Lokalsport | 27.10.2020

Fußball-Bezirksliga Mitte

Ein Last-Minute-Remis auf der Bandorfer Höhe

TuS Oberwinter – TuS Rheinböllen 2:2 (1:0)

Der Rheinböllener Andreas Herdt (10)bezwingt TuS-Keeper Benjamin Kauert mit einem Strafstoß.Marcel Held (13) und Mussa Mumini (7) blicken gebannt zu. Foto: Sven Lohe.

Oberwinter. Am neunten Spieltag der Fußball-Bezirksliga Mitte kam der TuS Oberwinter gegen den TuS Rheinböllen nach einer abwechslungsreichen und spannenden Begegnung über ein 2:2 (1:0)-Remis nicht hinaus und teilt sich jetzt mit den punktgleichen TuS Immendorf sowie dem FC Cosmos Koblenz die Tabellenspitze.

In der ersten Halbzeit sahen die Zuschauer eine überlegene Heimelf, die bereits durch Mirco Koll (12.) früh in Führung ging. „In den ersten zehn Minuten gab es für Oberwinter ein halbes Dutzend Ecken.

Eine geht dann auch mal rein“, hatte Gästetrainer Rafael Sousa geahnt. Sein Trainerkollege Cornel Hirt konnte das nur bestätigen: „Es waren sicher mehr als sechs Hochkaräter, die wir in der ersten Halbzeit ausgelassen haben.“

Die Gästeelf stand mächtig unter Druck. Hier bewies der starke Rheinböllener Keeper Waldi Alexandrow seine Klasse, als er Großchancen von Thomas Enke (26., 40.), Benjamin Kauert (31.) und Mourice El Amrami (39.) zunichtemachte. Die 1:0-Pausenführung der Hirt-Elf schmeichelte den Gästen enorm. Negativer Punkt in der ersten Halbzeit war die Oberschenkelverletzung von Jonas Faber (24.). Für ihn wurde Christopher Klein eingewechselt.

Nach der Pause kam die Sousa-Truppe besser ins Spiel. Die Platzherren vergaben durch El Amrani (60.) und Enke (63.) noch zwei gute Einschussmöglichkeiten und versäumten, die knappe Führung auszubauen. Ansonsten ließen sich die robusten und zweikampfstarken Gäste kaum noch in Verlegenheit bringen. In der Schlussphase wurde es noch einmal richtig spannend. Zunächst glichen die Gäste durch Andreas Herdt (82.) mit einem Strafstoß zum 1:1 aus. Der eingewechselte Hamza Nali hatte seinen Gegenspieler Chris Bittner unglücklich elfmeterreif gefoult. Die Antwort der Platzherren folgte zwei Minuten später. Nach einer Flanke von Nali erzielte Enke mit einem Kopfball den vermeintlichen 2:1-Siegtreffer. Aber es sollte noch anders kommen. In der Schlussphase spielten die Hunsrücker Alles oder Nichts. In der 92. Minute gab es noch einen Eckball für die Sousa-Schützlinge. Sogar Torwart Alexandrov stürmte mit nach vorne. Tim Flesch führte die Ecke halbhoch auf den kurzen Pfosten aus, sein Bruder Dennis lief ein und hämmerte den Ball per Dropkick in die kurze Ecke zum vielumjubelten 2:2-Endstand. Das Last-Minute-Remis war perfekt.

Ich hatte das Gefühl, dass wir noch einen draufsetzen können“, erzählte Sousa und machte klar: „Wir haben als erste Mannschaft in dieser Saison geschafft, nicht in Oberwinter zu verlieren, und das war verdient.“

Im Lager der Gastgeber meinte Coach Hirt: „Ich habe davor gewarnt, nicht zu viele Chancen zu vergeben, aber wieder fehlte die nötige Konzentration und Nervenstärke, um zum Torerfolg zu kommen. Deshalb war es unnötig, dass wir zwei Punkte abgeben.“

Am Sonntag ist der TuS Oberwinter um 15 Uhr beim ambitionierten TuS Immendorf zu Gast. „Unsere Ausbeute an Punkten ist bisher o.k. und liegt voll im Soll. Nach Immendorf fahren wir in der Außenseiterrolle und können nur für eine Überraschung sorgen“, blickt Hirt mit Respekt auf die kommende Aufgabe.

TuS Oberwinter: Kauert, Koll, El Amrani (79. Nali), Mumini, Jaber (24. Klein), Manneh, Münch, Kunzika, Enke, Nuhn, Jarzombek.

Schiedsrichter: Robert Depken (Koblenz).

Zuschauer: 200.

Torfolge: 1:0 Mirco Koll (12.), 1:1 Andreas Herdt (82., Foulelfmeter), 2:1 Thomas Enke (84.), 2:2 Herdt (92.).

LS

Der Rheinböllener Andreas Herdt (10) bezwingt TuS-Keeper Benjamin Kauert mit einem Strafstoß. Marcel Held (13) und Mussa Mumini (7) blicken gebannt zu. Foto: Sven Lohe.

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