Lokalsport | 18.03.2025

Future Sports Meckenheim - Herren-Basketball

Eine Saison wie eine Achterbahnfahrt

Die Regionalliga-Basketballer von Future Sports Meckenheim mit Coach Dominik Seger (rechts im Bild). Foto: : Future Sports/Ulf Krüger

Meckenheim. Future Sports Meckenheim hat mittlerweile einen Platz im Tabellenmittelfeld gefestigt. Danach sah es zu Beginn der Saison nicht aus – ein Rückblick. Die Basketballer von Future Sports Meckenheim sahen sich bereits vor Beginn der Saison in der 2. Regionalliga einer schwierigen Aufgabe gegenüber.

Mit Marlow Theis und Kilian Althoff verließen gleich zwei Leistungsträger der Vorsaison die Mannschaft. Es galt die Neuzugänge Anas El Makaoui, Nico Teichert, Carlin Barbu und einige Talente aus dem Jugendbereich in die Mannschaft zu integrieren, um an eine erfolgreiche Vorsaison, in der man als Aufsteiger den fünften Tabellenplatz belegte, anzuknüpfen. Dass dieses Unterfangen unter keinem guten Stern

stehen würde, wurde bereits vor der Saison als Simon Benentreu sich in einem Freundschaftsspiel das Kreuzband riss und sich Joachim Fresen einer Knieoperation unterziehen musste, sodass schon vor dem ersten Pflichtspiel feststand, dass sie 2024/25 kein Ligaspiel bestreiten können.

Nach einer durchwachsenen Vorbereitung reiste Future Sports am ersten Spieltag zur BG KampLintfort, die das 75-jährige Vereinsjubiläum feierten und eine Kulisse von 500 Zuschauern boten.

Die Meckenheimer starteten davon unbeeindruckt in die Partie und konnten sich einen Neun-Punkte-Vorsprung zur Halbzeit erarbeiteten, den sie im dritten Viertel zu einer zweistelligen Führung ausbauten, ehe sie ihn in den letzten Minuten verspielten und im ersten Saisonspiel als Verlierer vom Platz gingen. Es folgte eine deutliche Heimniederlage gegen den Liga-Primus BG Aachen (61-77). Dass die Mannschaft um Headcoach Dominik Seger aber trotzdem mit jedem Gegner der Liga mithalten kann, zeigte sie am dritten Spieltag, als man mit nur sieben einsatzfähigen Spielern zur TG Düsseldorf reiste. Die Düsseldorfer, bekannt für Ihre Erfahrung, haben in den letzten Jahren mehrfach die Liga gewonnen, sich aber immer wieder gegen einen Aufstieg entschieden. Trotzdem hielt Future Sports gegen die routinierten Oldies dagegen und ging sogar 4 Sekunden vor Schluss durch einen Korbleger von Etienne Ravoro Akendengue Junior in Führung. Doch die Düsseldorfer bewiesen, warum sie zu den Top Teams der 2. Regionalliga zählen und nutzten die letzten Sekunden des Spiels um per Buzzer-Beater wieder die Führung zu übernehmen und das Spiel mit 84-83 zu gewinnen. Future Sports Meckenheim ging somit mit drei Niederlagen aus den ersten drei Saisonpartien als Tabellenletzter in die Herbstpause.

Aus dieser Pause kam die Mannschaft zunächst mit einem ungefährdeten Heimsieg gegen den ebenfalls verletzungsgeschwächten Barmer TV zurück (95-64). Es folgten allerdings deutliche Niederlagen gegen die Zweitvertretungen der Rheinstars Köln (68-93), des Deutzer TVs (87-103) und der benachbarten Telekom Baskets aus Bonn (61-104). Scheinbar einziger Lichtblick zu diesem Zeitpunkt der Saison war Malte Fresen, der routinemäßig Woche für Woche über 25 Punkte aufs Parkett legte und bis heute die Liga in erzielten Punkten anführt. Die Verletzungen schmerzten Future Sports aber zu Beginn der Saison zu sehr, als dass sie daraus hätten Kapital schlagen können. Neben den langzeitverletzten Simon Benentreu und Joachim Fresen gesellten sich Kapitän Simon Voll, Routinier Jonas Hartmann sowie Center Dominik Hutzler regelmäßig ans hintere Ende der Bank und konnten ihren Mitspielern nur von außen zusehen.

Mit nur einem Sieg aus sieben Spielen und weiterhin dem letzten Platz in der Tabelle war klar, dass sich in Meckenheim etwas ändern musste. Die Niederlagen in Ihrer Deutlichkeit brachten die Mannschaft zu ihrem absoluten Tiefpunkt. Es sollte aber auch der Wendepunkt der Saison sein. Und so zeigte die Einführung eines mannschaftsinternen Strafenkatalogs unverhoffte Wirkung. Insbesondere die Trainingsbeteiligung stieg an und so konnten die Meckenheimer Basketballer am achten Spieltag in Abwesenheit ihren Trainers mit einer beeindruckenden Willensleistung einen wichtigen 78-73 Heimsieg gegen die SW Baskets aus Wuppertal erringen.

Der Knoten schien geplatzt, als man einen Spieltag später im Derby gegen die SG Sechtem angeführt von Youngster Bela Steffens 30 Sekunden vor Ende mit sieben Punkte in Führung stand. Jedoch zeigten sich plötzlich Konzentrationsschwächen und es wurde erneut ein sicher geglaubter Sieg abgegeben (89-90). Davon ließ sich Future Sports allerdings nicht beirren und konnte auch dank der Rückkehr von Spielmacher Kilian Althoff, der um auszuhelfen, aus seiner neuen Heimat Basel angereist war, den Angstgegner DJK Köln Süd-West vor der Weihnachtspause mit 76-70 besiegen. In der Aufstiegssaison in der Oberliga unterlagen die Meckenheimer gleich zwei Mal gegen die Kölner.

Die Unterbrechung über die Feiertage kam gelegen. Die Verletzten konnten sich auskurieren und mit vollem Kader besiegte Meckenheim den TuS Rheinberg im ersten Spiel nach der Pause mit 88-72. In der Woche danach glückte die Revanche gegen Kamp-Lintfort, die man mit 80-61 aus der heimischen Wettkampfhalle schoss, nachdem das Hinspiel noch unglücklich verloren ging. Auch eine Niederlage in Aachen konnte die Euphorie in der Mannschaft nicht bremsen, denn dort zeigte man trotz des verlorenen Spiels eine respektable Leistung. Und dass die Mannschaft von Coach Seger jeden schlagen kann, stellte sie eine Woche später beim Rückspiel gegen die TG Düsseldorf unter Beweis. Es war bis dato die einzige Mannschaft, gegen die Future Sports seit ihrem Aufstieg in der Saison 2023/24 kein einziges Spiel gewinnen konnte. Doch mit einer starken Teamleistung und viel Glauben in die eigenen Stärken gelang Meckenheim im vierten Anlauf auch dieser Meilenstein. Am Ende stand en 78-70 Sieg auf der Anzeigetafel - der bislang größte Saisonerfolg.

Nach einem deutlichen 90-59 beim abstiegsbedrohten Barmer-TV hat die 1. Herren-Mannschaft von Future Sport ihren Platz im Mittelfeld der 2. Regionalliga nun endgültig gefestigt. Für die letzten sieben Spiele der Saison ist das Ziel aber, sich noch weiter nach oben zu orientieren. „Hätten wir am Anfang der Saison nicht so fahrlässig agiert, könnten wir auch tabellarisch zu den besten fünf Teams der Liga zählen“, resümiert Head Coach Dominik Seger. „Verletzungen haben sicherlich auch eine Rolle gespielt. Letztlich haben die Jungs aber gezeigt, dass sie jeden schlagen können“, ergänzt Geschäftsführer Alexander Hillmann.

Wohin die Reise von Future Sports in der Regionalliga Saison 2024/25 gehen wird, ist noch offen. Aktuell belegt die Mannschaft den 7. Tabellenplatz von zwölf Teams. Dabei steht sie aber punktgleich mit gleich drei weiteren Mannschaften. Noch zwei Heimspiele stehen aus, bei denen sich die Spieler sehr über die Unterstützung der Meckenheimer freuen würden. Die Mannschaft trägt ihre Spiele samstags um 18:30 Uhr in der Wettkampfhalle Meckenheim aus. Am 29.03. kommt es zum Derby gegen die SG Sechtem und am 05.04. wird die DJK Süd-West Köln die Reise in die Voreifel antreten.

Die Regionalliga-Basketballer von Future Sports Meckenheim mit Coach Dominik Seger (rechts im Bild). Foto: : Future Sports/Ulf Krüger

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