Lokalsport | 08.11.2016

HV Vallendar, Handball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar

Der Rumpfkader war absolut chancenlos

Der Rumpfkader war absolut chancenlos

Vallendar. Die Siegesserie des HV Vallendar ist nach vier Siegen gerissen, bei der TuS KL-Dansenberg unterlagen die Rheinländer mit 21:29. Schon vor der Partie war klar, dass es in diesem „Spitzenspiel“ für die Löwen sehr schwierig würde. Denn die Rheinländer hatten sage und schreibe fünf Ausfälle zu verkraften. Neben Kalani Schmidt, Merlin Busse und Tin Orelj mussten auch Kilian Graulich und Torben Waldgenbach passen. Graulich hütete mit Fieber das Bett, Waldgenbach war mit der A-Jugend der HSG Wetzlar unterwegs. Hinzu kam noch, dass Linkshänder Christian Offermann die komplette Woche krankheitsbedingt nicht trainieren konnte. Als Joker wurde kurzfristig Christopher Jackmuth aus der zweiten Mannschaft mitgenommen, er hatte vergangene Saison schon mehrfach ausgeholfen und ist mit den Abläufen bestens vertraut.

Dennoch blieb Trainer Wolfgang Reckenthäler nichts anderes übrig, als seine Mannschaft umzustellen. Tim Meder begann auf der Mitte, der junge Jacob Schleier musste auf Linksaußen Verantwortung übernehmen. Auch die Deckung musste in anderer Besetzung dem starken Dansenberger Rückraum entgegentreten.

Die Löwen verpatzten den Start in die Begegnung dann auch gründlich. Die Hausherren starteten mit viel Elan und Durchschlagskraft in die Partie. Die Abwehr der TuS stand sicher und war schnell auf den Beinen. Die Löwen gerieten sofort ins Hintertreffen, nach zwölf Minuten stand es 1:7 aus Sicht der Gäste. Reckenthäler musste frühzeitig die Grüne Karte zücken und formierte sein Team neu. Fortan agierten die ersatzgeschwächten Löwen mit Jackmuth als zusätzlichem Feldspieler - und das zeigte Wirkung. Hinzu kamen noch diverse Zeitstrafen für die Pfälzer, so dass Vallendar auf 9:12 verkürzen konnte. Nach einer kurzen Schwächephase fing sich Dansenberg dann wieder und ging mit einem Vorsprung von 15:10 in die Pause.

Schwaches Zweikampfverhalten

In der Kabine monierte Trainer Reckenthäler das Zweikampfverhalten in der Deckung. Zu Beginn des zweiten Durchgangs blieb die Führung der Gastgeber zunächst konstant, weil beide Teams teils klare Chancen vergaben. Beim HVV schwanden zusehends die Kräfte, Dansenberg konnte munter wechseln. Auch zwei Rote Karten beeindruckten die Pfälzer nicht. Zuerst wurde Mallios disqualifiziert, nachdem er Stefan Baldus bei einem Freiwurf im Unterleib traf. Kurz danach wurde Megalooikonomou nach seiner dritten Zeitstrafe vorzeitig unter die Dusche geschickt. Kaiserslautern brachte den Sieg sicher ins Ziel, der durchaus ein paar Treffer zu hoch ausfiel. Doch trotz dieser Niederlage bleibt der HV Vallendar weiterhin auf dem dritten Tabellenplatz.

Kapitän Oliver Lohner resümierte: „In Dansenberg haben wir es immer extrem schwer. Wenn du hier nicht zu 110 Prozent fit ist, dann hast du kaum eine Chance. Wir haben momentan viele verletzte Spieler, das merken wir schon. Mit der Niederlage müssen wir heute leben, auch wenn wir gern Zählbares mitgenommen hätten.“

Stefan Baldus meinte: „Wir haben alles versucht, was in unserer Macht stand, aber heute hat es einfach nicht gereicht. Dansenberg war extrem stark und zählt sicher zu den Top-Favoriten auf den Aufstieg. Mit unserem dünnen Kader konnten wir heute nicht mehr ausrichten, Dansenberg hingegen hatte 14 fitte Leute.“

Es spielten für den HVV: Schenk, Burgard (1), S. Stein (alle im Tor), Hertz (7/1), Woods (6/3), Baldus (2), Jackmuth (2), Lohner (1), D. Stein (1), Offermann (1), Meder und Schleier.

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