Lokalsport | 08.05.2019

Ein erfolgreiches Spiel gegen die SG Mosel Löf

Die SG Hocheifel bricht den Bann und siegt deutlich

Adenau. Am drittletzten Spieltag der laufenden Saison hat sich die SG Hocheifel mit dem lang ersehnten ersten Sieg in diesem Jahr im Abstiegskampf ordentlich Luft verschafft. Durch einen 6:2 (2:1)- Auswärtserfolg bei der SG Mosel Löf, die nun definitiv als Absteiger feststeht, hat die SGH zwei Spieltage vor Saisonende vier Punkte Vorsprung auf den drittletzten Tabellenrang, der möglicherweise auch noch ein Abstiegsplatz sein könnte. Dabei hatte es in der Anfangsphase der Partie auf dem Kunstrasen an der Mosel überhaupt nicht danach ausgesehen, dass es ein schöner Nachmittag für die Gäste werden würde. So zeigten sich die Kombinierten vom Nürburgring in den ersten Minuten der Partie extrem nervös und leisteten sich gleich mehrfach schwere Fehler in der Defensive. So war es fast schon folgerichtig, dass die Hausherren nach nur sieben Spielminuten durch eine schöne Kombination in Führung gingen. Die Gäste brauchten zehn Minuten, in denen sie weiterhin wankten und hochkarätige Gelegenheiten zuließen, ehe sie sich von dem Schock erholt hatten. Dann jedoch spielte Tobias Weiler einen starken Diagonalball auf Niklas Pauly, der im Strafraum zunächst zwei Gegenspieler stehen ließ und den Ball dann am herauseilenden Keeper vorbei zum Ausgleich im Tor unterbrachte. Fortan hatten die Gäste etwas mehr vom Spiel und wirkten nun auch deutlich wacher. In der 28. Minute luchste der als Stürmer spielende Dennis Palarowski dem letzten Mann der Moselaner den Ball ab und vollstreckte eiskalt zur Führung für die SGH. Da die SG Mosel Löf in den Minuten vor der Pause abermals zwei große Gelegenheiten liegen ließ, ging es mit diesem Zwischenstand auch in die Kabinen. Nach dem Seitenwechsel bot sich den Zuschauern weiterhin das gleiche Bild von einer relativ offen geführten Partie. Gerade die Hausherren, die zur Vermeidung des Abstiegs zwingend drei Punkte brauchten, mussten im Verlauf der zweiten Hälfte notgedrungen ins Risiko gehen und wechselten entsprechend offensiv. Darauf reagierte Weiler, indem er auf Fünferkette umstellte und seine Abwehr verstärkte. Dementsprechend hatten die Moselaner zwar relativ viel Ballbesitz, konnten mit diesem aufgrund einer sehr guten Defensivleistung der Gäste praktisch nichts anfangen. Richtig gefährlich wurde es stattdessen auf der Gegenseite nach schnellen Kontern der SGH. Trotzdem dauerte es bis zur 81. Minute, ehe eine Vorentscheidung hergestellt werden konnte: Der eingewechselte Luca Dederichs setzte Pauly in Szene, dessen scharfe Hereingabe von einem Löfer Abwehrspieler nur noch ins eigene Tor gelenkt werden konnte. Danach war der Widerstand der Hausherren so gut wie gebrochen, und nur vier Minuten später fiel das 4:1 für die SGH, als der ebenfalls eingewechselte Innenverteidiger Christian Baur eine Flanke von Weiler auf Linksverteidiger Richard Schäfer abtropfen ließ, dessen Schuss abgefälscht wurde und so unhaltbar im Tor landete. Das fünfte Tor der Gäste ließ dann wiederum nur weitere drei Minuten auf sich warten. Mit einem guten langen Ball schickte Baur Dederichs auf die Reise, dieser überlupfte den weit herausgeeilten Torhüter, der Ball sprang jedoch zunächst an den Pfosten. Dort jedoch lauerte Max Heintz, der den Abpraller über Umwege im Tor unterbrachte und sich so für seine guten Leistungen der letzten Wochen nochmal belohnen konnte. Im direkten Gegenzug kamen die Hausherren dann sogar noch zu ihrem zweiten Treffer, der allerdings nur noch Ergebniskosmetik war. Für den Schluss- und absoluten Höhepunkt sorgte in den Schlusssekunden Tobias Weiler, der den Ball direkt nach dem Anstoß vom Mittelkreis aus knapp 60 Metern über den zu weit vorn postierten Keeper hinweg ins Tor drosch und so den Endstand von 6:2 herstellte. Insgesamt ist dieser Sieg als extrem wichtig, aber auch durchaus verdient einzustufen, auch wenn er möglicherweise etwas zu hoch ausfiel. Ausschlaggebend war eine mit Ausnahme der Anfangsphase sehr disziplinierte Vorstellung der Gäste in der Defensive und die Tatsache, dass in der Offensive endlich die nötige Effizienz an den Tag gelegt wurde. Nun muss das Team im direkten Duell gegen die Spfr. Miesenheim am kommenden Sonntag nachlegen, um den Klassenerhalt auch rechnerisch perfekt zu machen.

Für die SGH spielten: Herz- Schmitz, Schieler, Vitten, Schäfer- Weiler, Hertel- Heintz, Nguyen (Baur/59.), Palarowski (Dederichs/74.)- Pauly (Prämaßing/84.)

Ausblick: Die SGH trifft am Sonntag, 12. Mai, um 14:30 Uhr im Adenauer Eifelstadion im letzten Heimspiel des Jahres auf die Spfr. Miesenheim.

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