Fußball-Rheinlandliga - vierter Spieltag
Die Partie begann mit einem Paukenschlag
TuS Koblenz II - VfB Linz 2:2 (2:1)
Koblenz. Am vierten Spieltag der Fußball-Rheinlandliga trennten sich der TuS Koblenz II und der VfB Linz nach einer gutklassigen Begegnung mit einem leistungsgerechten 2:2 (2:1). Die Zuschauer sahen in der ersten Halbzeit eine TuS-Elf mit leichtem Chancenübergewicht. Nach dem Wechsel hatten die Gäste trotz Unterzahl die besseren Möglichkeiten.
Nach zwei Minuten die Führung
Die Partie begann mit einem Paukenschlag. Zwei Minuten nach dem Anpfiff bediente Michael Fiebiger seinen Mannschaftskollegen Andreas Schuth, der keine Mühe hatte den Ball im TuS-Kasten unterzubringen. Es stand 1:0 für den VfB Linz. Danach entwickelte sich ein munteres Spielchen. In der 21. Minute kamen die Koblenzer zum 1:1-Ausgleich. Nach einem Handspiel von Fabian Lacher auf der Strafraumgrenze entschied der Unparteiische Sören Müller auf Freistoß. Eine Möglichkeit für den einheimischen Freistoßspezialisten Kevin Kostrewa (21.), der seinem Ruf auch gerecht wurde. Er hämmerte den Ball an der Mauer vorbei in den rechten oberen Winkel. Ein Tor, bei dem der VfB-Keeper Sebastian Seitz nicht glücklich aussah. In der Folgezeit drängten beide Angriffsreihen vehement auf den Führungstreffer. Michael Krupp, Leonor Tolaj und Schuht auf der Linzer Seite sowie die Platzherren durch Delil Arbursu, Damir Mrkalj und Lars Bohm besaßen gute Einschussmöglichkeiten, die aber nicht den gewünschten Erfolg hatten. Arbursu (39.) war es schließlich, der für Torjubel bei den Gastgebern sorgte. Sein 25-Meter-Schlenzer zum 2:1-Halbzeitstand war sehenswert, aber auch nicht ganz unhaltbar. Kurze Zeit später ein erneuter Schock für die Linzer, als Tolaj (41.) wegen einem Foulspiel und einer Unsportlichkeit die Ampelkarte sah.
Torerfolg trotz Unterzahl
Es sprach für die tolle Moral der Becker-Elf, dass sie in der zweiten Halbzeit trotz in Unterzahl weiterhin munter mitmischten und das sogar mit einem Torerfolg. In der 50. Minute sorgte der VfB-Akteur Michael Fiebiger nach schöner Vorarbeit von Benedikt Joch für den 2:2-Ausgleich. Die TuS-Regionalligareserve war anschließend optisch überlegen, die klareren Torchancen besaß aber die Elf vom Kaiserberg. So hatte Michael Krupp (79.) Pech mit einem Lattenkracher und fünf Minuten später scheiterte Mario Seitz mit einem Kopfball an TuS-Torwart Yannik Reinländer. Die letzte Möglichkeit in dieser spannenden Partie hatten die Gastgeber, als Mrkalj (87.) an dem glänzend reagieren VfB-Keeper Seitz scheiterte. Im Linzer Lager war Trainer Paul Becker mehr als zufrieden. „Wenn man hier in Koblenz in Unterzahl nach einem Rückstand noch einen Punkt holt, ist das schon super“, lobte Becker seine Schützlinge und fuhr fort: Wir hatten im zweiten Abschnitt sogar noch Möglichkeiten, um auch zu gewinnen. Zuletzt vier Punkte aus zwei schweren Auswärtsaufgaben sind mehr, als wir uns erhofft haben.“
Vorschau
Die Möglichkeit den ersten Heimsieg einzufahren, erhält die Becker-Truppe am Sonntag um 15.30 Uhr, wenn sich die SG 99 Andernach auf dem Kaiserberg vorstellt. Allerdings läuft ein Hochkaräter auf, der einen glänzenden Saisonstart hinlegte. Mit zehn Punkten und 14:2 Tore auf dem zweiten Tabellenplatz sind eine beeindruckende Bilanz. Die junge Elf vom Kaiserberg steht vor einer schweren, aber auch richtungsweisenden Heimaufgabe, die das Publikumsinteresse mit Sicherheit nicht verfehlen wird.
VfB Linz: S. Seitz, Aslan, Lacher, Joch, Kyrion, Tolaj, Krupp, Y. Becker, Schuht (90. Özmen), Fiebiger (90+2 Dillmann), Ramovic (46. M. Seitz). LS
