Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar - Saison 2018/19 - Aktuell
Bei der TuS gibt es noch viele Fragezeichen
Kleiner Kader - Daniel van der Bracke fällt länger aus - Zum Saisonauftakt steht ein Derby gegen den FV Engers an
Koblenz. Es bleiben viele Fragezeichen nach dem Testspiel der TuS gegen den TV Herkenrath. Das Spiel ging 0:3 verloren. Angesichts der Tatsache das die Mittelrheinkicker in die Regionalliga West aufgestiegen sind kein Beinbruch. Auch weil die TuS eine halbe Stunde recht gut mithielt. Zwar gerieten die Schängel frühzeitig in Rückstand, Baris Sakarikaya schloss bereits nach fünf Minuten einen Alleingang zum Führungstreffer ab, aber nach dem 0:1 schafften es die Schängel mit dem TVH mithalten. Und fast wäre es sogar, Mitte der ersten Halbzeit, durch Giovanni Lubaki zum Ausgleich gekommen. Aber der Testspieler scheiterte mit seinem Distanzschuss genauso an Keeper Tobias Kraus wie bei der folgenden Ecke Michael Stahl. So blieb es zur Pause beim 0:1. Nach der Pause machte der TV Herkenrath dann schnell alles klar. Gerade neunzig Sekunden waren gespielt, da traf Suheyel Najar zum 2:0. Der letzte Treffer des Tages erzielte Philpp Simon, der zwanzig Minuten vor Spielende auf 3:0 erhöhte. Kurz darauf erhielt noch Marco Gietzen die Ampelkarte sodass die TuS das Spiel in Unterzahl beendete.
TuS Koblenz: Paucken, Arslan, M. Gietzen, Stahl, L. Gietzen, Hadzic, Könighaus, Gonzalez, Gür (70. Käfferbitz), Lubaki (60. Kabashi), Abdullei (60. Öztürk).
Saisonausblick:
Es bleiben die Fragezeichen. Die TuS gehört zu den Oberligisten die wohl am schwersten einzuschätzen sind in der Liga. Unter anderem auch, weil niemand weiß, wer nun am Freitag gegen den FV Engers wirklich in der Startelf auf dem Platz steht. Giovanni Lubacki, er gehörte gegen Herkenrath zu der Startelf, hatte man Montagabend noch keinen Vertrag unterschrieben. So sieht der Kader noch sehr dünn aus, der am Freitag gegen den FV Engers die ersten Punkte in der Oberliga einfahren solI. Gerade einmal sechszehn Spieler gehören zum Saisonstart zum Kader. Davon waren mit Dieter Paucken, Michael Stahl, Felix Käfferbitz und Daniel von der Brake nur vier Akteure die ihre Verträge verlängerten. Wobei van der Bracke zunächst auch gleich wieder gestrichen werden kann. Nach einer Trainingsverletzung unter der Woche droht ihm eine längere Pause. Eine indirekte Vertragsverlängerung gab es dann noch für Leon Gietzen, Felix Königshaus, Leon Waldminghaus, Alek Selmani und Kerim Arslan (2. Mannschaft). Vier Jugendspieler, die zum Teil in der vergangenen Saison in den Regionalligakader hineinschnuppern durften und dazu Kerim Arslan der bereits früher im Kader der ersten Mannschaft dabei war, aber zuletzt bei der Rheinlandligareserve zu den Führungsspielern gehörte. Der Rest sind Neuzugänge die, aber auch schon teilweise Oberligaluft schnupperten. Wie zum Beispiel Eldin Hadzic (1.CFR Pforzheim) einer mit Koblenzer Stallgeruch. Das Eigengewächs, Hadzic hat auch einige Jugendjahr bei der TuS verbracht, kehrt nach einem Jahr in Pforzheim wieder ans Deutsche Eck. Für den Rest ist das Oberwerth Neuland.
Vorschau:
TuS Koblenz gegen den FV Engers. Ein Spiel mit Tradition, dass seit über 70 Jahren immer wieder auf dem Pflichtspielprogramm zu finden ist. Erstmals ist diese Begegnung, übrigens am Neujahrstag 1925 ausgetragen wurden. Hier siegte die TuS Neuendorf knapp mit 1:0. Ein Jahr später ging es auch um Punkte. Die Neuendorfer waren in diesen Jahren bereits führend am Mittelrhein und siegten deutlich mit 7:1. Bis 1945 trafen die beiden Clubs in 25 Pflichtspielen aufeinander. Darunter auch in zwei Spielzeiten in der Gauliga auf Erstliganiveau. Dies setzte sich dann nach dem Krieg fort. Insgesamt standen sich die beiden Clubs bis heute in 52 Punktspielen gegenüber, wobei die Schängel mit 34 Siegen noch klar die Oberhand behalten. Aber es gab eben auch Siege des FVE am Oberwerth. So wie beim letzten Aufeinandertreffen in einem Punktspiel am Oberwerth in der Saison 2003/04. Am 25 April 2004 siegte der FV Engers mit 3:1. Mit dabei damals übrigens auf Seiten des FV Engers Dieter Paucken und eben Sascha Watzlawik, der beim letzten Punktspielerfolg des FV Engers am Oberwerth noch das Grün-Weiße Trikot des FV trug. Doch aktuell rechnet eigentlich keiner mit einer Neuauflage dieses Engerser Erfolges. Weder sportlich noch bei den Rahmenbedingungen. Und die sind vor allem den Gastgebern geschuldet, die sich aktuell in einem Insolvenzverfahren befinden. Ein Szenario welches dem FV Engers noch allzu gut bekannt ist. Vor knapp zehn Jahren hatte man am Wasserturm die gleichen Probleme und schaffte es seinerzeit, die Reißleine zu ziehen. Am Oberwerth ist der Schuldenberg höher, aber auch hier ist man guter Dinge, dass sich der Patient wieder erholen kann. „Die Sponsoren sind bei den Gesprächen sehr aufgeschlossen und wollen dem Club helfen, seine Zukunft neu zu gestalten. Jetzt liegt es an uns, seriös zu arbeiten“, gibt sich Geschäftsstellenleiter Stefan Blaufelder optimistisch. Vielleicht sind ja dann auch die Anhänger ihrer TuS wieder mehr zugetan und besuchen ihr Team. Ob es allerdings wieder 2.500 werden wie vor vierzehn Jahren bleibt abzuwarten.
Die Testspiele:
SG Andernach (A) 2:1, SpVgg Wirges (A) 3:1, Bonner SC (A) 0:4, TV Herkenrath (N)
Die Termine:
Juli (H) FV Engers, 5. August (A) Rot-Weiß Koblenz, 8. August (H) Arminia Ludwigshafen, 11. August (A) FV Diefflen, 18. August (H) Schott Mainz, 25. August (A) TSG Pfeddersheim, 8. September (A) FC Karbach, 15. September (H) TuS Mechtersheim, 23. September (A) Eintracht Trier, 29. September (A) Hassia Bingen, 3. Oktober (H) FSV Jägersburg, 6. Oktober (H) SC Idar-Oberstein, 13. Oktober (A) VfB Dillingen, 20. Oktober (H) Hertha Wiesbach, 27. Oktober (A) Röchling Völklingen, 3. November (H) TSV Emmelshausen, 10. November (A) 1.FC Kaiserslautern II, 23. November (A) FV Engers, 1. Dezember (H) Rot-Weiß Koblenz, 16. Februar 2019 (A) Arminia Ludwigshafen.
TH
Einer der „Neuzugänge“. Wobei Kerim Arslan zu den treuesten im aktuellen Kader gehört. Seit 2011 spielt Arslan bei den Schängeln.
Ob die zwei hier schon die Aufstellung gegen Engers diskutieren? Admir Softic, Neuzugang an der Seitenlinie, analysiert hier mit seinem „Chef“ Anel Dzaka die erste Hälfte gegen Herkenrath.

Die TUS ist ein Fragezeichen. Was aus diesem Traditionsverein geworden ist ist für die Stadt eine Schande. Der Verein lag ja schon lange im Koma. Und die Stadt ist mit Schuld daran, dass die Geräte abgeschaltet wurden. Und das betrifft auch das alljährliche Abendsportfest, ein Highlight ebenso wie die Festspiele auf der Rheinlache u.vieles mehr.Es wurde vieles kaputt gemacht. Wenn ich mir so ansehe,was da seit 20,30 Jahren im Stadtrat vor sich hindümpelt und dafür später noch ausgezeichnet wird ... kann ich nur sagen:"Mein Gott,Walter ".