Lokalsport | 27.07.2021

LG Kreis Ahrweiler

EM-Titel für Gürth - Bestzeit für Kolberg

Majtie Kolberg erstmals unter zwei Minuten

Kreis Ahrweiler.Die 800-Meter-Läuferin der LG Kreis Ahrweiler konnte Bestzeit am Samstag deutlich verbessern.

Die U23-EM vor zehn Tagen verlief für Kolberg nicht wie erhofft, dort schied sie im Vorlauf aus, und konnte so nicht zeigen, was in ihr steckt. Beim Flanders Cup in Ninove (Belgien) ergriff sie ihre Chance und steigerte sich um mehr als drei Sekunden. Ihre neue Bestzeit, und damit auch der Rheinland-Pfalz-Rekord, liegt bei 1:59,24 Minuten. Damit liegt sie in der ewigen deutschen Bestenliste auf Rang 30. In diesem Jahr ist nur eine deutsche 800-Meter-Läuferin schneller gewesen als Kolberg. Mit ihrer Zeit hätte sie auch die Olympianorm unterboten, der Qualifikationszeitraum ist allerdings bereits abgelaufen. „Heute bin ich für meine Heimat Arweiler gelaufen, die vor wenigen Tagen schlimm vom Jahrhunderthochwasser getroffen wurde. Es war emotional ein hartes Rennen, aber ich bin froh, gerade jetzt in eine neue Dimension vorgedrungen zu sein. Ich möchte die Aufmerksamkeit nutzen, um allen Betroffenen mein tiefes Mitgefühl auszudrücken und auf die Spendenkonten hinzuweisen“, kommentiert Majtie Kolberg in den sozialen Medien ihr Rennen.

Olivia Gürth holt nach spannendem Duell EM-Gold

Bei den Leichtathletik-Europameisterschaften der U20 in Tallinn gewann Hindernisläuferin Olivia Gürth (Diezer TSK Oranien) den Europameistertitel.

Ein beeindruckendes Rennen legte die 19-Jährige gleich bei ihrer ersten internationalen Meisterschaft ab. Sie war als eine Medaillenkandidatin angereist, aber die Jahresbestleistungshalterin und die klare Titelfavoritin war Gréta Varga aus Ungarn. Der Finaleinzug gelang ihr mühelos, und auch am Samstag fand sie gut ins Rennen. Die ersten Runden blieb Gürth vorne dabei, ohne direkt anzugreifen. „Bei Kilometer zwei habe ich mich gut gefühlt, und als ich in die letzte Runde kam, wusste ich, dass ich um den Sieg mitkämpfen kann“, beschrieb die 19-Jährige ihr Meisterschaftsrennen.

Es folgte ein unglaublich spannendes Duell zwischen Gürth und Varga. Am letzten Wassergraben konnte sich Gürth einen minimalen Vorsprung verschaffen, aber auf der Zielgeraden liefen die beiden Seite an Seite und kämpften bis zuletzt um die nötigen Zentimeter Vorsprung. Am Ende musste der Fotoentscheid her. Gürth war mit neuer Bestzeit von 9:59,15 hauchdünn vor Varga (9:59,17 min) und beendet ihre erste EM als Meisterin. In der ewigen Deutschen Bestenliste liegt sie auf Platz 16.

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