Lokalsport | 03.02.2016, 12:28 Uhr

Der Wassersportverein Blau-Weiß Rheidt ist im Kanusport international erfolgreich

Am Rhein zu Hause und weltweit unterwegs

Die fitten Kanudamen in Aktion. privat
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Rhein-Sieg-Kreis. Vier Silber- und vier Bronzemedaillen errangen die Kanuten des Wassersportvereins Blau-Weiß Rheidt (WSV) bei den Deutschen Meisterschaften im August vergangenen Jahres. Dabei qualifizierten sich Alexander Helding für die Teilnahme an den Junioren-Europameisterschaften und Hannah Menrath für die Olympic Hope Games. Im Oktober 2015 durfte sich der Kanute Max Rendschmidt ins Goldene Buch der Bundesstadt Bonn eintragen. Rendschmidt, der im WSV zum Spitzenathleten heranreifte und weiterhin Mitglied seines Heimatvereins ist, hatte sich im August 2015 bei den Kanu-Weltmeisterschaften in Mailand mit Marcus Groß den Weltmeistertitel im 1.000 Meter Zweier-Kajak erkämpft. Zweimal in Folge, zuletzt 2015, wurde der amtierende Welt- und Europameister zum Sportler des Jahres durch die Leserinnen und Leser des General-Anzeiger gewählt. Diese beeindruckenden Erfolge der blau-weißen Kanuten aus Niederkassel – Rheidt sind die jüngsten Beispiele einer langen und beeindruckenden Vereinsgeschichte. 1931 von Hans Schneider, Peter Schmitz und Jakob Poll gegründet, zählt der Verein aktuell rund 460 Mitglieder, davon rund 150 jugendliche Sportlerinnen und Sportler. Darüber hinaus gehört die vorwiegend im Breitensport aktive Tennisabteilung seit 1975 zum WSV. Der Verein mit seinem Bootshaus am Rheidter Laach, einem Altarm des Rheins, entwickelte sich mit der Zeit zu einem Knotenpunkt des Kanurennsports: bei Deutschen Meisterschaften, Weltmeisterschaften und sogar Olympischen Spielen wurden hervorragende Ergebnisse erzielt. 1963 fuhr das Rheidter Damenvierer den ersten Westdeutschen Meistertitel für den Verein ein. Die bislang erfolgreichste Periode waren die 80-er Jahre. Rheidter Kanuten zählten zur Weltspitze; sie gewannen Gold,- Silber– und Bronzemedaillen bei Weltmeisterschaften und nahmen an den Olympischen Spielen 1984 und 1988 teil. Heute haben die Olympiateilnehmerin des Jahres 1988, Ruth Domgörgen, Rennsportwart Udo Pütz und weitere ehrenamtliche Trainer und Helfer die Jugendarbeit unter „ihren Fittichen“. Diese trägt erfolgreich Früchte – was sich in der Leistungsbilanz bei westdeutschen und deutschen Meisterschaften oder bei internationalen Regatten, Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen niederschlägt. Dabei kommen der Spaß und das Gemeinschaftsgefühl, besonders bei der Zeltlageratmosphäre einer Regatta, nicht zu kurz. Schließlich stehen bei allen sportlichen Erfolgen der gemeinsame Spaß und das gemeinsame Anpacken von Eltern, Trainern, Kindern und Jugendlichen im Vordergrund. Wer Näheres über die Erfolgsgeschichte des Wassersportvereins Blau-Weiß Rheidt von den Anfängen bis heute wissen möchte, kann dies im Jahrbuch des Rhein-Sieg-Kreises 2016 nachlesen. Es widmet sich aus Anlass des 50-jährigen Jubiläums des KreisSportBundes in erster Linie dem Sport im Rhein-Sieg-Kreis: Auf 223 prall gefüllten Seiten mit mehr als 500 Abbildungen spannen die 32 Autorinnen und Autoren den Bogen von den großen sportlichen Ereignissen, den spannenden Endspielen und besonderen Meisterschaften, zum vermeintlich unspektakulären und alltäglichen Sport, der überall auf den Plätzen, in den Hallen und Bädern, in der freien Natur stattfindet. Die beliebte Publikation rückt auch in den Fokus, dass der Sport die Menschen in Vereinen und Gruppen zusammenführt und dadurch ein sozialer Zusammenhalt entsteht, der so wichtig ist in unserer Gesellschaft. Das Jahrbuch ist für einen geringen Beitrag im Buchhandel erhältlich. Nähere Informationen gibt es im Internet unter www.rhein-sieg-kreis.de/jahrbuch sowie beim Kultur- und Sportamt des Rhein-Sieg-Kreises unter der Rufnummer (02 24 1) 13 33 65 oder per E-Mail an jahrbuch@rhein-sieg-kreis.de.

Die fitten Kanudamen in Aktion. Foto: privat

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