Rot-Weiß Koblenz, Fußball-Oberliga Südwest
Ein echtes Wechselbad der Gefühle
Koblenz. Ein echtes Wechselbad der Gefühle erlebten die Anhänger von RW Koblenz. Unter der Woche gab es zunächst trotz guter Kritiken eine deutliche 1:4- Schlappe beim FSV Salmrohr. Nut vier Tage später folgte dann endlich der lang ersehnte erste Heimsieg. 3:0 gewann Rot-Weiß das Rheinlandderby gegen Burgbrohl und sorgte für ein spürbares Aufatmen am Oberwerth.
FSV Salmrohr - RW Koblenz 4:1 (1:0). Lange sah es für RW Koblenz zumindest nach einem Zähler aus. Spätestens nach dem Ausgleichstreffer. Thilo Krämer hatte in der 69. Minute endlich den bis dahin hochverdienten Ausgleich erzielt. Salmrohr hatte dank eines Sonntagsschusses von Peter Schädler früh die Führung markiert. Doch die Gäste ließen sich durch diesen Rückstand nicht schocken und bestimmten weiterhin das Spiel. Allerdings vernachlässigten sie das Toreschießen. „Uns fehlt vor dem Tor die Kaltschnäuzigkeit“, fasste RW-Trainer Fatih Cift das Manko seiner Elf zusammen. Bereits in Halbzeit eins hätten die Gäste eigentlich treffen müssen. Doch Dominik Schmidt und Herve Loulouga scheiterten. Und dies setzte sich nach der Pause fort. Umso überraschender, dass die Partie plötzlich innerhalb von drei Minuten kippte. Marc Inhestern (74.) und Meliani Saim trafen für die Gastgeber und stellten damit den Spielverlauf auf den Kopf. „Wir sind fast eine Stunde unseren Gegenspielern nur hinterhergerannt“, gestand sogar FSV-Trainer Paul Linz. Doch das war am Ende auch leicht, denn seine Mannschaft hatte sogar 4:1 gewonnen. Nur zwei Minuten nach dem dritten Treffer hatte Tim Hartmann mit einem Foulelfmeter für den Endstand gesorgt. Für den Verursacher des vierten Tors war die Partie auch beendet, denn Schiedsrichter Philipp Michel hatte den Koblenzer Giuliano Masala wegen eines unangebrachten Kommentars vorzeitig zum Duschen geschickt.
RW Koblenz: Gerharz, Masala, Schmidt, Krämer, Meinert, Miles, Sauerborn, Fritsch (62. Altin), Kaya (76. Karalalek), Knopp (59. Grzobic), Loulouga.
RW Koblenz - SpVgg Burgbrohl 3:0 (2:0). Endlich kann RW auch wieder auf eigenem Platz gewinnen. Im Kellerduell besiegte der „Vorstadt-Kult“ die Konkurrenz aus Burgbrohl mit 3:0. Thilo Kraemer (19.), Herve Loulouga (45.) und ein Eigentor von Alexi Weidenbach (89.) sorgten für die Treffer am Oberwerth und somit für freudestrahlende Gesichter. „Es war kein hochklassiges Spiel. Aber trotzdem ist der Sieg verdient. Am Ende fragt aber keiner nach dem Wie“, freute sich RW-Trainer Fatih Cift über den ersten Heimsieg in dieser Saison. Dieser zeichnete sich schon sehr früh ab. Bereits in der Anfangsphase sorgte Rückkehrer Henrik Hillen, er hatte erst vor wenigen Tagen seinen Vertrag bei der TuS Koblenz aufgelöst, für mächtig Dampf. Doch seine beiden Gelegenheiten in den ersten zehn Minuten blieben ungenutzt.
Trotzdem hatte sich sein Einsatz schnell bezahlt gemacht. Denn Hillen war eben auch der Vorbereiter der ersten beiden Koblenzer Treffer. Am Ende waren die Gäste mit dem 2:0 zur Pause noch gut bedient gewesen. Marcel Behr hatte des Öfteren in letzter Not retten müssen und somit seine Mannschaft zumindest ansatzweise noch im Spiel halten können. Am Spielverlauf änderte sich im zweiten Abschnitt auch nicht viel. „Wir konnten uns in keiner Weise durchsetzen“, ärgerte sich Burgbrohls Klaus Adams über den leidenschaftslosen Auftritt seiner Mannschaft.
Die musste am Ende zumindest nur noch einen Treffer hinnehmen - und den produzierte sie dann auch noch selbst. Am Ende atmeten die Verantwortlichen beim „Vorstadt-Kult“ spürbar auf und feierten den ersten Heimsieg der Oberligageschichte von RW Koblenz.
TH
