Rheinlandliga-Frauen des TTC Karla nie mit Bestbesetzung
Blick in die Tischtennisbilanzen
Kreis Ahrweiler. In der Rheinlandliga der Frauen lief es in diesem Jahr nicht so gut für das Team des TTC Karla. Erst in den beiden letzten Spielen der Halbrunde beim TTC Gelb-Rot Trier (7:3) und bei der TTG Kroppach (5:5) kam man zu den ersten Punkten und konnte die rote Laterne ganz knapp abgeben. Doch mit 3:15 Zählern liegt man schon etwas hinter den Erwartungen zurück, die sich vor allen Dingen auf das sehr gute Abschneiden in der Vorsaison gründeten. Doch die Erklärung liefert ein Blick in die Einzelbilanzen. Denn mit Andrea Guhlich und Patricia Fabritius waren die beiden Spitzenspielerinnen aus der Grafschaft in dieser Halbrunde noch gar nicht im Einsatz. Die Hauptlast im Rheinlandliga- Geschehen ruhte damit auf den Schultern der routinierten Resi Raths, die im als Einzige im verbleibenden Restteam alle neun Spiele mitmachen und dabei immerhin 16:10 Zähler holen konnte. Gut aus der Affäre zog sich auch noch Mona Scholz ,die immerhin eine ausgeglichene Bilanz von 10:10 Zählern erzielte. Wirklich konkurrenzfähig in der Rheinlandliga können die Grafschafterinnen allerdings nur dann sein, wenn sie auch wirklich ihr stärkstes Team an die Tische bringen können.
Starke Reserve
Das stärkste Team an die Tische bringen können, dieses auch das Schlagwort für den Halbzeitmeister der Bezirksliga, die Reserve der SG Sinzig/Ehlingen. Denn die entschied am letzten Spieltag das direkte Duell um die Halbzeitmeisterschaft mit 9:2 gegen die TTG Moseltal deutlich für sich. Mit Routinier Jürgen Füllmann, Jonas Sonntag und Valentin Dietl und Oliver Charnetzki mit Rheinlandligaerfahrung hatte die Sinziger Reserve alle personelle Möglichkeiten jeweils ein ganz starkes Team an die Tische zu bringen. Man agierte dabei stets in recht unterschiedlichen Konstellationen, was beim Blick in die Einzelbilanzen auffällt. Denn ein richtiges Sinziger Spitzen-Doppel stellte sich nicht heraus. Dafür gab es aber in den Einzeln sehr gute Bilanzen. So etwa wie jene 10:2 Spiele die Jonas Sonntag am Spitzenpaarkreuz holte oder die 12:4 Erfolge von Oliver Charnetzki in der Mitte. Aber auch die 6:3 Siege von Antje Bauer und die 10:2 Spiele von Oliver Schumacher am unteren Paarkreuz überzeugten. Mit 17:1 Zählern hat die Sinziger Reserve ihre Ausstiegs und Meisterschaftsambitionen eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Immerhin hat man auf den ärgsten Konkurrenten, die überraschend stark agierende TTG Moseltal bereits zur Halbzeit drei Punkte Vorsprung. Die Sinziger Reserve ist auch für die Rückrunde sicherlich in der komfortablen Situation auf jeder Herausforderung mit einer fast beliebig starken Mannschaftsaufstellung reagieren zu können.
Akzebtables Ergebnis
Die Liga-Kollegen der TTG Kalenborn/Altenahr hatten während der gesamten Saison mit Personalproblemen zu kämpfen, mussten etwa den Ausfall von Markus Klaffki über Wochen hinweg kompensieren. Die letztlich erreichten 10:8 Zähler bei Tabellenplatz 6 sind aber wohl noch ein akzeptables Ergebnis. „Wir sind letztlich mit der Vorrunde zufrieden“, so Mannschaftsführer Frank Rothhaß. Die Stärken des Altenahrer Teams liegen traditionell am oberen Paarkreuz. Dort lieferten Frank Rothhaß (12:5) und Gabriel Nelles (11:5) erneut auch in der abgelaufenen Halbrunde eine sehr starke Leistung ab. Gut spielte mit 8:6 Siegen auch Hans Baums am unteren Paarkreuz. Der spielte gemeinsam mit Frank Rothhaß auch eine bemerkenswerte 7:1 Bilanz in den Doppeln. Dies darf im gesamten allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Altenahrer in der Bezirksliga, die noch mit dem altehrwürdigen Sechsersystem spielt, mit dem Doppelspielen nicht so richtig warm werden. Dies zeigt die leict negative Gesamtbilanz von 13:14 Siegen. Durchaus mit Überraschungen verlief die Vorrunde in der Kreisoberliga. Zwar holte sich dort fast schon erwartungsgemäß die TTF Remagen den Halbzeittitel. Aber die jeweiligen 5:5 Unentschieden in Niederlützingen und Niederzissen überraschten schon etwas ein wenig. Zumal Remagens Spitzenspieler Kevin Müller mit 16:0 Erfolgen eine weiße Weste im Einzel behielt und gemeinsam mit Daniel Jaquesmien auch 8:0 in den Doppeln spielte. Etwas überraschend auf Rang zwei landete mit 11:5 Zählern die DJK Müllenbach. Beim Team aus der Eifel glänzte Dominik Margen mit 12:4 Siegen an der Spitze und am unteren Paarkreuz holte Malte Morgen 15: 1 Siege. Erstaunlich war, dass es Überraschungsteam der des Vorjahres der SV Oedingen in dieser Halbrunde mit 4:12 Zählern nicht über den vorletzten Platz hinauskam. Allerdings brachten die Oedinger auch nicht unbedingt immer ihr bestes Team an die Tische. BL
