Lokalsport | 08.08.2016

Fußball in Bendorf – Saisonvorschau 2016/17

Bendorfer geben sich bescheiden

Nur drei Clubs melden Teams zum Spielbetrieb – Türkgücü stellt keine Mannschaft

Bendorf: Wo landet der Bendorfer Fußball. Seit Jahren krebsen die Kicker, egal welche Vereinsfarben getragen werden, mehr oder weniger nur noch im Tabellenmittelfeld ihrer Liga umher. Da wird eine Meisterschaft wie die der Bendorfer Reserve 2015 frenetisch gefeiert. Doch so richtig auf die Beine kommen die Clubs dann doch nicht mehr. Im Gegenteil. Mit Türkgücü Bendorf gibt es ein neues Opfer. Der Club hat bereits in der letzten Winterpause seine Mannschaft abgemeldet und schaffte es in dieser Saison nicht ein neues Team zusammen zu stellen. So bleibt die SpVgg Bendorf das einzige Aushängeschild im Bendorfer Fußball und danach kommt gleich der TV Mülhofen als Kronprinz. Dahinter dümpeln, neben den Reservemannschaften der beiden genannten Teams, der SV Blau-Weiß Sayn und der FSV Stromberg noch in der D-Klasse vor sich hin. 

Spvgg Bendorf

So richtig scheint keiner in der A-Klasse nach oben zu wollen. Einzig Bezirksligaabsteiger TuS Immendorf und Anadolu Koblenz geben als Zukunftsdevise die Meisterschaft aus. Dahinter ist, genau wie bei der SpVgg Bendorf, meist nur von einer Platzierung im oberen Tabellendrittel die Rede. Ob das bei den Kickers aus dem Rheinstadion gelingen kann bleibt abzuwarten. Mit neuem Coach und einer damit meist verbundenen neuen Spielphilosophie ist so eine Zielvorgabe durchaus realistisch. Viel wird davon abhängen wie die Bendorfer aus den Startlöchern kommen. Auftaktgegner VfR Koblenz ist in der neuen Liga wohl schwer einzuschätzen. Dann geht es schon zu Anadolu Spor. Ein Spiel welches wohl als erste richtige Standortbestimmung herhalten muss. Wobei die SpVgg bereits gezeigt hat wozu sie in der Lage mit. Mit 4:3 wurde in der ersten Runde des Rheinlandpokals Bezirksligist Cosmos Koblenz aus dem Wettbewerb geworfen. Nun kommt, Ende August, mit dem TuS Mayen ein echter Knaller ins Rheinstadion.

Zugänge: Tayfun Akbulut, (Vatanspor Neuwied), Ivan Pancetta (FV Engers), Daniel Bitdinger (SG Reil), Sevket Sözen (vereinslos).

Abgänge: Andre Hein (SG Ransbach-Baumbach), Dennis Simmat (Karriereende).

Tor: Michel Fechtner, Stefan Hintz.

Abwehr: Pascal Klimowski, Mesut Sayim, Oliver Keßler, Jan Reith, Lucas Pompetzki, Tayfun Akbulut.

Mittelfeld: Mathias Linn, Kamillus Wrobel, Aram Kidane, Björn Schäfer, Jan Lohrum, Dominik Greißer, Daniel Bitdinger, Sevket Sözen.

Angriff: Ahmet Akbulut, Ivan Panzetta, Lucas Zöller.

Trainer: Murat Sayim. 

TV Mülhofen:

Bescheidenheit ist beim TV Mülhofen eingekehrt. Nachdem in den Jahren zuvor das Team oft mit überzogenen Saisonzielen unter Druck gesetzt wurde, wird in dieser Spielzeit „nur“ ein einstelliger Tabellenplatz angestrebt. Der Grund hierfür ist wohl auch unter anderem bei den Abgängen zu finden. Mit Michael Neumann, der in allen Meisterschaftsspielen eingesetzt wurde, und Marc Steil, gemeinsam mit Bahkir Zeqiri der erfolgreichste Stürmer, hat der B-Ligist zwei absolute Leistungsträger an den SV Rengsdorf verloren. Die Neuzugänge dagegen kommen alle aus dem eigenen Nachwuchs oder aber aus unteren Ligen. Allerdings ist mit Fatih Okumus darunter auch ein gestandener Akteur der bereits für ATA Urmitz in der Bezirksliga die Fußballschuhe schnürte. Also heißt es im Saynbachtal erst einmal abwarten ob das Trainergespann Thomas Müller und Michael Oden die richtige Mischung finden um den TVM in der Erfolgsspur zu halten. Auf jeden Fall hat der TVM ein Startprogramm, das es in sich hat. Zwei der drei Auftaktspiele müssen bei den Titelfavoriten SV Spay und SC Vallendar ausgetragen werden. So sehen dies unter anderem auch die beiden Coaches.

Zugänge: Ozan Yildirim (FSV Stromberg), Ali Günel, Fatih Okumus (beide Türkgücü Bendorf), Daniel Schmitz, Daniel Wingender (beide eigene A-Junioren).

Abgänge: Marcel Döll (FSV Stromberg), Marc Steil, Eugen Wagner, Michael Neumann (alle SV Rengsdorf), Ali Özipek, Marco Weißkircher (beide Ziel unbekannt), Patrick Lorenz (SV Maischeid).

Tor: Richard Lübke, Dominik Eslam.

Abwehr: Dominik Nekrep, Sebastian Schmengler, Maik Wirges, Florian Würsch, Eduard Pauss, Burak Günes.

Mittelfeld: Vesel Erdan, Ali Günel, Bahkir Zeqiri, Daniel Schmitz, Daniel Wingender, Jannik Wingender, Tiberius Florin Cocos, Daniel Kimmel, Dietrich Bauer.

Angriff: Ozan Yildirim, Fatih Okumus, Artur Klatt, Tugay Arslan.

Trainer: Thomas Müller, Michael Oden.

TH

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