Bezirksligist setzte sich beim Hallenfußballturnier der Verbandsgemeinde Maifeld souverän durch
Die SG Elztal gab sich keine Blöße
Polch. Die in der Fußball-Bezirksliga Mitte beheimatete SG Elztal hat sich als klassenhöchster Verein zum zweiten Mal in Folge den Titel bei der Hallenfußballmeisterschaft der Verbandsgemeinde Maifeld gesichert. Die Mannschaft von Trainer Bernd Pauly errang in sieben Spielen sieben Siege und somit 21 Punkte.
Durch den Modus „Jeder gegen jeden“ waren bei acht teilnehmenden Mannschaften 28 Begegnungen nötig, erst nach sechseinhalb Stunden stand der Sieger fest. Vielleicht auch schon ein wenig früher, denn die SG Elztal, die 50 Euro Prämie erhielt, hatte die mit Spannung erwartete Partie gegen die SG Maifeld deutlich mit 4:1 für sich entschieden. Der B-Ligist landete mit 16 Punkten auf Platz zwei und bekam 30 Euro. Dritter wurde die Reserve der SG Elztal (14 Zähler), der B-Ligist durfte sich über 20 Euro freuen.
„Wir sind unserer Favoritenrolle gerecht geworden, es war eine souveräne Leistung von uns“, freute sich Pauly über den deutlichen Erfolg. „Schade ist, dass viele Vereine nicht in Bestbesetzung angetreten sind. Das wertet die Veranstaltung doch deutlich ab, sie hat nicht mehr den gleichen Stellenwert wie in früheren Jahren.“ Der Elztaler Übungsleiter, der schon die am Montag, 22. Januar, beginnende Vorbereitung auf die restlichen Spiele nach der Winterpause im Blick hat, konnte sich sogar den Luxus erlauben, auf die beiden Hallenspezialisten Matthias Thelen und Martin Eberz zu verzichten. Nach seiner langen Verletzungspause könnte auch Niklas Wedemeyer Ende Januar das Training wieder aufnehmen.
Zwischendurch kochten die Emotionen in der Polcher Maifeldhalle über, Zuschauer liefen aufs Feld, es gab Provokationen und Pöbeleien hüben wie drüben. „Es hätte schlimmer kommen können, es ist noch im Rahmen geblieben“, beschwichtigte Lothar Kalter, der Vorsitzende des Ausrichters SV Ochtendung. Die von einigen Vereinen geäußerte Kritik am Spielplan wies er zurück: „Ein Veranstalter versucht immer, die Leute für eine bestimmte Zeit in der Halle zu behalten. Bei unserem Modus kann sich die Spannung auch erhöhen, jede Mannschaft muss sich in jedem Spiel neu beweisen.“
Veranstalter war zufrieden mit dem Turnierverlauf
Generell war Kalter aber sehr zufrieden. „Wir haben an fünf Tagen neun Turniere souverän über die Bühne gebracht. Die Zuschauerzahlen waren in Ordnung, entgegen dem allgemeinen Trend“, so der Vorsitzende. „Gerade beim D-, C- und B-Jugend-Turnier war das Interesse groß.“
Maximilian Mumm, der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Maifeld, sah es kurz nach der von ihm vorgenommenen Siegerehrung ähnlich: „Es ist immer ein fröhliches Aufeinandertreffen so kurz nach dem Jahreswechsel.
Die Halle ist voll, das Turnier wird angenommen. Die Mannschaften kennen sich, das erhöht den Reiz.“
Die seit Jahren in die Jahre gekommene Maifeldhalle soll 2019 für drei Millionen Euro renoviert werden, versprach Mumm. Beim Seniorenturnier, dem einstigen Aushängeschild, funktionierte am vergangenen Samstag weder die Anzeigetafel noch waren alle Linien deutlich sichtbar, was den beiden Schiedsrichtern Horst Müller aus Münstermaifeld und Horst Setzepfandt aus Mayen in der aufgeladenen Atmosphäre die Arbeit noch erschwerte. Vielleicht präsentiert sich 2020 nicht nur die Maifeldhalle in einem neuen Kleid, sondern auch das Turnier der Verbandsgemeinde in einem geänderten Format.
Für die SG Maifeld blieb nur der zweite Platz.
Die Spieler der SG Elztal erhielten ihre Urkunde und die Siegerprämie aus den Händen von Maximilian Mumm, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Maifeld (links), und von Lothar Kalter, Vorsitzender des SV Ochtendung (Zweiter von links).
