Fußball-Rheinlandliga – Saison 2016/17
Auftaktniederlage an der Mosel
Sportfreunde Eisbachtal unterlieg beim SV Mehring unglücklich mit 1:3
Mehring. „Uns hat die Effizienz gefehlt“. Mit dieser Erklärung versuchte Eisbachtals Coach Marco Reifenscheidt die 1:3 Niederlage seiner Sportfreunde beim SV Mehring zu erklären. Dabei wäre die Erklärung so einfach gewesen. Den Sportfreunden fehlte ein Jan Brandscheid. Der Mehringer Angreifer erzielte alle drei Treffer der Moselaner und sorgte damit dafür, dass der Ex-Oberligist zumindest noch ein wenig von der direkten Rückkehr in die Oberliga träumen kann. Die Eisbären dagegen waren enttäuscht. Sie hatten in Mehring eine durchaus ansprechende Leistung geboten. Und das schon in der ersten Hälfte, obwohl das Team beim Seitenwechsel mit 0:1 hinten lag. Für diesen Rückstand hatte Brandscheid nach einer guten halben Stunde gesorgt. Der Goalgetter nutzte eine Rutschpartie von Manuel Haberzettl. Der Mannschaftskapitän der Eisbären war beim Versuch einzugreifen ausgerutscht. So konnte der Mehringer seinen 21. Saisontreffer markieren. Doch bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Gäste gleich mehrfach ihrerseits die Führung auf dem Fuß oder Kopf. Doch Lukas Reitz (11.) und Robin Stahlhofen (28.) scheiterten jeweils. Nach der Pause schien Eisbachtal wieder für ein Gleichgewicht zu sorgen. Es dauerte ganze 120 Sekunden, bis die Gäste jubeln durften. Haberzettl traf per Foulelfmeter. Zuvor hatte Nicolas Repplinger Julian Hannappel zu Fall gebracht. Und Eisbachtal blieb, zumindest optisch und chancenmäßig, am Drücker. Aber Mehring konnte eben mit Toren punkten. Und das in Person von Brandscheid. Dieser sorgte nach einer Stunde für die Führung, die er fünfzehn Minuten später höchstpersönlich auf 3:1 ausbaute. Am Ende blieb ein ratloser Eisbachtaler Trainer zurück, der die Niederlage erst einmal verdauen musste. „Wir hatten die Partie doch phasenweise ganz gut im Griff. Nach dem Ausgleich schien es sogar nur eine Frage der Zeit, wann wir den zweiten Treffer erzielen“.
Sportfreunde Eisbachtal: Heinz, Jo. Hannappel, Haberzettl, Kleinmann, Schräder, Ju. Hannappel (66. M. Hannappel), Omotezako (79. Ernet), Hundhammer, Röhrig, Reitz, Stahlhofen (76. Kögler).
Vorschau:
Fußball am Karnevalssamstag. In Mülheim wird dieser Zustand nicht so gerne gesehen, doch das fehlende Fingerspitzengefühl des Spielplangestalters war trotzdem nie ein Thema am Rhein. Zumal das Team von Patrick Wagner-Galda aktuell auf einer Euphorie welle schwimmt. Immerhin hat die junge Mannschaft am letzten Samstag mit einem 3:0-Erfolg über den FSV Salmrohr das Halbfinale des Rheinlandpokals erreicht. Wenn man jetzt noch die Statistik dazu zählt, dann wird es wohl sehr schwer für die Gastgeber dreifach zu punkten. Denn die Eisbären gehören zu den Lieblingsgegnern. Von den neun Partien in diesem Jahrtausend konnten die Gastgeber gerade einmal zwei für sich entscheiden. TH
