Lokalsport | 25.10.2022

SV Alemannia Adendorf

Ein Torfestival lag in der Luft

SV Alemannia Adendorf – SV SW Merzbach 4:4 (2:3)

Adendorf. Wenn zwei so offensivstarke Mannschaften (34 bzw. 26 Tore in acht Spielen) aufeinandertreffen, liegt ein Torfestival in der Luft. Entsprechende Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Das Trainergespann Ralf und Dieter Nolden hatte gegenüber den letzten Spielen eine Umstellung vorgenommen. Für Abwehrchef Tim Lauri Knauer, der in die Offensive rückte, war erstmalig Abdo (Abi) Khalil für die Organisation der Defensive zuständig.

Von Anfang an wurde mit offenem Visier gespielt und der SVA konnte nach bereits zehn Minuten den Führungstreffer durch Roman Wiese feiern. Der Ausgleich fiel allerdings postwendend. Mit einer feinen Einzelleistung konnte Fabian Kuhnle (13.) die Alemannia fast im Gegenzug wieder in Führung schießen, die aber nicht lange hielt. Ein Missverständnis zwischen Torhüter Moritz Sydow und der Innenverteidigung führte zum Ausgleich in der 18. Spielminute und ein sehr sehenswerter Fallrückzieher von Marco Tim Heinevetter (25.) zur Pausenführung für die Merzbacher. Die zweite Halbzeit begann gleich mit einer kalten Dusche zum 2:4. Aber auch davon ließ sich der SVA nicht beeindrucken. Kaum zwei Minuten später drückte Tim Lauri Knauer eine Flanke zum 3:4 über die Linie. In der 58. Minute zahlten sich die Angriffsbemühungen der Alemannia mit Mohamad Khalils achtem Saisontreffer zum umjubelten Ausgleich aus. Erstaunlicherweise war der Torreigen damit schon beendet. Die Merzbacher drängten zwar auf den Führungstreffer, kamen aber kaum zu einem strukturierten Spielaufbau und klaren Torchancen.

Diese boten sich zwar den Alemannen mehrfach an, aber letztlich kann man mit dem Remis sehr zufrieden sein.

Wieder ein spektakuläres und extrem spannendes Heimspiel! Spielerisch gehört der SVA ohne Zweifel zu den besten Mannschaften in der Gruppe 3 der Kreisliga C. Das Problem bleibt die Defensivarbeit. Zu oft werden den Gegnern Tore geschenkt. Gastfreundschaft sollten die Adendorfer lieber neben dem Platz beweisen.

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