Niklas Heinemann wird den Fußball-Rheinlandligisten SG Eintracht Mendig/Bell wohl in Richtung TuS Mayen verlassen
Der Onkel fand offene und ehrliche Worte
Mendig. Das kommt für viele nicht ganz so überraschend: Niklas Heinemann von der SG Eintracht Mendig/Bell wird in der neuen Saison wieder das Trikot des Fußball-Rheinlandligisten TuS Mayen tragen. Der Kreativspieler wirbelte bereits zu Jugendzeiten im Nettetal. Das Fußballspielen hat er bei der TuS Fortuna Kottenheim erlernt. Der 24-jährige Linksfuß soll dem TuS Mayen eine mündliche Zusage gegeben haben. Mayens Trainer Thomas Reuter reagierte auf den anstehenden Wechsel (noch) zurückhaltend: „Wir werden das zum jetzigen Zeitpunkt nicht kommentieren.“ Weniger Zurückhaltung zeigte Harald Heinemann, der Vorsitzende der SG Eintracht Mendig/Bell, der offene und ehrliche Worte fand: „Da ist leider etwas dran, das muss ich bestätigen. Aus unserer Sicht ist es aber noch nicht definitiv. Wir werden nochmals mit Niklas reden. Uns ist aber auch klar, dass andere Vereine keine Rücksicht auf unsere Situation nehmen. Mayen verfolgt seine eigenen Ziele, wir die unseren.“ Dass in der Vergangenheit an der Brauerstraße hervorragende Arbeit geleistet wurde, ist und bleibt unbestritten. Dass die Eintracht nach dem Verkünden der Abgänge von Trainer Florian Stein und Identifikationsfigur Florian Schlich auseinanderzufallen droht, will Harald Heinemann mit allen Mitteln verhindern. „Es wäre sicherlich kein gutes Zeichen, wenn uns jetzt auch noch der Neffe des Vorsitzenden verlassen würde. Ich kann die Spieler zum Teil aber sogar verstehen. Diejenigen, die hier die Knochen hingehalten haben, stehen seit sieben Jahren unter Dauerstress.“ Zuerst habe es den langen Kampf um den Aufstieg in die Rheinlandliga, dann Abstiegskampf pur gegeben. „Hier bei uns war über viele Jahre jedes Spiel ein Endspiel. Zum Teil scheinen die Spieler ein bisschen verschlissen. Vielleicht sind wir zu schnell gewachsen und hinken in der Jugend noch hinterher. Es wäre wichtig für uns, wenn wir jedes Jahr zwei, drei Spieler aus der eigenen A-Jugend in die erste Mannschaft integrieren könnten“, redete Harald Heinemann Klartext. Das Verhältnis zwischen dem TuS Mayen und der SG Eintracht Mendig/Bell scheint nach den Wechselspielchen der Vergangenheit derzeit abgekühlt - aber professionell und auf hohem Niveau. „Im vergangenen Jahr wollten sie John Rausch und Niklas Heinemann und haben im Endeffekt Tim Schneider geholt. Da heißt es manchmal eben: keine Rücksicht auf Verluste“, verdeutlichte Harald Heinemann. Brisanz verspricht nun das Aufeinandertreffen beider Vereine am Karsamstag um 16 Uhr an der Brauerstraße. Harald Heinemann: „Bis dahin wird in der Personalie Niklas Heinemann sicherlich eine endgültige Entscheidung gefallen sein.“
In Zukunft geht Niklas Heinemann wohl für den TuS Mayen auf Torejagd.
