SV Eintracht Mendig, Abteilung Tischtennis
Ein Duell auf des Messers Schneide
Mendig. Eine spannende Meisterschaftsbegegnung lieferten sich in der 2. Tischtennis-Rheinlandliga die Eintracht aus Mendig und der TTV aus Andernach. Die Ausgangspositionen der beiden alten Rivalen unterschieden sich doch deutlich. Während sich die Mendiger Gastgeber nach vier knappen Siegen auf einem komfortablen Mittelfeldplatz wiederfanden, standen die Andernacher
vor dem Spiel nach einigen engen und unglücklichen Niederlagen auf dem Relegationsplatz für den Abstieg. Die Leistungsunterschiede zwischen den Teams sind bei Weitem nicht so, wie es die Tabellensituation erwarten lässt. Die Mendiger erinnern sich nur ungern an die Relegation nach der vergangenen Saison, als sie von den Andernachern klar bezwungen wurden. In der Turnhalle der Mendiger Pfarrer-Bechtel-Grundschule kam es nun zum
Showdown zwischen den langjährigen Kontrahenten. Dieses letzte Spiel der Hinrunde wurde von beiden Mannschaften als richtungsweisend für den Verlauf der Rückrunde und den angestrebten Klassenverbleib gewertet. Die Erwartungen wurden nicht enttäuscht, denn die Zuschauer und Aktiven erlebten einen unglaublich spannenden und emotional aufgeladenen Zweikampf, der tatsächlich über die maximale Distanz von 16 Partien ging. Bei den Eröffnungsdoppeln konnte sich auf Mendiger Seite nur der Paradezweier Jonny Bogolowsky/Daniel Dechert durchsetzen. Der 1:2-Rückstand wurde schnell wieder aufgeholt, denn im oberen Paarkreuz setzten sich in heiß umkämpften Fünf-Satz-Duellen Bogolowsky und Dechert gegen Marcus Kreutz und Martin Link durch. Im mittleren Paarkreuz schien Sascha Müller der Verzweiflung nahe. Hatte er doch in den ersten beiden Sätzen Ralf Ecker sicher beherrscht, als die Partie nach Satzverlust (11:13) unerwartet kippte und noch verloren ging.
Echte Leistungsträger
Die fehlende Spielpraxis war Routinier Christoph Adams anzumerken. Dennoch warf er all seine Erfahrung in die Waagschale und musste sich Alex Piccolini erst im Entscheidungssatz (9:11) geschlagen geben. In der Runde der Direktvergleiche setzten Bogolowsky und Dechert, echte Leistungsträger der Eintracht, ihre Erfolgsserie fort. Vier Siege in den vier Spitzenpaarungen aber reichten den Vulkanstädtern nicht, um die Andernacher zu distanzieren.
Im Gegenteil, durch Erfolge in der Mitte und im unteren Paarkreuz enteilten sie auf 8:6. Der Verlust der Partie drohte, doch Mendig gab sich noch nicht geschlagen. Dieter Uenzen, der zuvor schon Pom Bunsong im fünften Satz besiegte, blieb nun gegen Piccolini cool. Nach klugem und sachlichem Spiel, in dem er sich auch von den kleinen Psycho-Tricks des Gegners nicht beeindrucken ließ, behielt er erneut im Entscheidungssatz die Oberhand.
Nun war der Punktgewinn für die Eintracht wieder möglich, hatten sie ja noch ein Ass im Ärmel. Und das stach auch wieder, denn das Doppel Bogolowsky/Dechert bewies mit dem 14. Sieg im 14. Spiel seine Ausnahmestellung in der Liga. So endete die Begegnung mit einem leistungsgerechten Remis (8:8). Dieses Ergebnis nutzt vor allem den Mendigern, die nach der Hinrunde auf dem vierten Tabellenplatz überwintern, während die Andernacher die Rote Laterne des Tabellenletzten übernahmen.
Bereits am Freitag empfing die Kreisligamannschaft der Mendiger Eintracht den TuS Kaisersesch zum vorletzten Spiel der Herbstrunde. Als Tabellenzweiter mit Aufstiegsambitionen fiel den Gastgebern natürlich die Favoritenrolle zu, der sie auch auf beeindruckende Weise gerecht wurden. Die Vulkanstädter ließen den Gästen aus Kaisersesch nicht die Spur einer Chance auf den Gesamtsieg und schickten sie mit der Höchststrafe, einer 9:0-Niederlage, wieder nach Hause. Diesmal setzten sie sich auch in den engen Partien, wie zum Beispiel beim Doppel drei mit Thomas Fritz/Philipp Büchel gegen Stephan und Peter Leonhard, durch. Alle Mendiger wie Dieter Uenzen, Mirko Heuft und Günter Lung dominierten in ihren Einzeln mehr oder weniger deutlich. So konnten die Spieler um Mannschaftsführer Martin Geilen für einen Tag die Tabellenspitze erobern.
