Fußball-Rheinlandliga, sechster Spieltag
Eine starke zweite Halbzeit der Youngster
SG Eintracht Mendig/Bell - VfB Linz 3:3 (2:0)
Mendig. Am sechsten Tag der Fußball-Rheinlandliga errang der VfB Linz bei der SG Eintracht Mendig/Bell ein gerechtes 3:3 (2:0)-Remis. Nach einem Punktgewinn sah es für den Aufsteiger in der ersten Halbzeit nicht aus, denn hier demonstrierten die Platzherren ihre Heimstärke. Die Schützlinge von Trainer Cornel Hirt machten das Spiel und kamen zu mehreren guten Einschussmöglichkeiten. Hirt brachte mit den Routiniers John Rausch und Damir Mrkalj zwei unter der Woche heimgekehrte Neuzugänge, die der Begegnung sofort ihren Stempel aufdrückten. Der Linzer Übungsleiter Paul Becker konnte den nach einer Roten Karte gesperrten Fabian Lacher nicht einsetzen.
Die Linzer Youngster taten sich zunächst gegen die Mendiger schwer, die mit aller Macht auf den Führungstreffer drängten. Nachdem die Becker-Schützlinge ihre erste Tormöglichkeit durch Mario Seitz (22.) vergeben hatten, gingen die Gastgeber in Führung. Der von der TuS Koblenz heimgekehrte Mrkalj markierte nach einer Flanke von Jeset Akwapay die längst fällige 1:0-Führung (25.). Zehn Minuten später hatte der Linzer Michael Fiebiger Pech mit einem Schuss gegen den Außenpfosten. Eintracht-Mittelfeldspieler Matthias Strahl machte es in der 39. Minute besser, als er den 2:0-Pausenstand erzielte.
„In der ersten Halbzeit hatten unsere jungen Burschen zu viel Respekt“, stellte VfB-Trainer Becker fest, der in der zweiten Halbzeit eine Linzer Mannschaft sah, die auf einmal mutig zur Sache ging und durch Dustin Friese (49.) auf 2:1 verkürzte. Anschließend schienen die Becker-Schützlinge doch noch auf die Verliererstraße zu geraten, als Eintracht-Stürmer Malte Wedemeyer in der 57. Minute auf 3:1 erhöhte.
Die Entscheidung? Wer das annahm, der sollte sich irren. „Wir haben anschließend versäumt, das mögliche 4:1 zu machen und wurden dafür bestraft“, ärgerte sich Hirt, der zusehen musste, wie Fiebiger (71.) im Nachsetzen zum 3:2 einlochte. Vier Minuten später nutzte sein Mannschaftskollege Friese einen Fehler des Mendiger Torhüters Niklas Nett, um den verdienten 3:3-Endstand zu erzielen. „Das Unentschieden haben wir uns letztlich selbst zuzuschreiben“, ärgerte sich SG-Übungsleiter Hirt nach dem Abpfiff. Sein Linzer Kollege Becker war dagegen zufrieden. „Natürlich hatte Mendig die deutlicheren Torchancen, aber aufgrund unserer starken zweiten Halbzeit haben wir uns das Remis verdient“, so der VfB-Trainer.
Am Freitag (Anstoß 20 Uhr) haben die Linzer Youngster die Gelegenheit, den ersten Heimsieg einzufahren, wenn der SV Mehring auf dem Kaiserberg gastiert. Der Ex-Oberligist hat auswärts noch keine Bäume ausgerissen und auf fremdem Terrain erst zwei Punkte eingefahren. Mit einem Dreier kann der VfB Linz den Abstand zum Tabellenkeller vergrößern.
Statistik
VfB Linz: Diener, Aslan, Dillmann, Joch, Kyrion, M. Seitz, Krupp, Özmen (46. E. Becker), Y. Becker, Fiebiger, Friese.
Zuschauer: 250.
Schiedsrichter: Fuat Yalcinkaya (Bendorf).
Torfolge: 1:0 Mrkalj (25.), 2:0 Strahl (39.), 2:1 Friese (49.), 3:1 Wedemeyer (57.), 3:2 Fiebiger (71.), 3:3 Friese (75.). LS
Diesen Freistoß von Michael Krupp (Nummer zehn) lenkte Torhüter Niklas Nett mit den Fingerspitzen noch an die Latte, doch den Abpraller drückte Michael Fiebiger über die Linie.
Den Ball immer im Blick: Dustin Friese (rechts), zweifacher Torschütze für den VfB Linz, und Eintracht-Kapitän Florian Schlich lieferten sich an der Brauerstraße packende Zweikämpfe.
