen mit Bergintervallen, Sprintintervallen auf der Ebene bis hin zu langen Läufen mit schnellen Hikeanteilen wurde alles im Vorfeld trainiert.

Vermeintlich gut vorbereitet ging es dann am Freitag auf die lange Anfahrt nach Mayrhofen.

Start war Samstagmorgen um 08:00 Uhr. Die Strecke startete in Mayrhofen und ging nach kurzem, flachen Einlaufen durch den Ort zum ersten Berg, hinauf zum 1. VP an der Gschösswand.

Innerhalb von nur 8,4 km wurden ca. 1160 Höhenmeter überwunden. Ein absoluter Weckruf an die Oberschenkel und Waden! Am Verpflegungspunkt hieß es Abstandsregeln einhalten und schnell Getränke aufzunehmen, um nach kurzer Pause weitere 700 Höhenmeter auf 10 km über die Granatalm (2067 m) und dem Horbergjoch (2456 m) zu absolvieren, wo sich die nächste Verpflegungsstelle befand.

Der anschließende Gipfel, den es zu überqueren galt, lag auf 2762 Meter.

Ab hier hatte Peter im Gegensatz zum letzten Jahr sowohl mit der dünneren Luft in der Höhe sowie der Tatsache, dass er nicht so ganz schwindelfrei ist, arg zu kämpfen. Gerade in den schwierigen Downhillpassagen, musste er manchen Konkurrenten ziehen lassen, da er mit Schwindelgefühl und Atemproblemen zu kämpfen hatte.

Beim Erreichen der Rastkogelhütte ( VP 3, 2124 m) bei km 25 wurde immer deutlicher, dass das Erreichen des gesetzten Ziels, schneller zu sein als letztes Jahr, fast nicht mehr machbar war. Denn die Strecke ging nun nach einem kurzen Aufstieg über 300 Höhenmeter auf 2,5km über die Länge von fast 7 km nur Downhill über zwar wunderschöne, aber doch sehr technische Singletrails.

Hier werden die vorderen Oberschenkel sehr stark über eine lange Zeit belastet und die stark verwurzelte Strecke, mit Steinen bespickt, fordern höchste Konzentration.

Diese sehr technischen und langen Downhillstrecken kann man in unserer Region einfach nicht richtig gut trainieren da uns hier schlicht dafür die Berge fehlen. Somit konnte Peter auf diesem Streckenabschnitt nur wenig Zeit gut machen.

Die Downhillstrecke endet am VP4 dem Gasthof Roswitha bei km 36 auf 1410 m. Gestärkt mit zwei Tassen Suppe, einer Banane und frisch aufgefüllten Trinkflaschen ging es zum letzten Aufstieg über rund 400 Höhenmeter auf 5 km Länge. Hier galt es nur noch die Zähne zusammenzubeißen, seinen Laufrhythmus finden und los. Im Vergleich zu letztem Jahr konnte Peter hier knapp zwei Minuten gut machen.

Es kam der Gedanke auf, wenigstens mit der gleichen Zeit wie 2020 ins Ziel zu kommen. Beim vorletzten VP an der Gschösswand füllte er daher so schnell es ging seine Vorräte auf, und um anschließend wieder knapp 6 km Downhill über 1100 Meter abwärts zu laufen.

`All in` lautete von hier an die Devise, denn auch wenn die Strecke nochmal technisch alles abverlangte, ging es anschließend nur noch über die Straßen von Mayrhofen bis zur Finish Line und dem gesetzten Ziel, schneller zu sein als letztes Jahr.

Die jubelnden Zuschauer am Streckenrand sorgten dann dafür, dass Peter auf den letzten beiden Kilometern noch einen Schnitt von 3:58 Min/km laufen konnte und die Uhr beim Überqueren der Ziellinie bei 07:56:14 Stunden stehen blieb. Somit 13 Sekunden schneller als 2020.

In einem viel stärkeren Starterfeld gegenüber letztem Jahr, reichte es dieses Mal für den 45. Platz gesamt und 7. der Altersklasse M50.

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Kommentare
Sabine Weber-Graeff:
Immer noch unfassbar.Aber die kleine Kirche steht und 3 bunte Herbstchrysanthemen wurden mutig in die Erde gesetzt.Das wird wieder!...
Olaf Cerny :
Brauchwasser gibt's in Laach aus IBCs und Trinkwasserversorgung ist bisher NOCH über das DRK sichgestellt. ...
Björn Krämer:
Wenn ich Wasser hier aus einer Notleitung hätte, wüsste ich das. Bis jetzt läuft das noch über die Polizei die uns die IBCs voll macht. Dank solcher Meldungen sitzen wir hier bald auf dem trockenen. Vielen Dank!...
Tina:
Was geschieht nach dem 1 Jahr mit den Häusern? Werden die nun benötigten Flächen dann wieder den Kindern zur Verfügung stehen?...
 
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