Lokalsport | 13.02.2017

SV Eintracht Mendig, Abteilung Tischtennis

Christian Reuter blieb die Krönung versagt

Rollstuhlfahrer Christian Reuter war der beste Akteur der dritten Mannschaft des SV Eintracht Mendig.M. Schreiber

Mendig. In der 2. Tischtennis-Rheinlandliga kämpft die Mendiger Eintracht derzeit leidenschaftlich um ihr Überleben in dieser Spielklasse. Nach Niederlagen und teils unglücklichen Unentschieden droht der mögliche Abstieg nun immer konkreter. Da war ein Achtungszeichen mit Doppelpunktgewinn gefragt, was den Mendigern am Samstag in ihrer Auswärtspartie beim TV Eintracht Cochem auch gelang.

Die Gastgeber liefen ohne ihren Spitzenspieler, den schon zur Legende gewordenen Bernd Schuler, auf, aber auch die Mendiger konnten nicht in Bestbesetzung antreten, da Dr. Claus Court fehlte.

Die Grundlage für den späteren Sieg schufen die Doppel zum Auftakt der Begegnung, die nach Erfolgen von Jonny Bogolowsky/Steven Schneider und Max Seul/Pom Bunsong die Vulkanstädter mit 2:1 in Führung brachten. Bei den Überkreuzvergleichen wechselten sich Siege (Jonny Bogolowsky und Sascha Müller setzten sich für Mendig durch) und Niederlagen ab, so dass sich keine der Mannschaften entscheidend absetzen konnte.

Dann aber begann der Triumphzug im unteren Paarkreuz. Max Seul siegte klar mit 3:0, Pom Bunsong zeigte bei seinem 3:2 Nervenstärke und Durchsetzungsvermögen. Der Zwischenstand von 6:3 für Mendig nach der ersten Einzelrunde ließ berechtigte Hoffnungen aufkommen, mehr als nur einen Punkt wie beim Remis der Herbstrunde mit nach Hause nehmen zu können.

In der Folge aber schwanden die Hoffnungen der Gäste, denn die Cochemer holten Punkt für Punkt bis zum 6:6-Ausgleich auf. Steven Schneider schließlich brachte mit seinem Erfolg über Martin Berke die Mendiger zurück auf die Siegerstraße. Da im dritten Paarkreuz Max Seul und Pom Bunsong an diesem Tag eine makellose 4:0-Bilanz spielten, stand abschließend ein verdienter 9:6-Sieg für die Mendiger Eintracht auf dem Spielberichtsbogen. Durch diesen Sieg rettet sich die Mannschaft zwischenzeitlich auf den Relegationsplatz und sollte mit Zuversicht den kommenden Partien entgegensehen.

Nach der 0:8-Schlappe gegen den TTC Glees in der Herbstrunde der 2. Kreisklasse hatte sich die dritte Herrenmannschaft der Mendiger Eintracht vorgenommen, ein solches Ergebnis nicht erneut zu zulassen. Für den verhinderten Mannschaftsführer Martin Wranik kam Rollstuhlfahrer Christian Reuter ins Mendiger Team, der sich hervorragend schlug. Mit Hans Roth gewann er das Eröffnungsdoppel und auch sein erstes Einzel gegen Tanja Daub. Den anderen Mendigern gelang kein so guter Einstand, so dass die Gleeser nach der ersten Einzelrunde mit 4:2 in Führung gingen. Der Vorsprung war auf 6:2 angewachsen, als erneut Christian Reuter mit einem Einzelerfolg die Siegesserie der Gäste stoppte. Hans Roth, Albert Munk und Michael Schreiber konnten je ein Einzel für Mendig holen. So wäre es fast noch zu einem Remis gekommen, aber Christian Reuter blieb als Spieler des Tages die Krönung seiner hervorragenden Leistung versagt. Gegen den Spitzenspieler der Gäste, Christian Grube, verlor er denkbar knapp und unglücklich im fünften Satz mit 12:14. Auch wenn für die Mendiger letztlich eine Niederlage mit 6:8 zu Buche steht, so konnten sie doch angesichts des Vorrundenergebnisses erhobenen Hauptes die Turnhalle abschließen.

Rollstuhlfahrer Christian Reuter war der beste Akteur der dritten Mannschaft des SV Eintracht Mendig.Foto: M. Schreiber

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