Lokalsport | 13.09.2016

TTC Zugbrücke Grenzau

Doppelspieltag für das TTC-Team

Pokalachtelfinale in Bad Homburg und Bundesliga gegen den Erzrivalen in Düsseldorf

Kou Lei. privat

Grenzau. Dieses Spiel wird für Dirk Wagner ein ganz besonderes sein: „Klar, ich komme dorthin zurück, wo für mich im Profibereich alles begonnen hat.“ Die Bundesliga-Partie bei Borussia Düsseldorf am Sonntag (15 Uhr) wird für den neuen TTC-Cheftrainer auch eine Reise in die Vergangenheit sein. Zwei Tage zuvor, am Freitagabend (19 Uhr) beim TTC OE Bad Homburg, möchte Wagner mit seinem Team jedoch zunächst das Viertelfinale der Deutschen Pokalmeisterschaft erreichen. Doch das Team aus dem rheinischen Westerwald ist gewarnt vor dem Zweitligisten.

Vier Mannschaften, einen Tag lang gemeinsam in einer Halle: Der Weg für Bad Homburg ins Pokal-Achtelfinale führte über ein Qualifikationsturnier im Modus Jeder-gegen-Jeden. In bundesweit vier Vorrundengruppen wurde gespielt, Bad Homburg setzte sich in Gruppe 2 gegen Brackwede, Herne und Grenzau durch. Grenzau? Richtig! Die TTC-Reserve hätte um ein Haar ein vereinsinternes Achtelfinale perfekt gemacht, musste sich jedoch Bad Homburg knapp mit 2:3 geschlagen geben und wurde Gruppenzweiter. Nun trifft der Zweitligist auf die Erste Mannschaft aus dem Brexbachtal.

„Dass die Zweite bereits gegen Bad Homburg gespielt hat ist für uns weder Vor- noch Nachteil“, sagt Wagner. „Wir haben jetzt keine besonderen Erkenntnisse erlangt. Und da wir mit einer komplett anderen Mannschaft antreten, hat auch Bad Homburg keine zusätzlichen Infos gesammelt.“ Wagner unterstreicht: „Wir spielen am Freitagabend natürlich in Bestbesetzung, weil wir unbedingt ins Viertelfinale wollen. Ich habe gehört, dort sind immer 400 bis 500 Zuschauer in der Halle und die Atmosphäre ist richtig klasse. Zudem hat Bad Homburg in der vergangenen Saison den Erstligisten Bremen aus dem Pokal geworfen. Wir sind also gewarnt und gehen mit der richtigen Grundhaltung in diese Partie. In einem solchen Pokalspiel gibt es auch keinen Grund zu experimentieren, zumal unsere Spieler weiter Matchpraxis sammeln sollen, damit sie weiteres Vertrauen in ihr Spiel gewinnen.“

Vertrauen in das eigene Spiel wird auch am Sonntag eine ganz entscheidende Rolle spielen, wenn die Westerwälder als Außenseiter nach Düsseldorf reisen. „Ich kenne die Mechanismen in Düsseldorf und schätze, dass das bereits ein erstes Endspiel für die Borussia ist“, sagt der TTC-Cheftrainer. Die Borussia hatte den Saisonauftakt in der Besetzung Kristian Karlsson, Stefan Fegerl und Anton Källberg in Ochsenhausen mit 1:3 verloren. „Ich rechne nicht damit, dass Timo Boll gegen uns zum Einsatz kommt“, sagt Wagner. „Er hat ein begrenztes Kontingent an Einsätzen. Und da werden in Liga, Pokal und Champions League noch einige wichtige Spiele auf Düsseldorf zukommen.“ Die Erwartung bei der Borussia wird so sein, dass man das aktuelle Grenzau-Team auch ohne Boll schlagen kann, glaubt der Cheftrainer. „Ich freue mich auf die Rückkehr und möchte gerne zeigen, dass ich zu meiner Zeit in Düsseldorf sehr viel gelernt und für meinen weiteren Weg mitgenommen habe. Und ich möchte zeigen, dass wir auch mit Grenzau auf einem sehr guten Weg sind.“

Kou Lei. Foto: privat

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