TSV Lay bei der Mini-EM in Kaiserslautern
„Belgische“ U9 landete auf Rang drei
Lay. Die Europameisterschaft findet dieses Jahr nicht in Frankreich statt, sondern in Kaiserslautern. Zumindest für die E- und F-Jugend-Fußballer des TSV Lay. 16 Nachwuchsspieler des TSV waren zu Gast auf dem Gelände der TSG Kaiserslautern. In fünf Altersklassen waren über 100 Mannschaften mit insgesamt über 1000 Kindern gemeldet. Diese Mannschaften kamen aus dem gesamten süddeutschen Raum sowie der Schweiz und Luxemburg. Im strömenden Regen wurde in Koblenz losgefahren, um das Wochenende in Zelten zu verbringen. Die Wetterprognose - kälter als an Weihnachten - tat der Stimmung keinen Abbruch. Der TSV Lay war in der U9 und in der U11 vertreten. Gerade in der U11 musste das Team sehr kämpfen. So konnte Lay nur mit fünf Spielern antreten, es musste aus der U9 aufgefüllt werden. Dies wurde besonders deshalb schwierig, weil einige Spiele zeitgleich stattfanden. Die jüngeren Spieler mussten sich also aufteilen und die U11 unterstützen. Dabei war die körperliche Unterlegenheit schnell zu merken. Aber die Jungs sind mit Spaß und Willen in jedes Spiel gegangen. Nach einer Niederlage gegen Italien gab es einen Sieg gegen Irland. Gegen die favorisierten Schweden unterlag Belgien mit 2:3. Damit war Lay in der Nebenrunde vertreten.
Die U9 spielte sich mit einem tollen Fußball schnell in die Herzen der Zuschauer. Die Folge waren klare Siege gegen Italien, Irland und Schweden. Für sie ging es im Achtelfinale weiter. Am späten Samstagabend galt es noch mal, alle Kräfte zu mobilisieren und gegen Kroatien zu bestehen. Nach einem kampfbetonten Spiel kam der TSV zu einem 1:0.
Am Sonntag sollten die Finalspiele folgen. Die U11 konnte nicht mehr viel entgegensetzen. So kam es dazu, dass sie sich am Ende um den 23. Platz mit der Schweiz (einem Team aus der Schweiz) messen durfte. Der TSV mobilisierte noch einmal alle Kräfte und siegte zum Abschluss deutlich mit 5:2.
Für die U9 ging es im Viertelfinale morgens weiter. Um 9.30 Uhr war Anpfiff gegen Russland. Am Ende standen ein souveränes 5:2 und der Einzug ins Halbfinale. Gegner hier war das Team der Slowakei. Mittlerweile hatte sich herumgesprochen, dass die Belgier ein echt starkes Team haben. Die Spieler wurden oft beobachtet und Taktiken ausgeklügelt. Im Spiel gegen die Slowakei zeigte sich dann direkt wieder das gleiche Bild. Belgien mit Zug zum Tor und Chance um Chance. Aber das Tor blieb wie vernagelt. Als sich schon alle mit dem Elfmeterschießen abgefunden hatten, fiel doch noch ein Tor - aber für die Slowakei. Eine Ecke wurde unglücklich ins eigene Tor abgefälscht. Aber die Trauer durfte nicht lange anhalten. Es stand ja noch das Spiel um Platz drei an. Und hier zeigte sich noch einmal, was die Jungs können. Die Türkei wurde mit 2:1 geschlagen. Ein großer Pokal war der verdiente Lohn. Die Jungs hatten an diesem Wochenende täglich knapp zehn Stunden Fußball gespielt, denn auch zwischen den Spielen hatte der Ball keine Pause. Und das bei widrigen Temperaturen. Es war für alle ein tolles Erlebnis. Zum Abendessen ging es in den VIP- Bereich des Fritz-Walter-Stadions. So konnten die Jungs auch hier noch Profifußballluft schnuppern.
