Rheinlandpokal Finale am Oberwerth - Saison 2019/20
Der Pott steht endlich am Wasserturm
Der FV Engers bezwingt den FC Karbach mit 5:0 (1:0) - Der höchste Finalsieg in diesem Wettbewerb seit 53 Jahren
Koblenz. „Ein Pokalfinale ist etwas besonders“.
Ein Satz, den beide Trainer verwendeten. Allerdings galt für das Jahr 2020 dieses im doppelten Sinne. Zwar wurden in der Geschichte des FV Rheinland schon öfter die Pokalrunden erst in der kommenden Saison Spielzeit beendet, aber die Voraussetzungen 2020 setzten dem Ganzen dann noch einen drauf.
350 Zuschauer in einem Stadion, in dem sich in den fünfziger Jahren auch einmal 40.000 aneinanderdrückten, sind schon etwas besonderes. Genau dieses Aneinanderdrücken sollte aber mit der Zuschauerbegrenzung verhindert werden.
Auf dem Platz standen sich, wenn man die Pokalhistorie betrachtet, zwei vollkommen unbeschriebene Blätter. Zwar hatte der FV Engers schon Finalerfahrung sammeln dürfen, 1967 und 1970 standen die Grün-Weißen jeweils im Endspiel, doch den Pott zu gewinnen gelang bisher noch nie. Für den FC Karbach wiederum war dies die erste Endspielteilnahme überhaupt.
Zum 100 - jährigen Vereinsjubiläum gelang den Hunsrückern dieses Kunststück. Dafür aber hatte das Team von Trainer Torsten Schmidt im Kader selbst die größere „Finalerfahrung“. Mathias Fischer (2013) und Neuzugang Eric Peters (2008) hatten mit ihren damaligen Clubs schon einmal Finalluft auf dem Platz geschnuppert.
Aber eben nur geschnuppert. Einen Finalsieg konnte bisher noch keiner der Aktiven erleben. Bis auf Sascha FVE-Coach-Watzlawik. Der FVE-Coach siegte 2012 mit dem SV Roßbach/Verscheid, nach neunzig spannenden Minuten in Emmelshausen, mit 2:0 über den TuS Mayen und konnte somit bisher als einziger der Protagonisten sogar einen Finalerfolg ausgiebig feiern.
Und dies merkte man den Akteuren auf beiden Seiten an. Vorsichtige Zurückhaltung prägte die Anfangsphase. Die Finalisten neutralisierten sich, sodass sich die Partie zum größten Teil zwischen den beiden Strafräumen bewegte. So mussten sich die Zuschauer knapp eine Viertelstunde gedulden bis zum ersten Höhepunkt. Und dieser führte dann auch sofort zum Erfolg.
Ein langer Ball von Lukas Haubrich aus der eigenen Hälfte landete an der gegnerischen Strafraumgrenze bei Noel Schlesinger. Dieser passte fast von der Außenlinie in die Mitte, wo sich Sören Klappert seines Bewachers entledigt hatte und freistehend den Ball aus fünf Metern zum Führungstreffer versenkte. Ein Treffer, der dieser Partie zunächst guttat. Beide Teams agierten risikofreudiger. Vor allem den Hunsrückern gelang es, in dieser Phase nunmehr die Grün-Weißen in die Defensive zu drängen. Doch der in dieser Phase nicht unverdiente Ausgleich, Oscar Feilberg, Tobias Jakobs und auch Mathias Fischer scheiterten, wollte einfach nicht fallen. „Es fehlte uns letztendlich das Schlussglück“, Engers hat seine Angriffe einfacher sauberer zu Ende gespielt“, gestand nach der Partie Torsten Schmidt ein. Auf der anderen Seite aber sorgte dann auch kurzfristig Marcel Horz für Atemstillstand bei den Karbachern, als sein Flankenball kurz vor der Pause nur auf der Latte landete, bevor er ins Aus sprang. So blieb es bei der knappen Führung der Rheinländer.
In Halbzeit zwei legte der FVE dann schnell nach. Enrico Köppen hatte den Ball von Goran Naric auf der rechten Seite erhalten und bediente in der Mitte Schlesinger (48.), der problemlos versenkte.
Doch wer hier an eine Vorentscheidung dachte, wurde schnell eines Besseren belehrt. Karbach setzte nun alles auf eine Karte und setzte die Watzlawik-Schützlinge unter Druck. Doch auch in dieser Phase schafften es Feilberg, Fischer oder der eingewechselte Iljaz Gubetini nicht, das Spielgerät im Kasten von Stefan Djordjevic unterzubringen. „Wir hatten auch ein wenig Glück, dass in dieser Phase nicht der Anschlusstreffer gefallen ist“, gestand Sascha Watzlawik nach der Partie ein. Allerdings hätte der FV auch den Sack früher zumachen können. Denn Engers hatte in dieser Spielphase auch einige Konterchancen liegen gelassen. So dauerte es bis zur 80. Minute, ehe mit dem dritten Treffer die endgültige Vorentscheidung fallen sollte. Eingeleitet von Karbachs Keeper Florian Bauer. Dessen Abspielfehler nutzte Marcel Stieffenhofer, dieser passte auf Köppen der freistehend zum 3:0 versenkt. Der Rest blieb Formsache. Klappert (83.) mit einem verwandelten Foulelfmeter und Jonathan Kap (89.) schraubten das Ergebnis nach oben und sorgten somit für den höchsten Finalsieg im Rheinland seit 53 Jahren.
FC Karbach: Bauer, Fischer, Jakobs (53. Gubetini), Kunz, Feilberg, Puttkammer, Oster, Peuter, Peters (53. Schink), Denguezli (65. Eberhardt), Junk (85. Otto).
FV Engers: Djordjevic, Horz, Freisberg, G. Naric, Köppen, Finkenbusch (28. Splettstößer), Kneuper, Runkel (77. Kap), Schlesinger (74. Hermann), S. Klappert, Haubrich (64. Stieffenhofer).
Tor: 1:0 (13) Sören Klappert, 2:0 (48) Noel Schlesinger, 3:0 (80) Enrico Köppen, 4:0 (83.) Sören Klappert (FE.)
Gelbe Karte: S. Klappert (36. - Meckern), Dengüzli (36. - Foulspiel), Runkel (56.), Köppen (80. - Trikot ausziehen)
Schiedsrichter: Arianit Besiri (Trier) -TH-
Starker Auftritt auch von Volker Horz, der sich hier gegen seinen Karbacher Widersacher Eric Peters durchsetzt. Foto: Marc Dieler
Artikel melden
HeimatHelden: Saffig: Peter Röttgen und Dieter Sill sind für ihre Mitmenschen im Einsatz
- Rita Butz: Sehr schön verfasster Bericht , sehr zutreffend und diese beiden " Helden " üben eine Vorbildfunktion für unsere Gemeinde aus !! L. G. verbunden mit meiner höchsten Wertschätzung!!
BLICK aktuell-Bilderrätsel: Folge 1
- Rüdiger Knieps: Kesseling im Kreis Ahrweiler
Windpark für Bad Hönningen: Flächenpachtvertrag unterzeichnet
- Michael Kroeger: Bestätigung Wahlergebnis am 13.4.2026. Mark Geimer wird Stadtbürgermeister. Unterschrift Nutzungsvertrag Windkraft am 17.4.2026 durch den 1. Beigeordneten Werner Lahme. Die Vereidigung Mark Geimer als...
Kostenlose Beratung und Unterstützung
Beratungsleistungen der Gemeindeschwesterplus
Kreis Neuwied. Die Gemeindeschwesterplus bietet kostenlose Beratung und Informationen zu gesundheitlichen Themen wie Sturzprävention, Ernährung, Bewegung und vielen weiteren Aspekten - auch bei Hausbesuchen.
Weiterlesen
Astrologische Vorschau für die KW 18: Gesundheit, Liebe und Erfolg im Fokus bei den Sternzeichen
Sterne im Blick: Horoskop für die Woche 27. April bis 3. Mai 2026
Mit dem Übergang vom April in den Mai beginnt eine Woche, die von Aufbruch, Begegnungen und kleinen Wendepunkten geprägt ist. Rund um den 1. Mai rücken Feste, Traditionen und zwischenmenschliche Beziehungen in den Mittelpunkt. Das Feiern in den Mai hinein sorgt für Leichtigkeit, während alte Bräuche wie das Aufstellen des Maibaums für romantische Zeichen und neue Impulse stehen. Gleichzeitig fordert die Woche dazu auf, auf die eigene Balance zu achten und Chancen bewusst zu nutzen.
Weiterlesen
Jiddische Musik und Märchen
Klezmer märchenhaft
Koblenz. Klezmer märchenhaft - Jiddische Musik und Märchen am Samstag, 2. Mai 2026, 18 Uhr in der Christuskirche Koblenz, Friedrich-Ebert-Ring / Hohenzollernstraße.
Weiterlesen
