Beim SV Sayn fand das zweite Geißbock-Camp statt
Eigene Fertigkeiten verbessern
Bendorf-Sayn. Nach dem großen Erfolg der letztjährigen „Bundesliga“-Premiere im Sayntal lud der Sayner Fußballverein wieder die renommierte „Fußball-Schule Heinz Flohe“ des 1. FC Köln für vier Tage auf das Sportgelände des SV Sayn ein.
Neben dem Vereinsvorstand sehnten vor allem die angemeldeten Jungkicker/-innen den Beginn des Trainings-Camps in der Karwoche herbei.
Angemeldet hatten sich rund 40 Kinder - sie kamen aus nah und fern: aus Sayn, Bendorf, Neuwied, Engers, Immendorf, Bad Ems. Dies belegt, dass sich dieses Angebot des SV Sayn regional etabliert hat und sich eines großen Zuspruchs erfreut. Der Zuspruch kommt nicht zufällig und nicht von ungefähr: Die Kölner schicken erfahrene und fachlich hoch kompetente Jugendtrainer in ihre Feriencamps, und dem Sayner Verein ist es seit Jahren im Zuge seiner engagierten Jugendarbeit wichtig, neben dem Trainings- und Spielbetrieb attraktive fußballerische und soziale Events anzubieten. Dazu gehören beispielsweise auch eine gemeinsame Vereinsfahrt zum Bundesligaspiel Leverkusen gegen Hertha sowie das traditionelle Fronleichnamsfamilien-Zelten in Wissen. Zurück zu den Geißböcken: Nach einer kurzen Organisationsphase am Wochenbeginn ging es fußballerisch gleich zur Sache.
In mehreren Trainings- und Turniereinheiten vermittelte das Trainer-Trio um den Fußballschulen-Leiter Simon Scheibe, Nachwuchstrainer Niklas Borosch und Spieler-Legende Herbert Zimmermann den Jungs und Mädchen im Sayntal ebenso fachkundig wie einprägsam fußballerische Fertigkeiten. Für die sportliche wie charakterliche Qualität des Trainer-Trios steht beispielhaft der Einsatz des erfolgreichen Ex-Profis Herbert Zimmermann – liebevoll „Zimbo“ genannt.
Zimbo begann seine Profi-Karriere übrigens im benachbarten Engers, bevor er mit den Bundesligisten Bayern und Köln etliche Titel holte: Er war waschechter deutscher Meister, Europapokalsieger, DFB-Pokal-Sieger und als Nationalspieler Europameister. Fernab von Star-Attitüden und Macht-Allüren, mit denen selbstverliebte und korrupte Vereins- und Verbands-Millionarios den internationalen Fußball in Misskredit bringen, steht dieser erfolgreiche Alt-Profi mit beiden Füßen auf dem Boden der Realität. Er widmet seine Kraft und seine Erfahrung der Ausbildung lernbegieriger Nachwuchskicker/-innen.
Die gespannte Freude am Lernen und die außerordentlich gute Stimmung im Geißbock-Camp konnte auch durch das herbstliche Frühlingswetter in keiner Weise beeinträchtigt werden. Freudvoll erschöpft nahmen die Camp-Schützlinge zum Ausklang des Camps am Donnerstagnachmittag ihre Urkunden für den bestandenen Technik-Test entgegen und verabschiedeten sich in die häuslichen Badewannen.
Wie geht es weiter? Vereinsjugendleiter Dirk Schade, der die gesamte Camp-Woche auf dem Sportgelände begleitete, freut sich schon auf das dritte Sayner Geißbock-Camp im nächsten Jahr: „Der Verein steht bereit. Wir sind froh, mit den Kölnern erfahrene und kompetente Partner für die Ausrichtung attraktiver Fußball-Camps gefunden zu haben.“ Für die Vorstandsmitglieder Oliver Schmitt, der übrigens den Kontakt zu den Geißböcken initiiert hatte, und Benedikt Descourvières ist ein weiterer Ausbau der Partnerschaft zwischen Geißböcken und Barfußläufern durchaus denkbar.