Sportverein 1919 Ochtendung
Die D-Junioren holen den Staffelsieg
Ochtendung. Nachdem die D-Junioren des SV Ochtendung aus der Qualifikationsrunde bis zum Winter recht gebeutelt hervorkam, galt es in der anstehenden Rückrunde, wieder ein anderes Gesicht zu zeigen. Mit der Zusammensetzung der Kreisklasse 5 Rhein/Ahr war bereits zu Beginn die Zielsetzung klar - hier sollte erfolgreicher agiert werden als bis zum Winter. Wie es der Zufall so wollte, traf der SV bereits im ersten Spiel auf den ehemaligen JSG-Partner Mendig. Die Gäste aus Ochtendung konnten sich in Mendig mit 9:1 durchsetzen.
Im zweiten Spiel gastierte die Mannschaft vom JFV Zissen II in Ochtendung. Die Zielstellung eines noch recht jungen Jugendfördervereins ist klar definiert, in Niederzissen soll leistungsorientierten Fußball angeboten werden. Dementsprechend verlief die Partie auf einem hohen Niveau und endete leistungsgerecht mit einem 1:1. Bereits ab diesem Zeitpunkt war klar, dass es im Saisonverlauf darauf ankommen wird, sich besonders gegen Niederzissen durchzusetzen.
Ein weiterer Titelaspirant wartete im dritten Spiel auf die Mannschaft. Bei der JSG Oberwinter III, einer Siebener-Mannschaft, gelang es der Mannschaft des Gastgeberns, unmittelbar vor dem Abpfiff den 3:3-Ausgleich zu erzielen. Im Rückspiel gelang es der Mannschaft von Trainer Martin Schleich, Oberwinter III durch ein 4:2 auf Distanz zu halten.
In allen weiteren Spielen gegen Mendig und Kottenheim wurde der SV seiner Favoritenstellung gerecht und konnte teils klare Siege einfahren. Im vorletzten Spiel der Saison gegen Kürrenberg schien eine Möglichkeit zu bestehen, vorzeitig die Meisterschaft zu holen, was mit dem 2:2 gegen das Schlusslicht nicht gelang. Der Zweitplatzierte Niederzissen unterlag zu Hause gegen den Drittplatzierten Oberwinter mit 2:8.
Nach einer Sondertrainingseinheit am Pfingstmontag und einem sehr klaren Plan fuhr Ochtendung zum Finale nach Niederzissen. Die Ausgangssituation war so, dass der SVO mit zwei Punkten Vorsprung an erster Stelle positioniert war und im Fall einer Niederlage oder eines Unentschiedens noch von Oberwinter überholt hätte werden können. Um die Meisterschaft sicher zu erreichen, musste also ein Sieg her.
Die Partie spiegelte noch einmal alle Facetten der Saison wider. Trotz Überlegenheit gelang es zu Spielbeginn nicht, in Führung zu gehen. Auf das klare Chancenplus für Ochtendung antwortete Niederzissen mit der 1:0-Führung. Mit einer taktischen Umstellung wurde die Defensive der Ochtendunger stabiler und konnte recht schnell durch Abdallah Salaho ausgleichen. Fortan hatte die Mannschaft um die drei zentralen Mittelfeldakteure Lars Röder, Baraa Meri und Anna-Lena Becker deutlich mehr Ballbesitz und drängte auf das 1:2. Ähnlich wie zu Beginn wurden die Gäste ein weiteres Mal ausgekontert und gerieten durch den zweiten Torschuss mit 2:1 in Rückstand.
Die Mannschaft blieb unermüdlich und wollte den Ausgleich vor der Pause erzwingen. Immer wieder folgten scharfe Hereingaben durch die beiden Flügelspieler Hoang-Anh Nguyen und Nico Hanrath. Eine dieser Flanken landete an der Hand von einem Verteidiger, der Schiedsrichter entschied auf Neunmeter. Nils Grabosch, der Abwehrchef der Mannschaft, bekam das Vertrauen des Trainers und verwandelte zum 2:2.
Die Mannschaft um den an diesem Tag herausragenden Baraa Meri befolgte die Worte des Trainers. Direkt nach Wiederanpfiff zeigte sie, dass sie an diesem Tag als Gewinner vom Platz gehen will. Zahlreiche Angriffe führten zu Torchancen. Das 2:3 fiel durch einen mustergültigen Angriff über die rechte Seite. Ein Schnittstellenpass von Lars Röder wurde von Hoang-Anh Nguyen an- und mitgenommen und gelangte durch eine präzise Hereingabe zu Abdallah Salaho, der nur noch einschieben musste. Einige Minuten später war es wieder Salaho, der im Strafraum zu Fall gebracht wurde. Den fälligen Neunmeter verwandelte der Spieler des Tages, Baraa Meri, zum 2:4-Endstand. Die Meisterschaft war perfekt.
„Ich bin stolz auf die Mannschaft. Es bereitet mir große Freude, die Entwicklungsschritte der Jungs und Anna-Lena zu begleiten. Wir hätten es auch in dieser Saison einfacher haben können - einfach passt aber nicht zu uns“, so Trainer Schleich.
