1. Menschenkicker Pokal in Bad Breisig
Die „Alten Herren“ rockten das Turnier
Sieger wird der „JGV Germania Oberbreisig“ vor „Futego 70+“
Bad Breisig. Eingeladen waren alle interessierten Vereine und Gruppen aus dem Breisiger Land – teilgenommen haben nur fünf Mannschaften beim 1. Menschenkicker-Turnier im Bad Breisiger Kurpark. Und so wirkten die Macher und Macherinnen der Kulturinitiative „Breisig.Live“ doch etwas enttäuscht ob des raren Interesses der hiesigen Bevölkerung, zumal sich nur eine Handvoll Zuschauer am Ort des Geschehens versammelten. Dabei hatten die Initiatoren von „Breisig.Live“ keine Kosten und Mühen gescheut, hatten für Sponsoren gesorgt (u.a. Kreissparkasse Ahrweiler, Tönissteiner, Schlüsseldienst Erdal, Bauunternehmen Dühr u.a.) und im Kurpark ein großes Spielfeld 7x14m mit einer aufblasbaren Plastikumrandung sowie in der Nähe zwei riesige Hüpfburgen für die Kleinsten aufgebaut.
Und was ist „Menschenkicker“?
Man stelle sich ein überdimensioniertes Tischkickerspiel vor, wie es früher in vielen Kneipen stand. Die Spieler und Spielerinnen sind mit den Händen in einer Schlaufe der Kickerstange fixiert und können so keinen Körperkontakt zu anderen Mitwirkenden aufnehmen. Jede Mannschaft besteht aus fünf Spielern (Torwart, 2 Verteidiger, 2 Stürmer) und 1-2 Ersatzleuten, ein Spiel dauert 2x4 Minuten plus Pause.
Bei brütender Hitze traten gegeneinander an: Der Junggesellenverein Germania Oberbreisig; die „Römerstürmer“ von der Römertherme; „Factory Reset“, die Local Heroes der hiesigen Rockszene; „Futego 70+“, die Seniorenpower aus der Quellenstadt und „Breisig.Live“ vom Veranstalter.
Mit großem Elan und Kampfgeist bespielten die Mitwirkenden die Arena, und sehr schnell schälte sich die Favoritenmannschaft, die Jungs von der JGV Oberbreisig heraus, die letztendlich jedes Spiel souverän gewannen und damit den ersten Menschenkicker-Cup nach Hause brachten.
Die Überraschungsmannschaft waren die alten Herren von „Futego 70+“. Was Franz-Josef Schneider (77 J.), Frank Kristof (76 J.), Franz Keiman (75 J.), Ralf Kaes (59 J.) und Christian Luke bei tropischen Temperaturen leisteten, war schon phänomenal. Außer gegen den Turniersieger, deren Spieler im Alter ihrer Enkel waren, verloren die Senioren kein weiteres Spiel und wurden verdient Zweiter. Die fünf sportlichen Herren spielen sonst Fußball, Tennis und Golf miteinander, was sich auch im Mannschaftsnamen „Futego“ widerspiegelt.
Den dritten Platz erspielten sich „Factory Reset“ vor „Breisig.Live“ und den „Römerstürmern“.
Die einzige gemischtgeschlechtliche Mannschaft stellten die „Römerstürmer“, die mit viel Spielfreude antraten und einen besseren Platz verdient hätten.
Und eine bessere Resonanz hätten die unermüdlichen Kulturmacher von „Breisig.Live“ verdient, die Sport, Spiel und Spaß auch unter Kultur einordnen und Bad Breisig mit ihren vielfältigen Angeboten und Aktionen kulturell wieder aufleben lassen.
So ist zu hoffen, dass beim nächsten Menschenkicker-Turnier im kommenden Jahr die Beteiligung bei Mitwirkenden und Zuschauern größer sein wird. Vielleicht lässt sich ja die Verwaltung der Quellenstadt dazu animieren, in den Lieblingsfarben weiß-blau des Bürgermeisters aufzulaufen und damit für eine Schalke-Begeisterung in unserem Breisiger Ländchen zu sorgen.
Die Überraschungsmannschaft „Futego Ü70“.
Die „Römerstürmer“ waren die einzige gemischtgeschlechtliche Mannschaft.
Der Kampfgeist der Mannschaften war groß.
Bei der Siegerehrung hatten alle viel Spaß.
