Information des Meckenheimer Sportvereins
Die Geheimnisse des biologischen Alters
... Und was Lauftraining damit zu tun hat
Meckenheim. Joggen oder Laufen ist ein sehr beliebter Sport und vor allem gesund, wenn einige Punkte berücksichtigt werden. Deshalb ist etwas Wissen über den eigenen Körper für das Training und vor allem für die Gesundheit wichtig. Viele trainieren unbewusst viel zu hart, oder sogar in die Erholungsphasen hinein. Oder lassen durch Unregelmäßigkeit zu lange Pausen, in denen der Bedarf an körperlichen Veränderungen gar nicht auf-kommt. Das alles macht wenig Sinn, mindert unter Umständen die Leistungsentwicklung, steigert das Verletzungsrisiko und die wichtigen Anpassungen im Körper passieren nicht.
Eines der Hauptziele des Lauftrainings ist die Optimierung des Energiestoffwechsels. Um diesen zu beschreiben, sollte zunächst auf das Herz geschaut werden. Mal Hand aufs Herz, die wenigsten kennen ihren maximalen Puls. Das ist ein Nachteil für die richtige Bestimmung der Herzfrequenzzonen und der damit verbundenen Trainingsintensität. Unterschieden werden im Ausdauersport, zu dem das Laufen gehört, verschiedene Herzfrequenzzonen. In Trainingscomputern sind sie sehr einfach von eins bis fünf und meist mit verschiedenen Farben beschrieben. Vor allem die Zone zwei (60 bis 70 Prozent der maximalen Herzfrequenz) dient der Verbesserung der allgemeinen Grundlagenausdauer sowie Stoffwechselförderung. Hier werden die Mitochondrien gebildet, die auch als Kraftwerke der Zellen bezeichnet werden. Steigt die Herzfrequenz an, sodass in Zone drei trainiert wird, können sie nicht mehr entstehen, da der Sauerstoff nicht ausreicht. Laufen wir ohne Herzfrequenzmessung, befinden wir uns automatisch in Zone drei, da dies der „Wohlfühlbereich“ ist.
Wozu werden Mitochondrien gebraucht?
In den Mitochondrien laufen zum Beispiel die chemischen Reaktionen der Atmungskette ab. Es werden körpereigene Fette mit Hilfe von Glukose in ATP (AdenosinTriPhosphat) synthetisiert. Das wiederum kann in Bewegungsenergie umgesetzt werden. Da selbst sehr schlanke Menschen viel körpereigene Fette haben, stehen uns praktisch unendliche Energiemengen zur Verfügung. Was hat jetzt das Ausdauertraining mit dem biologischen Alter zu tun? Im Prinzip beginnt der Alterungsprozess, indem Zellbausteine nicht mehr wie gewünscht funktionieren - zum Beispiel die Mitochondrien. Das sorgt für Schäden und Veränderungen an der DNA. Da die Gene viele Körperprozesse regulieren, treiben die Veränderungen wiederum den Funktionsverlust der Zellen voran - der Körper altert. Dieser Prozess kann durch die richtig angewandten Intensitäten im Training verzögert werden und somit eine sehr hohe Lebensqualität bis ins Alter erhalten bleiben. Weitere Vorteile: Die Mitochondrien halten schlank und beugen Stoffwechselkrankheiten, wie zum Beispiel Zucker vor. Thomas Huth ist seit vielen Jahren begeisterter Läufer. Einst mit sehr viel Übergewicht gestartet und heute auf vielen Laufdistanzen bis zum Marathon unterwegs. Er ist lizenzierter Laufcampus Trainer und damit Teil eines bundesweiten Lauftrainer-Netzwerkes. Außerdem ist er Botschafter des „RheinEnergie Marathon“ Köln und „Flensburg liebt dich“ Marathon.
Gelaufen wird beim Meckenheimer Sportverein am Mittwoch und Freitag jeweils um 19 Uhr. Weitere Informationen unter www.msv-meckenheim.de.
Pressemitteilung Meckenheimer Sportverein
