Lokalsport | 09.02.2026

Rennfahrer Rudolf Caracciola wurde am 30. Januar 1901 geboren

Der größte Sohn der Römerstadt Remagen wäre 125 Jahre alt geworden

Zu Ehren von „Caratsch“ legten Mitglieder des Remagener „Caracciola-Clubs“, Rolf Plewa, Rudolf Lohmer und Alex Zion am Denkmal an der Kemminghöhe einen Blumengruß ab.Foto: privat

Remagen. Er gilt als der größte Sohn der Römerstadt Remagen: Rennfahrer Rudolf Caracciola. Am 30. Januar 1901 geboren, gilt es im Jahre 2026, also 125 Jahre später, seiner zu gedenken. Rudolf Caracciola war bekannt als der größte Rennfahrer seiner Zeit und fuhr auf Mercedes-Benz Sieg auf Sieg ein. Sein wohl Aufregendster, der ihn auch im Kreis Ahrweiler unvergessen macht, ist der Sieg 1927 beim „Eifelrennen“, zur Eröffnung der „Nordschleife“ auf dem später weltbekannten Nürburgring. Zu Ehren von „Caratsch“ legten Mitglieder des Remagener „Caracciola-Clubs“, Rolf Plewa, Rudolf Lohmer und Alex Zion am Denkmal an der Kemminghöhe einen Blumengruß ab. Gedacht wurde dabei auch Rolf-Dieter Meißner, der den C-Club 1982 ins Leben gerufen hatte und ein leidenschaftlicher Verfechter der „Rennsporttaten“ von Rudolf Caracciola war – der Motor des Clubs. Rolf-Dieter-Meißner war auch Ideengeber für das Caracciola-Gedächtniszimmer in der „Kulturwerkstatt“, die die Erinnerung an den „größten Sohn der Stadt“ versucht aufrecht zu halten. „Caratsch“ war eines von fünf Kindern und aus alter Familientradition ein „Herzog von Roccanaiola“. Als erster Ausländer gewann er auf dem SSKL Kompressor-Sportwagen die Mille Miglia. Beim Training zum „Großen Preis von Monaco“ erlitt er 1933 einen schweren Unfall. Diese Beinverletzung hätte eigentlich das Ende seiner Rennfahrerkarriere bedeutet, doch er raste weiter mit einem um fünf Zentimeter verkürzten Bein. Er gewann den „Großen Preis von Italien“, wurde 1935, 1937 und 1938 Europameister. Er galt als „Regenfahrer“. 1952 startete er nochmals mit dem 300 SL bei der Mille Miglia und erreichte den vierten Platz – mit 51 Jahren, 13 Stunden mit einem Schnitt von 123 km/h. 1.600 Kilometer am Stück, ohne Pause. Zwei Wochen später, beim Rennen in Bern, prallte er mit dem Hinterrad auf einen Baum, zertrümmerte sich das rechte Bein. Zwei Jahre lebte er noch im Rollstuhl. Er starb im Alter von 58 Jahren in einer Klinik in Kassel an einem Leberleiden.

Zu Ehren von „Caratsch“ legten Mitglieder des Remagener „Caracciola-Clubs“, Rolf Plewa, Rudolf Lohmer und Alex Zion am Denkmal an der Kemminghöhe einen Blumengruß ab.Foto: privat

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