TuS Roland Brey e. V. - Leichtathletik - Deutsche Jugendmeisterschaften in Ulm
Brunnhübner stürmt in die Finale
Ulm. Mit zwei großen Erfolgen kehrte die 18-jährige Lena Brunnhübner (TuS Roland Brey) von den Deutschen Jugendmeisterschaften (U20) Leichtathletik in Ulm zurück. Im Weitsprung und 100 m Sprint erreichte sie zwei tolle Platzierungen.
Lena Brunnhübner verzichtete im Vorfeld auf vieles. „Das passt einfach nicht“, kommentierte sie den Termin der Meisterschaften. So verzichtete sie auf den jährlichen Urlaub und bereitete sich akribisch auf diesen Termin vor.
Es lohnte sich. Für den 100 m Sprint hatte sie sich mit ihrer Zeit von 12,04 sec – erreicht bei den Süddeutschen Meisterschaften in Koblenz – qualifiziert. Damit wurde sie in der Meldeliste auf Rang 18 geführt. Es hatten sich rund 40 Athletinnen qualifiziert – die Besten 16 kamen ins Halbfinale und davon die besten acht in den Endlauf. Taktieren war somit nicht möglich. Direkt im ersten Vorlauf setzte sie ein Ausrufezeichen. 11,89 sec benötigte sie – ein souveräner Halbfinaleinzug. Gleichzeitig pulverisierte sie ihre alte Bestleistung. Für das Halbfinale war klar, dass sie auch dort eine sehr gute Leistung abliefern musste – und das tat sie auch. 12,01 – ebenfalls noch unter der alten Bestmarke – achtschnellste Zeit aller Teilnehmerinnen und damit zum ersten Mal Einzug in ein Finale einer Deutschen Meisterschaft. Dort blieb die Uhr bei 12,05 sec stehen und sie erreichte damit den herausragenden 8. Platz.
Nach dem Sprint kam Alexander Seeger, DLV-Nachwuchsbundestrainer 100m/200m, Frauen, auf sie zu und teilte ihr mit, dass sie für den Bundeskader vorgeschlagen wird, da sie die Norm gelaufen ist. Was kann man noch mehr von diesem Tag erwarten.
Einen Tag später stand der Weitsprung auf dem Zeitplan. Sie qualifizierte sich mit 5,84 m, ebenfalls erreicht bei den Süddeutschen Meisterschaften in Koblenz. „Seitdem die Technik beim Weitsprung umgestellt wurde, konnte ich mich von Wettkampf zu Wettkampf steigern“, stellte sie im Vorfeld fest. Sie wurde in der 16-köpfigen Meldeliste auf Rang 14 geführt. In den Endkampf kommen, war das Ziel. Im dritten und wichtigsten Durchgang klappte es. Sie sprang dort 5,92 m – neue Saisonbestmarke – und zog damit ins Finale der besten acht Springerinnen ein. Eine Steigerung gelang ihr nicht mehr. Damit erreichte sie den sechsten Rang.
