Lokalsport | 31.01.2022

Fußball-Rheinlandliga, SG Eintracht Mendig/Bell

Drei Siege und ein Unentschieden

Für die Mannschaft von Spielertrainer Kodai Stalph gab es in den vier Testbegegnungen Licht und Schatten

Seine Torgefährlichkeit stellte Philipp Pohl, von der DJK Plaidt nach Mendig gewechselt, in den ersten Testspielen bereits unter Beweis.  Foto: SK

Mendig. Die ersten drei der insgesamt sieben Wochen Vorbereitung haben die Rheinlandliga-Fußballer der SG Eintracht Mendig/Bell hinter sich. Vier Testspiele wurden bislang absolviert, es gab drei Siege und ein Unentschieden. Das lässt hoffen für die Rückrunde, die für die Schützlinge von Spielertrainer Kodai Stalph mit der Partie gegen Tabellenführer FSV Trier-Tarforst beginnt. Die Begegnung wird am Sonntag, 27. Februar, um 14.30 Uhr auf dem Kunstrasenplatz an der Brauerstraße angepfiffen.

Innenverteidiger Pascal Zimmer dürfte dann nach seinem Fußbruch wieder zur Startformation zählen, zumindest aber im Kader stehen. Die zuverlässige Defensivkraft hat mittlerweile Teile des Mannschaftstrainings absolviert, Zimmer bleiben bis zum Auftakt noch weitere vier Wochen. Bei Kapitän Florian Schlich, der in der Regel neben Zimmer verteidigt, ist an ein Comeback vorerst noch nicht zu denken. „Es ist mein zweiter Bandscheibenvorfall, da muss ich natürlich vorsichtig sein“, blickt der 33-Jährige, der seit zehn Jahren das Eintracht-Trikot trägt und zumindest wieder mit dem Lauftraining begonnen hat, in eine unsichere Zukunft. „Ich möchte in der nächsten Woche wenigstens mal wieder gegen einen Ball treten, danach sehen wir weiter. Ich bin leider auch nicht mehr der Jüngste.“

Zehn Jahre weniger auf dem Buckel als Schlich hat Philipp Pohl, der einzige externe Neuzugang. Der offensive Mittelfeldspieler, der es nach eigener Aussage „einfach mal höherklassig probieren“ möchte, wechselte in der Winterpause von der DJK Plaidt (Kreisliga B Mayen) zur Eintracht, die gleich drei Ligen höher angesiedelt ist. Dass er torgefährlich ist, bewies er schon beim ersten Test. Bei Ata Sport Urmitz (Bezirksliga Mitte) brachte er sein Team in der 22. Minute in Führung, Alexander Court stellte sechs Minuten vor der Pause den 0:2 (0:2)-Endstand her. Dass es bei diesem Resultat blieb, hatten die Gäste in erster Linie ihrem Torhüter zu verdanken. Robin Rohr behielt nicht nur in drei Eins-gegen-Situationen den Überblick, sondern wehrte mit einer großartigen Parade beim Stand von 0:1 sogar noch einen Foulelfmeter ab.

Beim 1:0 (1:0) gegen die ambitionierte SG Vordereifel Müllenbach (Bezirksliga Mitte) stand Rohr erneut zwischen den Pfosten und hielt erneut die Null. Den einzigen Treffer markierte Rechtsverteidiger Milan Rawert in der 38. Minute. „Wir mussten eigentlich mehr Tore erzielen“, räumt Bernd Brück, neben Frank Schmitz einer der beiden Sportlichen Leiter, ein. „Wenn Manuel Oster und André Marx in der Innenverteidigung aushelfen müssen, fehlen uns vorn ein wenig die zündenden Ideen und auch die nötige Struktur.“

Das wurde beim deutlichen 5:1 (3:0)-Erfolg über den abstiegsgefährdeten SV Oberzissen (Bezirksliga Mitte) wesentlich besser. Ali Mirzaie (19.), Brice Braquin (28.) und ein Eigentor von Christian Heuser (44.) sorgten schon vor der Pause für klare Verhältnisse. Stalph (52.) und Court (74.) schraubten das Ergebnis im zweiten Abschnitt weiter in die Höhe. Satbir Singh gelang vier Minuten vor Schluss der Ehrentreffer für Oberzissen.

Kurios wurde es am vergangenen Wochenende. Die Spvgg Cochem (ebenfalls Bezirksliga Mitte) sagte die für am Samstag um 15 Uhr geplante Partie in Mendig am Morgen ab, da der Verein gleich drei positive Corona-Fälle zu beklagen hatte. Stattdessen wurde an der Brauerstraße trainiert. Am Sonntag fiel die geplante Übungseinheit ins Wasser, dafür erschien Ata Sport Urmitz um 11 Uhr zu einem kurzfristig anberaumten „Rückspiel“. Was mit einem spektakulären und äußerst wilden 5:5 (2:3) endete.

Die Torfolge: 1:0 Stalph (10.), 1:1 Enis Bajrami (11.), 2:1 Tim Montermann (27.), 2:2 Bajrami (41.), 2:3 Kevin Kowalski (45.), 3:3 Marx (81.), 3:4 Sinan Kis (76.), 3:5 Kerim Faljic (81.), 4:5 Montermann (88.), 5:5 Pohl (90.).

In dieser Woche stehen drei weitere Trainingseinheiten auf dem Plan, da dürfte die Defensivarbeit im Mittelpunkt stehen. Am Sonntag, 6. Februar, wird es schließlich international im myprintshop-Stadion: Um 15 Uhr stellt sich der luxemburgische Zweitligist FC Berdenia Berbourg in Mendig vor.

Seine Torgefährlichkeit stellte Philipp Pohl, von der DJK Plaidt nach Mendig gewechselt, in den ersten Testspielen bereits unter Beweis. Foto: SK

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