VfB Linz - Fußball-Rheinlandpokal 1. Runde 2021/2022
Die Defensive zeigte unnötige Schwächen
HSV Neuwied – VfB Linz 3:4 (1:1)
Linz. Neuwied. Der VfB Linz hat im Fußball-Rheinlandpokal mit einem 4:3 (1:1)-Sieg beim HSV Neuwied die erste Hürde genommen. Allerdings machte sich die Prenku-Elf gegen einen fleißigen und kampfstarken A-Ligisten durch Nachlässigkeiten in der Defensive das Leben selbst unnötig schwer. In Führung gingen die Gastgeber nach einem Eckball, den der freistehende Giovanni Laudi (30.) ins VfB-Netz beförderte. Die Antwort der Linzer erfolgte zehn Minuten später. Neuzugang Jardel Miezi setzte sich am rechten Flügel durch, flankte und Manuel Rott (40.) köpfte zum 1:1-Pausenstand ein. Die erste Halbzeit hatte außer den beiden Treffern keine Höhepunkte. Die Szenerie wurde von zwei aufmerksamen Abwehrreihen beherrscht, spielte sich das Geschehen überwiegend zwischen den beiden Strafräumen ab.
Das änderte sich nach Wiederanpfiff. Sehr zu Freude der Zuschauer gingen beide Teams jetzt ein größeres Risiko ein. Belohnt wurden zunächst die Gäste, die durch Manuel Simons (49.) in Front gingen. Die Platzherren schüttelten sich kurz und glichen gegen eine ungeordnete VfB-Hintermannschaft durch Sascha Kaiser (53.) zum 2:2 aus. Spätestens jetzt merkte der Bezirksligist, dass die Neuwieder mit halber Kraft nicht zu schlagen waren und drängte auf das dritte Tor. Mit Erfolg, denn Leonor Tolaj (61.) markierte nach einem Eckball von Becker die 3:2-Führung. Alles in trockenen Tüchern für den Favoriten – sollte man meinen. Doch erneut schlugen die Einheimischen zurück. Den Ballverlust des Linzer Tolaj nutzten die HSVer zu einem Konter und glichen durch Sebastian Seemann (73.) zum 3:3 aus.
Nun witterten die Platzherren Morgenluft, doch der Favorit ließ sich nicht so richtig aus der Ruhe bringen. Schließlich war es Simons (81.), der nach Zuspiel von Miezi den verdienten 4:3-Sieg sicherstellte. „Wir haben verdient gegen einen starken Gegner gewonnen“, analysierte Prenku, kritisierte aber im gleichen Atemzug: „In der Defensive haben wir Schwächen gezeigt, die drei Gegentore waren Geschenke für die Neuwieder.“
Zum Start der Bezirksliga ist der VfB Linz am Samstag um 17 Uhr bei der SG Westerburg zu Gast.
VfB Linz: Feuring, Dillmann, Klein (83. Krupp), Becker, Tolaj (83. Baftija), Miezi, Manuel Rott, Moritz Rott (46. Lemke), Vogt (63. Seitz), Böcking, Simons.
Schiedsrichter: Ronny Jackel (Hausen).
Zuschauer: 100.
Torfolge: 1:0 Giovanni Laudi (30.), 1:1 Manuel Rott (40.), 1:2 Manuel Simons (49.), 2:2 Sascha Kaiser (53.), 2:3 Leonor Tolaj (61.), 3:3 Sebastian Seemann (73.), 3:4 Simons (81.). LS
