Biathlon Sport Club wurde 50 Jahre

Ein halbes Jahrhundert - das muss gefeiert werden!

Ein halbes Jahrhundert -
das muss gefeiert werden!

Für besondere Verdienste und lange Vereinszugehörigkeit wurden den Mitgliedern Urkunden überreicht. Foto: SES

26.06.2019 - 10:45

Adenau. „ Wie kommt man auf die Idee 1969 einen Biathlon Sportclub zu Gründen?“, fragte Wolfram Boemer seit 35 Jahren Vorsitzender des BSC Adenau, beim Festkommerz zur 50 Jahr Feier im Gemeindehaus Kottenborn. Die Idee hatte Heinz Boemer, unter dessen Leitung am 20. Juni 1969 in der Adenauer Gaststätte „Zum Wilden Mann“ die Gründungsversammlung stattfand.

Als Ziel setzte sich der neugegründete Verein die Sportarten, Biathlon, Skilaufen und Sportschießen wettkampfmäßig zu betreiben. Der BSC hatte in Adenau das Interesse geweckt und so zählte der Verein am Ende des Gründerjahres bereits 50 Mitglieder und damit begann die Erfolgsgeschichte des BSC.

Das Sportschießen drängte den Wintersport schnell in den Hintergrund. Für einen Monatsbeitrag von 1 DM konnten die BSC Schützen auf der Schießstandanlage der Forstverwaltung „Im Hüstert“ jeden Sonntag trainieren. 1971 stellte die Gemeinde Wimbach im Wimbachbachtal einen alten Steinbruch zum Bau eines Schießstandes zur Verfügung.

Fast ohne jeden Zuschuss schafften es die BSC Mitglieder in selbstlosen Einsatz und vielen kostenlosen Arbeitsstunden eine damals moderne Schießstandanlage mit sechs 50 Meter KK–Bahnen, sechs Pistolenstände 25 Meter und zunächst 12 Luftgewehrstände zu bauen. Hier sind besonders das heutige Ehrenmitglied des BSC Helmut Schmitz und sein Bruder Heinrich zu nennen, die zusammen mit vielen Bagger- und Raupenstunden die Grundlage für die Errichtung der Anlage legten.

Inzwischen sind die erweiterten Anlagen, teils mit elektronischen Anzeigen, versehen auf dem neuesten Stand. 1971 wurde das heute auch noch sehr beliebte Ostereier-Schießen eingeführt und Volkswanderungen wurden veranstaltet, die sehr beliebt waren. Das zeigten schon die Teilnehmerzahlen. Insgesamt kamen in den 15 Jahren von 1971 bis 1984 rund 18.000 Wanderfreunde nach Adenau. Sportlich unterteilt sich der Verein heute überwiegend in zwei Sportarten Sportschießen und Sommerbiathlon, der sich Ende der Achtzigerjahre nach vielen schneelosen Wintern als Alternative etablieren konnte.

Markus Hartmann und Martin Kalpein schaffen sogar den Sprung in die Nationalmannschaft. Sie bescherten neben Kirstin Mühlenkamp, Dominik Rausch, Karlo Trivelli und Dagmar Pade viele Siege. Insgesamt errangen die BSC Biathleten acht deutsche Meistertitel. Im Skilanglauf war Kurt Fischer in den Jahren 1977 bis 1979 sehr erfolgreich. Und auf Rollskier konnte 1988 Bianca Astor Deutsche- und Westdeutsche Meisterin bei den Junioren werden. Im Winter 1993/94 waren die Brüder Michael und Thomas Kloth mit ihrem Trainer Mathias Thelen erfolgreich im Winterbiathlon unterwegs. Ebenso wie mit Fabian Krämer in den Jahren 2011/12 erst mal wieder ein BSC-Winterathlet im Deutschen Schülercup teilnahm und 2013 beim Deutschen Schülercup in Clausthal-Zellerfeld gewann. Auch die Schützen können eine fantastische Erfolgsbilanz vorweisen.

Seit Vereinsgründung konnten insgesamt 1016 Kreismeister- 498 Bezirks- und 70 Landesmeistertitel in Mannschafts- und Einzelwettbewerben gewonnen werden. 2253 Siege, 81 Remis und 1619 Niederlagen gab es in den 3947 Ligawettkämpfen. Bei den Sportschützen Mannschaftmeisterschaften belegten 123 Einzelschützen und 146 BSC Mannschaften die ersten Plätze.


Festreden setzen Ehrenamt in den Fokus


In ihren Festreden wiesen sowohl Kreisbeigeordneter Horst Gies, wie auch Vizepräsident und Sportkreisvorsitzender Fritz Langenhorst auf die Bedeutung des Ehrenamtes hin. „Denn ohne Ehrenamt wären die Vereine arm dran“, so Langenhorst.

Bürgermeister Guido Nisius lobte die hervorragende Jugendarbeit des BSC, und Stadtbürgermeister Arnold Hoffmann Wolfram Boemer für den Vorsitz der letzten 35 Jahre. Zum Jubiläum wurden natürlich auch Mitglieder geehrt die sich um den Verein verdient gemacht haben und die dem lange Jahre angehören.

Ehrenurkunden für 50 Jahre Vereinszugehörigkeit für die Gründungsmitglieder Kurt Fischer, Ludwig Dreser, Karl-Heinz Schmitz und Wolfram Boemer. Heinz-Jürgen Marhöfer ist 40 und Martin Bungarten 25 Jahre im BSC. Für besondere Verdienste um den Verein erhielt Stefan Weinand die Ehrenurkunde in Bronze sowie Gertrud Boemer und Manuela Weinand in Silber.

Musikalisch begleitet wurde der Festakt vom Saxophon Ensemble unter Leitung von Harry Boers.

SES

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Kommentare
Patrick Baum:
@Antje Schulz, es ist völlig richtig, daß in der AfD Rheinland-Pfalz das Chaos herrscht. Nicht ohne Grund liegt die AfD in Rheinland-Pfalz in den aktuellen Umfragen zur Landtagswahl zum Glück deutlich unter ihrem Wahlergebnis von 2016. Der Grund dafür liegt in der katastrophalen Arbeit des AfD-Landesvorstands um die Führungspersonen Michael Frisch und Jan Bollinger. Inhaltlich hat die AfD Rheinland-Pfalz außer abstrusen Forderungen nichts zu bieten. Zum Leserkommentar von Natalie Bleck ist zu schreiben, daß diese auch eine AfD-Funktionärin ist. Sie ist auch die Ehefrau des AfD-Abgeordneten Andreas Bleck, der fast 20 Semester Semester erfolglos auf Lehramt studiert hat und jetzt ohne jeglichen Berufs- oder Studienabschluß im Bundestag sitzt.
Natalie Bleck:
Es nicht richtig, dass Herr Frisch die Maskenpflicht in Schulen befürwortet hat. Er sprach sich Ende April - als es noch deutlich weniger Daten zu Covid-19 gab - für eine Maskenpflicht im ÖPNV und beim Einkaufen aus. Und er hat kritisiert, dass die Landesregierung es versäumt hat, flächendeckend professionelle Schutzmasken für die Bevölkerung zu beschaffen. Und damit hat er Recht! Denn diese sind nun mal besser als selbstgenähte Baumwollmasken, wie erste Studien zeigen. Im Übrigen hatte die Regierung in den letzten Monaten ausreichend Zeit, Masken zu beschaffen und hat es wieder einmal versäumt.
Michael Friscg:
@Antje Schulz: Die Forderung nach einer Maskenpflicht stammt von Anfang März. Zu diesem Zeitpunkt war sie durchaus berechtigt. Und vor allem war sie auf professionelle Masken bezogen. Das, was die meisten Leute jetzt benutzen, wird auch von Experten als wenig bis gar nicht hilfreich bezeichnet. Heute sogar vom Präsidenten der Bundesärztekammer:https://www.welt.de/vermischtes/article218369132/Corona-Aerztepraesident-zweifelt-an-Alltagsmasken-Kritik-von-Lauterbach. (Link von der Redaktion entfernt) Hinzu kommt, dass das Tragen im Unterricht noch einmal eine ganz andere Frage ist. Denn es ist eine enorme Belastung für unsere Kinder, stundenlang mit einer Maske in der Schule sitzen zu müssen, obwohl nachgewiesen ist, dass die Schulen keine Infektionstreiber sind. Das grenzt an Körperverletzung! Den Widerspruch, den Sie zu konstruieren versuchen, gibt es jedenfalls definitiv nicht!
Gabriele Friedrich:
In Deutschland gibt es zumindest derzeit keinen Grund zum feiern. Es ist mir unbegreiflich, das die Leute nicht die Zeit nutzen um zu Hause mal was zu machen. Es gibt so viel zu tun ...packt es an und bleibt daheim. Egoismus schlägt irgendwann zurück, wenn die Feiernasen selber dran kommen und krank werden.

Kleiderhaus schließt

Gabriele Friedrich:
Das ist ja klar, die Leute bekommen nun die finanzielle Unterstützung im ALGII und können prima damit zu KiK und Co. Ich würde weiter sammeln für Obdachlose, der Winter kommt !!! Kindersachen kann man ja ebenso in Flüchtlingsunterkünften abgeben oder einschweißen und aufheben- das geht ja weiter und hört nicht "heute" auf.
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