SV Rot Weiß Queckenberg
Das ist Queckenberg!
Erfolg bei SV Wachtberg III
Queckenberg. Nach dem kürzlich errungenen 3:1 Heimerfolg reiste der SV Rot Weiß Queckenberg mit einer gehörigen Portion Selbstbewusstsein zum Tabellensechsten SV Wachtberg III, der zudem mit bereits zwei Heimniederlagen durchaus verwundbar schien. Die Heimelf fand kaum Raum zur eigenen Entfaltung und war wohl viel eher ob der forschen, aggressiven Spielweise etwas überfordert. Und so hielt man den Gegner meist weit weg vom eigenen Kasten und erspielte sich optische Vorteile, die immer wieder in gefährliche Torraumszenen mündeten. Nach einer halben Stunde belohnte der bereits in den letzten Partien stark aufspielende Commer endlich sich und damit auch all seine Kameraden mit einem mehr als eindrucksvollen Treffer zum 1:0. Nun wurden die bis dato recht lethargisch wirkenden Gastgeber zwar giftiger doch damit auch zunehmend unsicherer in ihren Aktionen. Lediglich als nach 38 Minuten ein 20-Meter-Geschoss den RWQ-Pfosten hörbar vibrieren ließ, hielt das Madbach-Team kurz den Atem an. Nach der Pause überließ man Wachtberg etwas mehr Spielanteile, jedoch baute man bereits an der Mittellinie ein schier undurchdringliches Bollwerk auf. Die zunehmend bemerkbare Verzweiflung der Einheimischen nutzte der weiterhin ruhig, sachlich, diszipliniert auftretende RWQ immer mehr zum eigenen Vorteil. Bis in die letzte Sekunde der Nachspielzeit kochte und brodelte in allen Adern und Venen rot-weißes Fußballblut, spürte man das geile Gefühl eines Auswärtsdreiers, sah man allen Queckies inklusive eiserner Reserve an, das sie bis in die letzte Haarsträhne nur so vor Siegeswille strotzten. Und das setzten sie in der 91. Minute nochmals eindrucksvoll unter Beweis: ein langer Ball abermals gen Eckfahne erlief der heute extrem agile Klimaszewski. Der Capitano behielt selbst zu so später „Stunde“ absolute Übersicht und streichelte das Leder zum Elfmeterpunkt. Dort ließ sich Geimer nicht lang bitten und drosch die Pille volley ins linke untere Eck. Danach lag eine Menge rot-weißes Testosteron in der Wachtberger Luft. Nach Abpfiff des extrem sicher und gut agierenden Peter Bollig sackte Betreuer Kunze auf die Knie und streckte beide Fäuste Richtung Fußballgott, lagen vor Trainer Lohaus Zentner Felsbrocken, die ihm vom Herzen fielen und hüpfte Jürgen Kurek inmitten der hemmungslos schreienden und jubelnden RWQ-Spielertraube hin und her! Denn heute war aus RWQ-Sicht beispielloses geschehen: erster Auswärtssieg seit über 7 Monaten, erstmals zu Null seit 15 Monaten und erstmals 2 Siege in Folge seit über 19 Monaten. Im übrigen widmen die Queckies die Null ihrer bisherigen Nummer eins Robert Braun, der seinem geschundenen Körper Tribut zollen und vor einer Woche unfreiwillig in Rente gehen musste. Die letzte Aufgabe für dieses Jahr liegt am 11. Dezember in Pech, Anstoß 15 Uhr.
Aufstellung: Weinand – Czernik, Declair, Jentsch, Arlt – Geimer, Sommer, Klemm, Commer – Klimaszewski, Degirmen.
Verstärkung: Mebei, Leifer, Steinberger.
