Nürburgring Langstrecken-Serie im Doppelpack

Ein Wochenende zwei Rennen

13.07.2021 - 08:49

Nürburgring.Mit dem sogenannten „Double Header“ absolvierte die Nürburgring Langstrecken-Serie (NLS) am vergangenen Wochenende gleich zwei Rennen auf der 24,458 Kilometer langen Streckenkombination aus Kurzanbindung des Grand Prix-Kurses und der Nordschleife.


Dabei standen mit dem am Samstag ausgetragenen 61. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen sowie dem am Sonntag stattgefundenen 44. RCM DMV-Grenzlandrennen jeweils ein getrennt gewerteter Lauf über Vierstunden auf dem Programm.

Nach dem Sieg des BMW-Junior-Team bei der Adenauer Rundstrecken-Trophy über querten auch am Samstag beim Grenzlandrennen Max Hesse, Daniel Harper und Neil Verhagen erneut als Erste die Ziellinie. Bei durchweg trockenen Bedingungen hatte sich das Trio mit dem von Team RMG eingesetzten BMW M6 GT3 im Ziel über 1:16 Minuten von den Verfolgern absetzen können.

Auf Platz zwei und drei landeten mit dem Haupt-Mercedes und dem Phoenix-Audi gleich zwei GT3 Boliden die nur einen Steinwurf entfernt von der Nordschleife, im Industriegebiet in Meuspath für ihre Einsätze vorbereitet werden. In einer turbulenten Schlussphase war es der Besatzung des Mercedes AMG GT3 Patrick Assenheimer (Heilbronn), Hubert Haupt (München) und Adam Christodoulou (Großbritannien) gelungen die Phoenix Piloten Frank Stippler (Bad Münstereifel) und Vincent Kolb (Frankfurt) noch von der zweiten Position zu verdrängen. Eineinhalb Runden vor Rennende hatte Christodoulou das Momentum auf seiner Seite und konnte an Kolb vorbeiziehen, als dieser beim Überrunden vom Gas gehen musste.

Auch beim Sonntagsrennen sollte die Besatzung des Phoenix-Audi beim Kampf um die Podiumspositionen wieder eine entscheidende Rolle spielen. Im Gegensatz zum Samstag

Ging es dabei aber nicht um eine Platzierung, sondern um den Sieg. In einem erneut spannenden Schlussduell war es abermals Vincent Kolb der sich in Führung liegend, diesmal gegen die Angriffe des BMW M6 GT3 von Walkenhorst Motorsport zur Wehr setzen musste. Auf den letzten Metern hatte der Frankfurter das Rennglück erneut nicht auf seiner Seite und so sicherte sich das Walkenhorst-Trio Ben Tuck (Großbritannien), Christian Krognes (Norwegen) und David Pittard (Großbritannien) nach 29 Runden ihren ersten Saisonsieg. Neben dem Sieg stellte das Trio mit der Renndistanz von 29 Runden auch den NLS-Rekord für ein 4-Stunden-Rennen ein.

Trotz der letztlich knappen Niederlage blickte Kolb dennoch zufrieden auf das Rennen zurück:

„Natürlich ist es schade, dass es nicht für den Sieg gereicht hat. Das Team hat uns ein super Auto hingestellt“ so Kolb. „Am Schluss hatte ich ein paar Mal Pech mit dem Verkehr. Vielleicht ist beim nächsten Mal das Glück auf unserer Seite.“

Den dritten Platz fuhr die Besatzung des Falken-Porsche Alessio Picariello (Belgien), Tobias Müller (Euskirchen) und Dennis Olsen (Norwegen) ein.

Der Konrad-Lamborghini mit Jakub Giermaziak (Polen), Axcil Jefferies (Montabauer) und Michele di Martino (Eitorf) kreuzte auf Rang vier die Ziellinie. Dahinter der Car Collection Audi gefolgt vom Porsche GT3 von Huber Motorsport. Der Frikadelli-Porsche der am Samstag nicht gestartet war, komplettierte mit Klaus Abbelen (Barweiler) und Martin Ragginger (Österreich) die ersten sieben Fahrzeuge.

Für den zweitplatzierten Mercedes vom Samstag war das Sonntagsrennen um eine Top-Platzierung schon anfangs der zweiten Runde gelaufen. Eingangs der AMG-Arena war es zu einer Berührung mit dem WTM-Ferrari gekommen. Nach der notwendigen Reparaturpause starteten die Piloten zur Aufholjagd und erreichten letztlich auf Position neun das Ziel. Schon vor dem Rennen hatten nach einem Crash im Qualifying, die am Samstag noch siegreiche BMW-Junioren die Segel streichen müssen.

Insgesamt vier der futuristischen KTM X-BOW brachte das Adenauer Team von Teichmann Racing an den Start. Darunter auch der neue KTM X-BOW GTX. Nach dem Sieg des Fahrzeugs in der Cup X Wertung bei der Adenauer Rundstrecken-Trophy pilotierten diesmal Daniel Bohr (Luxemburg), Timo Moelig (Waldalgesheim) und KTM Werksfahrer Reinhard Kofler (Österreich) den GTX in beiden Läufen erneut zum Klassensieg.

Auf Position zwei in der Klassenwertung überquerten Georg Griesemann (Bornheim), Yves Volte (Weil der Stadt) und Maik Rönnefarth (Bad Neuenahr) mit einem weiteren Teichmann Boliden die Ziellinie.

Mit ebenfalls einem Erfolg in beiden Läufen gelang es auch Andy Gülden (Reifferscheid), Matthias Wasel (Bergheim) und Frédéric Yerly (Schweiz) mit dem VW Golf GTI TCR von Max Kruse Racing in der Klasse SP3T drei Siege in Folge einzufahren.

Erstmals in dieser Saison startete das Meuspather Team von Manheller Racing mit drei BMW in der NLS. Neben zwei VT2 BMW ging im Rennen am Sonntag auch der BMW M3 E36 mit den Lokalmatadoren Stefan Manheller (Döttingen) und Uwe Krumscheid (Adenau) nach langer Zeit wieder an den Start. Leider war die Rückkehr des M3 nur von kurzer Dauer, schon in der 3 Runde rollte das Auto mit einem technischen Defekt aus. In der mit 20 Fahrzeugen besetzten VT2 Klasse konnten am Sonntag Kurt Strube (Wietmarschen), Harald Barth (Bonn) und Carsten Knechtges (Mayen) mit der sechsten Position die beste Platzierung für das Team einfahren.

Licht und Schatten hielt der „Double Header“ in der Cayman GT4 Trophy für das in Bad Neuenahr beheimatete Team von Schmickler Performance bereit.

Nach dem 2. Platz bei der Adenauer Rundstrecken-Trophy zeigten am Samstag Horst Baumann und Kai Riemer mit dem Cayman GT4 CS erneut eine souveräne Leistung. Wegen eines Geschwindigkeitsverstoßes beim Qualifying musste das Fahrer-Duo aus der Boxengasse starten. Mit einer spektakulären Aufholjagd rollten sie das Feld von hinten auf und belohnten sich am Ende mit dem zweiten Platz. Am Sonntag war das Rennen nach einer Kollision, welches Baumann und Riemer als Polesetter in Angriff genommen hatten jedoch schon in der vierten Runde für das Duo beendet.

In der Klasse SP3T konnte Markus Schmickler (Bad Neuenahr-Ahrweiler) gemeinsam mit Claudius Karch (Ilvesheim) und Achim Wawer (Karlsruhe) den Porsche Cayman GT4 auf den Positionen 3 (Sa.) und 4 (So.) ins Ziel bringen.

Die NLS begibt sich nun in eine zweimonatige Sommerpause. Weiter geht es dann am 11. September mit dem NLS-Jahreshöhepunkt, dem ROWE ADAC 6h Ruhr-Pokal-Rennen. BURG

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Marlene Rolser:
Gut, dass es eine offizielle Stellungnahme des Bürgermeisters zu all den absurden Behauptungen gibt. Schade, dass die Person,die die Falschmeldung, kurz nach der Flut, über den angeblichen Dammbruch nicht zur Rechenschafft gezogen werden kann. Vielleicht meldet sich ja jetzt noch jemand,der die...
Lothar Skwirblies :
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