Beim Fußball-Rheinlandligisten SG Eintracht Mendig/Bell nimmt der Kader für die neue Saison mehr und mehr Gestalt an
Die Hausaufgaben sind schon gemacht
Damir Mrkalj wird die Mannschaft von der Brauerstraße verlassen und bei der SG Niederzissen/Wehr anheuern
Mendig. Vergleichsweise geruhsame Zeiten durchlebt momentan der Sportliche Leiter des Fußball-Rheinlandligisten SG Eintracht Mendig/Bell. Mal abgesehen von einer hartnäckigen Grippe, die ihn fast drei Wochen außer Gefecht gesetzt hat. Den Großteil der Verträge für die neue Saison hat Frank Schmitz schon unter Dach und Fach, in dieser Woche sollen in Zusammenarbeit mit Trainer Cornel Hirt weitere Gespräche folgen.
Diese komfortable Ausgangssituation ist natürlich auch der Tatsache geschuldet, dass sich die Vulkanstädter in (vergleichsweise) sicheren Tabellengefilden bewegen und voraussichtlich nicht - wie in den vergangenen Spielzeiten - bis zuletzt zittern müssen.
Die wichtigste Personalie vorweg: Trainer Hirt ist auch in der Saison 2018/2019 der verantwortliche Mann an der Seitenlinie. Beide Parteien hatten zwar ohnehin einen Zwei-Jahres-Vertrag abgeschlossen, aber in den vergangenen Wochen ist die Erkenntnis gereift, „dass es in jeder Hinsicht passt“, so Schmitz. „Wenn nicht, hätten wir uns nach einem Jahr wieder getrennt. Allerdings haben weder Cornel noch wir daran auch nur irgendeinen Gedanken verschwendet.“
Leistungsträger wie Kapitän Florian Schlich, Flügelflitzer Marcel Berg oder Mittelfeldstratege John Rausch werden in der neuen Spielzeit genauso weiter das Eintracht-Trikot tragen wie Philipp Geisen, Milan Rawert, Jörg Jenke, Matthias Strahl, Jeset Akwapay, Magomed Ibragimov, Lars Bohm und Malte Wedemeyer. Im Tor wird Jan Heinemann den Konkurrenzkampf mit Niklas Nett noch einmal aufnehmen. Trainiert werden die beiden Schlussmänner weiterhin von Arno Rothbrust.
„Bernd Brück und Karl Peter Kauer haben ganze Arbeit geleistet“, verdeutlicht Schmitz, er selbst sei schließlich „nur“ für die Gespräche zuständig gewesen. „Die beiden haben die Verträge aufgesetzt und den finanziellen Rahmen abgesteckt, schließlich muss ein solcher Kader ja auch bezahlt werden.“ Generell halte der Verein aber die Augen offen nach Neuverpflichtungen. „Es wäre ja auch fahrlässig, so etwas nicht zu tun. Wir brauchen für die Offensive auf jeden Fall einen weiteren Stoßstürmer.“
In erster Linie deshalb, weil Damir Mrkalj, in der Winterpause gerade erst wieder von der Regionalliga-Reserve der TuS Koblenz an die Brauerstraße zurückgekehrt, (bislang) als einziger Spieler seine Zelte in der Vulkanstadt abbrechen und die Kombinierten verlassen wird. Mrkalj, gerade mal 27 Jahre alt, heuert als Spielertrainer bei der künftigen SG Niederzissen/Wehr an.
Der Lehramtsstudent, Inhaber der B-Lizenz, entstammt der Jugend des FV Vilja und wohnt nach wie vor in Wehr. „Der Kontakt zu meinem Heimatverein ist nie abgebrochen.
Deswegen freue ich mich auf diese Aufgabe, weiß aber auch, dass es nicht leicht wird“, erklärt Mrkalj.
„Nach seiner Rückkehr aus Koblenz hätten wir uns eine längerfristige Zusammenarbeit mit ihm gewünscht“, macht der Sportliche Leiter der Eintracht keinen Hehl daraus, dass er Mrkalj gern weiter an der Brauerstraße gesehen hätte. „Er wird beruflich stärker eingespannt sein und glaubt, dass der Aufwand als Spielertrainer bei einem B-Ligisten geringer sein wird. Er hat uns seine Beweggründe mitgeteilt, das haben wir zu akzeptieren“, so Schmitz. „Wir als Verein sollten jetzt sehen, dass wir schnellstmöglich 41 Punkte auf dem Konto haben. Die dürften in diesem Jahr bei voraussichtlich höchstens drei Absteigern auf jeden Fall reichen. Unsere Hausaufgaben sind jedenfalls schon gemacht.“
Jeset Akwapay (rechts) wird auch weiterhin das schwarz-weiße Trikot der SG Eintracht Mendig/Bell tragen.Fotos: SK
