Der Linzer Moritz Kranz beim VLN-Langstreckenfinale auf dem Nürburgring
Beide Klassen souverän gewonnen
Das Team Mühlner Motorsport brachte drei Porsche-Rennwagen in die Eifel
Linz. Das VLN-Langstreckenfinale, die größte Breitensportserie der Welt, fand bei trockenen Wetterbedingungen auf der Nürburgring-Nordschleife und der Kurzanbindung der Grand-Prix-Strecke statt. Das 44. DMV Münsterlandpokalrennen über die Distanz von vier Stunden begann am Samstagmorgen früh mit der Qualifikation, allerdings auf teilweise feuchter und damit schwieriger Piste.
Das Team Mühlner Motorsport mit seinem Toppiloten Moritz Kranz aus Linz brachte drei Porsche-Rennwagen in die Eifel. In der CUP 2-Klasse siegten Moritz Kranz aus Linz, Marcel Hoppe aus Lennenstadt, Michael Rebhan aus Sulzbach sowie als weitere Unterstützung Mark J. Thomas aus Aberdeen in Schottland im Porsche 911 GT3 Cup Rennwagen.
Es war ein würdiger Abschluss einer tollen Saison in der VLN mit diesem Auto, so standen Kranz und Kollegen seit VLN-Lauf 8 schon als Meister fest. Sie unterstrichen mit dem Finalsieg ihre Klasse und sind würdige Meister der Klasse Cup 2. Immerhin starteten insgesamt 170 Rennwagen vom Tourenwagen bis zum GT-Boliden in das Vierstundenrennen. Zahlreiche Toppiloten mit ihren Boliden ließen es sich nicht nehmen, zum letzten Mal auf der schwierigsten Rennstrecke der Welt mit über 300 km/h über die Döttinger Höhe zu rasen.
Entscheidung über Disqualifikation steht noch aus
In der Klasse Cup 3 starteten zwei Porsche Cayman 718 GT4 des Teams Mühlner um Teamchef Bernhard Mühlner. Auf dem Fahrzeug mit der Startnummer 979 zeigte der Linzer wieder seine ganze Klasse und gewann souverän in der stark besetzten Cayman Trophy-Klasse. Man erinnere sich: am Ende des vorangegangenen VLN-Rennens 8 wurde das Auto disqualifiziert. Dagegen erhob das Team Mühlner Einspruch, und somit ist die Meisterschaftsentscheidung noch nicht gefallen in dieser Klasse Cup 3. Es wird wohl in der nächsten Zeit „am Tisch“ entschieden. Verdient hätten es Moritz Kranz und Kollegen, die die ganze Saison kontinuierlich Klassensiege und tolle Rennen auf der Nordschleife fuhren. Sollte es gut ausgehen für das Team, wäre es der zweite Titel in der VLN-Saison 2019 und für den Linzer, der sowieso zu den erfolgreichsten Fahrern in der Serie gehört.
Das dritte Porsche Cayman GT4-Auto des Teams Mühlner Motorsport mit der Startnummer 969 und den Piloten Gabrielle Piana aus Italien und Thorsten Jung aus Niederzissen belegte am Ende Rang drei in der Cup 3-Klasse. Dieser Erfolg insgesamt für das Team beim Finale wurde gefeiert und alle waren sehr zufrieden.
Moritz Kranz ist stolz auf sein Team
Zu guter Letzt äußerte sich Moritz Kranz zum Rennen: „Heute war es sehr gut, denn wir haben beide Klassensiege eingefahren. Wichtig war es, mit dem Cayman GT4 zu gewinnen, und das haben wir souverän erledigt. Wir müssen jetzt erst mal abwarten, wie die Gerichtsverhandlung wegen der Disqualifikation in Lauf 8 ausgeht, wann das ist, weiß ich noch nicht. Mit dem 911 Porsche haben wir mächtig gepusht und einige der wesentlich stärkeren GT 3-Fahrzeuge hinter uns gelassen. Das war ein weiterer Sieg, den wir als Meister dieser Klasse feiern. Unter 170 Startern 13. und 14. im Gesamtergebnis zu werden beim Finale, macht uns sehr stolz. Das Team Mühlner hat einen Superjob gemacht die ganze Saison und mir ganz schnelle Rennfahrzeuge vorbereitet. Heute hat man wieder gesehen, wie beliebt die Nordschleife bei den Rennfahrern aus der ganzen Welt ist.“
Die Sieger des DMV Münsterlandpokals waren zum vierten Mal in dieser Saison Patrick Assenheimer auf dem Black Falcon AMG GT3 Mercedes zusammen mit dem Fahrerkollegen und Ex-DTM-Fahrer Maro Engel.
Die Gesamtsieger der VLN-Langstreckenmeisterschaft 2019 sind Yannick Fübrich und David Griessner, die für das Adrenalin Team auf einem BMW M240i Cup die Meisterschaft erringen konnten und somit im nächsten Jahr mit der Startnummer 1 in die größte Breitensportserie der Welt starten werden. DEB
Der Porsche Cayman 718 GT$ mit der Startnummer 979.
Rechts duscht Marcel Hoppe Moritz Kranz mit dem Siegersekt.Fotos: DEB