Fußball-Rheinlandligist SG Eintracht Mendig/Bell startet am Sonntag, 6. September, um 14.30 Uhr gegen den SV Windhagen in die neue Saison
Die Generalprobe ist gelungen
Durch ein 3:1 (0:0) beim Bezirksligisten TuS Rheinböllen zog das Team von Spielertrainer Kodai Stalph in die zweite Pokalrunde ein
Mendig. Auf Rang sechs schloss Fußball-Rheinlandligist SG Eintracht Mendig/Bell die Saison 2019/2020, die durch die Corona-Pandemie Anfang März ein jähes Ende fand, nach 22 von 34 Spieltagen ab. Elf Siegen standen acht Niederlagen gegenüber, dreimal gab es für die Mannschaft von Kodai Stalph, der 2020/2021 weiterhin als Spielertrainer fungieren und an der Seitenlinie von Bernd Pauly assistiert wird, ein Unentschieden. Das machte summa summarum 36 Punkte. Mit 63 Treffern stellte die Eintracht die mit Abstand beste Offensive der Liga.
„An diese Leistungen wollen wir anknüpfen“, gibt Bernd Brück, neben Frank Schmitz einer der beiden Sportlichen Leiter, die Marschrichtung vor. „Das erste Drittel der Tabelle ist unser Saisonziel, im Pokal kann es ruhig mal das Halbfinale sein. Die Neuzugänge haben sich hervorragend eingefügt, im Moment passt es. Jeder von uns weiß aber, dass alles mit dem Erfolg steht und fällt.“ Dem Auftaktspiel am kommenden Sonntag, 6. September, gegen den SV Windhagen komme daher eine große Bedeutung zu. Die Partie wird um 14.30 Uhr auf dem Kunstrasenplatz an der Brauerstraße angepfiffen.
Neuzugänge und mehr
Neben dem vom Oberligisten FC Karbach gekommenen André Marx, der als Königstransfer gilt, haben auch die beiden Nachwuchskräfte Julian Schäfer und Leander Mombaur, die von den A-Junioren des Lokalrivalen TuS Mayen nach Mendig gewechselt sind, durchaus Ambitionen auf ein Startelfmandat. „Ich habe bei uns selten solche Spieler gesehen, die im Alter von 18 Jahren schon so weit waren“, verteilt Brück erste Komplimente. „Es macht uns allen Spaß, mit ihnen zu arbeiten. Sie besitzen eindeutig Rheinlandliga-Format. Es ist aber auch klar, dass wir im Verlauf einer langen Saison immer mal wieder ein Tief einplanen müssen, das ist in ihrem Alter völlig normal.“
Die Neuverpflichtungen Pierre Scholl (von der DJK Kelberg) und Nils Lenerz (vom SV Rheinland Mayen) sind noch keine Option. Scholl wird nach seinem Syndesmosebandabriss erst ab Oktober ins Training einsteigen, Nils Lenerz plagt sich momentan mit einer Zehenverletzung herum. Torhüter Aaron Gerling (vom SV Rheinland Mayen) soll in der zweiten Mannschaft weitere Erfahrungen sammeln, Pascal Zimmer (vom FC Plaidt) und Tim Montermann (von der SG Kempenich) dürften es zumindest in den Spieltagskader schaffen. Von den etablierten Kräften wird nur Björn Gilles zum Saisonstart nicht dabei sein: Beim Vorbereitungsturnier in Ettringen prallte der Allrounder im Spiel gegen die SG Elztal gegen die Bande und zog sich einen Sehnenabriss in der linken Hand zu, eine acht- bis zehnwöchige Pause wurde prognostiziert.
An den SV Windhagen haben die Vulkanstädter gute Erinnerungen: Am 1. Dezember des vergangenen Jahres gab es am 19. Spieltag einen deutlichen 5:1 (3:0)-Erfolg an der heimischen Brauerstraße. 210 Zuschauer verfolgten seinerzeit diese Begegnung, höchstens 350 dürfen es nach den Hygienerichtlinien des Fußballverbands in der kommenden Saison sein. „Am Sonntag wären wir aber auch mit 320 Leuten schon zufrieden“, scherzt Brück. Am Mittwoch, 9. September, muss die Eintracht im Rahmen des zweiten Spieltags um 19.30 Uhr bei der SG Malberg antreten. Zum Abschluss der Englischen Woche stellt sich am Sonntag, 13. September, der Traditionsverein FC Metternich (Aufsteiger aus der Bezirksliga Mitte) um 14.30 Uhr in Mendig vor. Am Sonntag, 20. September, geht es zum Derby nach Mayen. Diese brisante Begegnung wird um 15 Uhr auf dem Rasenplatz im Nettetal angepfiffen.
Die Generalprobe für den Meisterschaftsauftakt gegen Windhagen ist jedenfalls gelungen: In der ersten Runde des Rheinlandpokals setzte sich die klassenhöhere SG Eintracht Mendig/Bell beim in der Bezirksliga Mitte beheimateten TuS Rheinböllen nach Anlaufschwierigkeiten mit 3:1 (0:0) durch. Christoph Bittner brachte die Hunsrücker drei Minuten nach Wiederanpfiff sogar in Führung, Mombaur staubte für die Gäste zum Ausgleich ab, nachdem Marx eine Flanke von Schäfer per Kopf an die Latte gesetzt hatte (57.). Nur drei Minuten später erzielte Niklas Heinemann die Führung der Gäste: Nachdem er mit einem an Marcel Berg verursachten Foulelfmeter zunächst an Torhüter Wladimir Alexandrov gescheitert war, traf er im Nachschuss. Acht Minuten vor dem Ende machte Milan Rawert den Deckel drauf.
„Rheinböllen war der erwartet starke Gegner“, so Brück. „Wir hatten 70 Prozent Spielanteile, unser Sieg ist vollauf verdient.“ Zudem darf der Sportliche Leiter nun weiter vom Pokal-Halbfinale träumen. Allerdings sind jetzt erst einmal alle Augen auf Windhagen gerichtet.
Leander Mombaur (links) traf in Rheinböllen zum 1:1-Ausgleich.
Ein Hoffnungsträger für die Zukunft: Julian Schäfer.
