Fußball-Bezirksliga Mitte, zweiter Spieltag
Diese Partie hatte keinen Verlierer verdient
Der SV Eintracht Mendig und der FC Germania Metternich trennten sich mit einem leistungsgerechten 2:2 (0:1)
Mendig. 220 Zuschauer mussten ihr Kommen nicht bereuen, sie sahen eine gutklassige und am Schluss sogar dramatische Partie auf dem Kunstrasenplatz an der Brauerstraße, die mit einem leistungsgerechten Unentschieden endete: 2:2 (0:1) hieß es schließlich am zweiten Spieltag der Fußball-Bezirksliga Mitte zwischen dem SV Eintracht Mendig und Rheinlandliga-Absteiger FC Germania Metternich.
„Es war sicherlich ein gutes, aber auch komisches Spiel mit abwechselnden stärkeren und schwächeren Phasen beider Mannschaften“, urteilte Frank Schmitz. Der Sportliche Leiter der Eintracht meinte damit vor allem die erste Halbzeit, die die Gastgeber klar dominierten. Einen Freistoß von Niklas Heinemann drehte FC-Schlussmann Mehmet Ali Severler, eigentlich der Ersatztorhüter der zweiten Mannschaft, gerade noch so um den Pfosten (26.). Gegen Milan Rawert rettete der Notnagel per Fußabwehr (32.), die anschließende Ecke von Heinemann lenkte er im Rückwärtsfallen über die Latte (33.). 120 Sekunden später drosch Dennis Stieffenhofer den Ball für seinen geschlagenen Torhüter von der Linie. Und so kam es, wie es kommen musste. Mit ihrer ersten Offensivaktion gelang den Gästen die Führung: Der überragende Kubilay Toumpan nahm einen 40-Meter-Diagonalpass von Moritz Pies gefühlvoll an, zog von der rechten Seite in die Mitte und schlenzte den Ball mit seinem starken linken Fuß ins lange Eck.
„Die erste Halbzeit war nicht gut von uns, weder mit noch gegen den Ball. Der Gegner war durch Standardsituationen immer gefährlich“, räumte FC-Trainer Leonardo Ferreira de Sousa ein. „Unsere zweite Halbzeit war ordentlich. Wir hätten das 2:0 nachlegen und uns belohnen müssen, aber dafür haben wir unsere Konter zu schlecht ausgespielt. Ich möchte mich aber nicht über das Ergebnis beschweren, ein 2:2 hätte ich vor der Partie unterschrieben. Wir sollten die Kirche im Dorf lassen, Mendig ist keine Laufkundschaft und verfügt mit Brice Braquin und Niklas Heinemann über abgezockte Spieler.“
Dieses Duo war auch am 1:1-Ausgleich maßgeblich beteiligt. Braquin suchte und fand im Strafraum das Bein von Nils Vogt, Heinemann verwandelte den anschließenden Foulelfmeter souverän (72.). 180 Sekunden später war die Begegnung komplett gedreht. Eine Flanke von Julian Groß, der nach seiner Einwechslung viel Dampf in die Partie brachte, drückte Leonard Zerwas mit seinem starken linken Fuß ins lange Eck. Auf der Gegenseite avancierte Zerwas sechs Minuten später zum Unglücksraben. Er berührte im 16-Meter-Raum den Fuß von Toumpan, der diese Einladung dankend annahm: Fabien Fries verwandelte den Foulelfmeter sicher zum 2:2-Endstand.
Beide Teams wollten danach den Sieg. SV-Torhüter Robin Rohr verhinderte mit der Hacke gegen Toumpan ebenso das 2:3 wie auf der Gegenseite Severler das 3:2 durch Julian Groß, der nicht mehr genügend Druck hinter den Ball brachte. Einen Verlierer hätte es an diesem Sonntagnachmittag auch nicht geben dürfen. „Das Ergebnis ist gerecht. Bei beiden Elfmetern hat sich niemand beschwert, also muss es so gewesen sein“, brachte es de Sousa auf den Punkt.
SV Eintracht Mendig: Robin Rohr, Carsten Thelen, Michael Koch, Nicolas Groß, Daniel Ley, Leonard Zerwas, Milan Rawert (62. Julian Groß), Brice Braquin (82. Lars Assenmacher), Nikas Heinemann, Tim Montermann, Meris Ramic (68. Martin Breil).
FC Metternich: Mehmet Ali Severler, Kian Freisberg, Carsten Wans, Simon Wagner, Kubilay Toumpan, Fabien Fries, Yannic Steinert (60. Yannic Felber), Dennis Stieffenhofer, (69. Elias Trieb) Moritz Pies (85. Maximilian Braun), Emre Simsek (75. Jona Kimmel), Nils Vogt.
Schiedsrichter: Michael Kausch (Cochem).
Zuschauer: 220.
Torfolge: 0:1 Kubilay Toumpan (42.), 1:1 Nikas Heinemann (72., Foulelfmeter), 2:1 Leonard Zerwas (75.), 2:2 Fabien Fries (81., Foulelfmeter).
Nächste Aufgabe für den SV Eintracht Mendig: am Sonntag, 25. August, um 15 Uhr beim FV Rübenach.
Nächste Aufgabe für den FC Germania Metternich: am Sonntag, 25. August, um 15 Uhr gegen den SV Anadolu Spor Koblenz.
